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Analdrüsenentzündung beim Hund behandeln

Eine Analdrüsenentzündung beim Hund sollte immer vom Tierarzt untersucht und behandelt werden. Welche Therapie bei entzündeten Analdrüsen infrage kommt und wie Sie vorbeugen können, lesen Sie hier.

Entzündete Analdrüsen lassen sich meistens unkompliziert behandeln – Shutterstock / Syda-Productions

Entzündete Analdrüsen lassen sich meistens unkompliziert behandeln – Shutterstock / Syda-Productions

Wenn die Analdrüsen beim Hund entzündet sind, ist dies immer unangenehm und mit starken Schmerzen verbunden. Daher ist der Gang zum Tierarzt ein Muss, wenn Sie die ersten Symptome einer Analdrüsenentzündung bei Ihrem Vierbeiner feststellen.

Therapie bei einer Analdrüsenentzündung

Die Therapie bei entzündeten Analdrüsen beginnt in der Regel damit, dass der Tierarzt die Analbeutel auspresst, also das enthaltene Sekret behutsam herausmassiert. Dies gelingt jedoch nur, wenn das Sekret flüssig oder zähflüssig und noch nicht hart geworden ist. Ist dies bereits geschehen, muss das verhärtete Sekret eingeweicht werden, bevor der Tierarzt es herausspülen kann. Mögliche Abszesse müssen aufgeschnitten werden.

Nachdem das Sekret vom Tierarzt herausgepresst wurde, spült er die Analdrüsen mit einer entzündungshemmenden Lösung aus. Je nach Schweregrad der Entzündung kommen zusätzlich Antibiotika zum Einsatz. So wird die eigentliche Analdrüsenentzündung bekämpft. In der Regel wird diese Prozedur noch ein paar Mal wiederholt, bis die Entzündung vollständig abgeklungen ist.

Ist die Analdrüsenentzündung beim Hund chronisch oder liegen starke Fistel- und Geschwürbildungen vor, ist eine Operation beziehungsweise die Entfernung der Analbeutel denkbar. Hierzu wird Sie Ihr Tierarzt ausführlich beraten.

Analdrüsenentzündung beim Hund: Ursachen und Diagnose Ansehen

Schweregrade der Analdrüsenentzündung beim Hund

Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann es zu schwerwiegenden Problemen wie starken Schmerzen und Fieber kommen. Es gibt unterschiedliche Schweregrade, die sich oft so gliedern:

1. Die Analbeutel sind voll und entleeren sich nicht beim Kotabgang. Sie sind erweitert.

2. Aufgrund von Bakterien entwickelt sich eine Entzündung mit Eiterbildung und möglicher Blutbeimengung. Juckreiz und Probleme beim Koten stellen sich ein.

3. Es bilden sich schmerzende Abszesse oder auch Fisteln. Die Schmerzen können in diesem Stadium sehr stark sein, Fieber kann hinzukommen.

Lässt sich einer Entzündung der Analdrüsen vorbeugen?

Wenn Ihr Hund eine Veranlagung für eine Analdrüsenentzündung hat, können Sie seine Analdrüsen daheim regelmäßig ausmassieren und entleeren. Halten Sie davor jedoch unbedingt Rücksprache mit Ihrem Tierarzt, da die richtigen Handgriffe nicht ganz einfach sind und die Prozedur auch nicht für jeden Hund sinnvoll ist. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt ganz genau zeigen, was Sie tun und welche Hygienemaßnahmen Sie einhalten müssen.

Im Video sehen Sie, wie eine solche Entleerung aussehen kann:

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