Dogo Argentino

Der Dogo Argentino ist ein athletischer und kräftiger Hund, der sich gut für aktive Menschen und unternehmungslustige Familien eignet. Trotz vieler positiver Eigenschaften wird er in einigen Bundesländern auf der Rasseliste geführt und gehört nur in die Hände erfahrener Hundehalter.

Erscheinungsbild des Dogo Argentino

Der Dogo Argentino gehört zu den Molossern, was man der Rasse auch auf den ersten Blick ansieht: Der Hund ist groß und kräftig gebaut, wirkt dabei aber keinesfalls unproportioniert, sondern athletisch und elegant. Der Gang dieser Rasse ist ruhig und selbstsicher. Die Muskulatur ist unter der Haut gut erkennbar. Er kann eine Widerristhöhe von fast 70 Zentimetern erreichen und bis zu 45 Kilogramm auf die Waage bringen. Der Kopf des Dogo Argentino wirkt breit und schwer, der Hals ist kräftig. Nase und Augen sind schwarz gefärbt, vor allem die Nase ist durch den Kontrast zum weißen Fell sehr prominent. Die dreieckigen Ohren sind hoch angesetzt und hängen an den Wangen herunter. Die Rute ist lang und kräftig. Ist die Rute kurz oder stehen die Ohren spitz nach oben, wurde der Hund kupiert, was in Deutschland aus guten Gründen verboten ist.

Fell und Farbe

Das Fell des Dogo Argentino ist reinweiß. Im Kopfbereich dürfen bis zu zehn Prozent schwarze Flecken auf der Haut vorhanden sein, die sich nicht auf die Fellfarbe auswirken. Die Felllänge liegt bei etwas 1,5 bis zwei Zentimetern. Es ist dabei glatt und weich. Je nach Klimaregion ist die Behaarung unterschiedlich dicht: In tropisch-warmen Gebieten ist das Fell eher licht, sodass die gefleckte Haut durchscheint. In kalten Regionen kann der Dogo Argentino mitunter sogar Unterwolle entwickeln.

Einsatzgebiete des Dogo Argentino

Der Dogo Argentino wurde gezüchtet, um gleichzeitig als Haus- und Jagdhund zu agieren. Das merkt man bis heute. Durch seinen ausgesprochen guten Geruchssinn lässt er sich hervorragend zum Jagen und Aufspüren oder als Rettungshund einsetzen. Die Rasse ist nicht nur athletisch, sondern auch schlau und selbstbestimmt. Der Dogo Argentino will daher nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert werden. Bei reinen Gehorsamsübungen langweilt er sich schnell. Bei Agility und Turnierhundesport hingegen haben die weißen Kraftpakete viel Spaß. Auf eine Ausbildung in Richtung Wach- oder Schutzhund sollte verzichtet werden, da die Tiere dabei nur unnötig "scharf" werden. Auch für Vielseitigkeit sind sie nicht geeignet.

Wesen und Erziehung

Die Rasse ist dominant veranlagt und darf daher keine Aggressionen zeigen. Diese Hunde brauchen von Anfang an eine gute Sozialisation und eine konsequente, aber liebevolle Erziehung durch einen erfahrenen Hundehalter. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Dogo Argentinos Spätentwickler sind: Erst mit etwa drei Jahren sind sie geistig erwachsen. Mit Grobheiten vonseiten seines Herrchens kann der Argentino nicht umgehen und zieht sich zurück. Überhaupt sind diese Hunde gegenüber ihrer Familie und Kindern sehr sensibel und loyal. Entsprechend groß ist ihr Beschützertrieb. Eine Zwingerhaltung kommt nicht infrage, da sie den Familienanschluss brauchen. Auf andere Hunde können die Argentinier hingegen gut verzichten. Besonders unter Rüden kommt es sehr schnell zu Revierkämpfen.

Typische Krankheiten

Grundsätzlich ist diese Rasse recht robust und anspruchslos. Wie bei allen weißen Hunden besteht aber das Risiko der Gehörlosigkeit. Gute Züchter achten darauf. Testen Sie vor dem Kauf dennoch die Hörfähigkeit des Tieres. Auch Hüftdysplasien treten beim Dogo Argentino auf. Für ihre Größe sind die Tiere mit bis zu 14 Jahren recht langlebig.

Dogo Argentino: Seine Geschichte

Die Rasse entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Argentinien. Das Zuchtziel war ein Hund, der sich ebenso gut als Haushund wie für die Jagd eignet. Hierfür wurden unter anderem Pointer, Mastiffs und Bulldoggen gekreuzt. Die weiße Farbe sollte den Hund vor Fehlschüssen des Jägers bewahren, da er so gut vom Jagdwild zu unterscheiden ist. Aufgrund des guten Geruchssinnes wurde er als Fährten- und Schweißhund eingesetzt. Für die Jagd auf Wildschweine, Pumas und anderes Großwild wurden ihm auch Kraft, Mut und Ausdauer angezüchtet. 1968 kam die Rasse erstmals nach Deutschland und ist hierzulande eher selten. In Argentinien hingegen hat der Dogo Argentino denselben Stellenwert als universeller Gebrauchshund wie der Deutsche Schäferhund in Deutschland.

Der Dogo Argentino steht auf der Rasseliste

Der Dogo Argentino steht in Deutschland teilweise auf der Rasseliste der jeweiligen Bundesländer. Auch in Österreich, der Schweiz und Dänemark wird er als Listenhund geführt, mitunter sind Einfuhr, Zucht und Haltung ganz verboten.
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