Bordeauxdogge

Die Bordeauxdogge (Dogue de Bordeaux) gehört einer großen, massigen Hunderasse aus Frankreich an. Der Hund wird auch als Französischer Mastiff bezeichnet und hat einen auffallend großen Kopf sowie ein kurzes, seidiges Fell. Eine konsequente Erziehung ist bei ihr unumgänglich.

So sieht die Bordeauxdogge aus

Die Bordeauxdogge (Dogue de Bordeaux) wird ungefähr 70 cm groß und 50 kg schwer. Sie hat einen muskulösen, sehr stämmigen aber harmonischen Körperbau und ähnelt dem römischen Molosser. Der Hund mit der imposanten Erscheinung hat dreieckige, hängende Ohren und ein eng anliegendes Haarkleid, das in verschiedenen Gelbschattierungen oder in Mahagonifarben vorkommen kann. Er sieht zunächst einmal gefährlich aus, ist aber, wenn er liebevoll erzogen und sozialisiert wird, ein freundlicher, sanftmütiger und anhänglicher Hund.

Bordeauxdogge halten: Was braucht der Hund zum Glücklichsein?

Hält man den Hund im Haus, freut er sich über ausgiebige Spaziergänge und über Freilauf im Garten. Als Wohnungshund ist er ungeeignet, aber auch für die Zwingerhaltung kommt der anhängliche Vierbeiner nicht infrage. Er fühlt sich im Kreise seiner Familie am wohlsten und ist nicht gern allein. Ist sie gut erzogen, verträgt sich die Bordeauxdogge hervorragend mit Kindern und ist dank ihres ruhigen, ausgeglichenen Wesens und ihrer hohen Reizschwelle ein wunderbarer Gefährte und treuer Freund.

Die Bordeauxdogge als Listenhund?

In einigen deutschen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg und Hamburg wird die Bordeauxdogge als Listenhund geführt – dies ist wohl vor allem dem imposanten Erscheinungsbild des Französischen Mastiff zu verdanken. Allerdings ist seine Haltung dort trotzdem erlaubt, wenn der Vierbeiner einen Wesenstest bestanden hat. Im Österreichischen Vorarlberg und im Schweizer Kanton Genf steht die Dogue de Bordeaux ebenfalls auf der Liste potenziell gefährlicher Hunderassen. Eine Sondergenehmigung des Bürgermeisters kann die Haltung der Bordeauxdogge in Vorarlberg in Österreich dennoch ermöglichen. Im Kanton Genf hingegen ist die Haltung ausnahmslos verboten.

Dogue de Bordeaux erziehen: Geduld ist gefragt

Die Bordeauxdogge ist ein gemütlicher Zeitgenosse und lässt sich nur schwer aus der Ruhe bringen. Aggressionen oder Nervosität sind bei ihr untypisch. Dennoch ist sie nicht ganz leicht zu erziehen, da sie zu Dickköpfigkeit neigt und keinen besonderen Arbeitseifer an den Tag legt. Für Hundesport lässt sich der liebenswerte Faulpelz nicht begeistern. Nicht einmal Obedience Training, für das er sich nicht körperlich anstrengen muss, vermag ihn zu motivieren. Wenn Sie allerdings mit viel Geduld und liebevoller, aber konsequenter Erziehung eine Bindung zur Dogue de Bordeaux aufbauen, haben Sie einen verlässlichen Freund an Ihrer Seite. Fangen Sie mit der Hundeerziehung bereits im Welpenalter an.

Häufige Krankheiten beim Französischen Mastiff

Leider ist es um die Gesundheit der Bordeauxdogge schlecht bestellt. Der Französische Mastiff hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von sechs bis acht Jahren. Vor allem Gelenkprobleme wie Hüftdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED) sowie Bänderrisse machen den großen Hunden oft zu schaffen. Herzprobleme sind ebenfalls nicht selten. Häufig lassen sich zudem Allergien bei der Dogue de Bordeaux beobachten. Kaufen Sie die Bordeauxdogge daher nur bei einem seriösen Züchter, der Ihnen die Gesundheitsszeugnisse der Elterntiere zeigen kann.

Die Bordeauxdogge: Geschichte der Hunderasse

Die Dogue de Bordeaux stammt vom römischen Molosser ab und wurde früher für Hundekämpfe, als Wachhund und zum Viehtreiben eingesetzt. Auch auf Wölfe und Bären wurde der starke Vierbeiner angesetzt. Heute trifft man ihn als Wach-, Schutz-, Familien- und sogar als Filmhund an: 1989 trat eine Bordeauxdogge in "Scott und Huutsch" als vierbeiniger Partner an der Seite von Tom Hanks auf.