Bouvier des Flandres

Der Bouvier des Flandres, zu Deutsch Flandrischer Treibhund, fungierte früher als Treiber von Rinderherden. Durch die Technisierung der Landschaft wurde er über die Jahre weniger in dieser Rolle verwendet, sodass er heute zumeist als Wächter von Bauernhöfen und als Polizeihund eingesetzt wird. Der Bouvier des Flandres hat einen sehr kompakten und gedrungenen Körper mit muskulösen Gliedmaßen. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 68 cm und ein Gewicht von 40 kg. Die Idealgröße liegt für Rüden bei 65, im Falle von Hündinnen bei 62 cm. Ihr bis zu 6 cm langes Haar ist spröde, trocken und ohne Glanz. Zusammen mit der Unterwolle bietet das Deckhaar einen optimalen Schutz gegen wiedrige Wetterbedingungen. Neben seiner Funktion als Treibhund für Vieh und Pferde wurde der aus Belgien stammende Bouvier des Flandres auch schon als Schutz- und Polizeihund verwendet. Auch als Zugtier wurde er bereits eingesetzt, was sich vor allem daraus erklärt, dass dieser Hund bei gutem Training das Achtfache seines eigenen Körpergewichts tragen kann.

Eine geduldige Erziehung für den Bouvier des Flandres

Als Gebrauchs- und Familienhund charakterisiert sich der Bouvier des Flandres durch ein ausgeglichenes und vor allem kinderfreundliches Wesen. Die Rasse vereint ferner Attribute wie Intelligenz, Kühnheit und Gelehrigkeit. Sie entscheiden sich oftmals früh für eine Bezugsperson, behalten sich jedoch ein gewisses Maß an Eigensinnigkeit, weshalb sie eine feste Führung benötigen. Der Erziehungsprozess kann bei diesem Hund länger dauern als bei anderen Rassen. Fremden gegenüber ist der Bouvier des Flandres oftmals misstrauisch und lässt sich zuweilen nicht von Unbekannten berühren.