Tierkrankheiten

Borreliose-Symptome beim Hund: Erkrankung erkennen

Ein Zeckenstich (umgangssprachlich auch Zeckenbiss) kann die Infektionskrankheit Borreliose übertragen. Es ist wichtig, die Borreliose-Symptome beim Hund frühzeitig zu erkennen, damit eine Infektion keinen schweren Verlauf nimmt. Dass die Anzeichen so unspezifisch sind, erschwert das Vorhaben allerdings.

Borreliose-Symptome beim Hund sind leider sehr unspezifisch — Bild: Shutterstock / Tatiana Morozova

Borreliose-Symptome beim Hund sind leider sehr unspezifisch — Bild: Shutterstock / Tatiana Morozova

Meist bleibt der Stich einer Zecke bei Ihrem Vierbeiner ohne Folgen, doch die unliebsamen Parasiten können auch Krankheitserreger wie Borrelien übertragen. Diese Bakterien lösen Borreliose, auch Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit genannt, aus. Eine Zeckenimpfung für Hunde als Schutz vor Borreliose gibt es derzeit leider nicht. Eine Infektion mit Borrelien verläuft in den meisten Fällen beschwerdefrei. Weil die Tierkrankheit aber noch Monate nach der Infektion ausbrechen kann, sollten Sie die Borreliose-Symptome beim Hund frühzeitig erkennen können.

Akute Symptome erkennen

Wie beim Menschen verläuft die Borreliose auch beim Hund häufig zunächst symptomfrei. Charakteristisch ist einzig die sogenannte Wanderröte – eine kreisrunde, klar abgegrenzte Hautrötung, die sich wie ein Ring um den Zeckenstich herum bildet und zunehmend ausbreitet. Leider tritt die Wanderröte nicht bei jeder Infektion mit Borrelien auf und ist beim Hund zudem aufgrund des Fells schwer zu erkennen. Sie sollten deshalb auf verschiedene Anzeichen achten und im Zweifel einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursachen für die Symptome eindeutig abklären zu lassen. Ein Warnzeichen ist zum Beispiel, wenn der Zeckenstich selbst stark gerötet und angeschwollen ist – dies deutet auf eine Entzündung hin.

Unspezifische Borreliose-Symptome beim Hund

Borreliose-Symptome beim Hund, die erst mehrere Monate nach dem Stich einer infizierten Zecke auftreten, können hingegen verschiedene Entzündungsreaktionen sein: Schmerzen an Muskeln und Gelenken, Fieber oder geschwollene Lymphknoten sind oft die Folge – werden allerdings selten noch mit dem Zeckenstich in Verbindung gebracht. Die Muskel- und Gelenkschmerzen können dazu führen, dass Ihr Hund sich nicht mehr so gern bewegt, schlapp, müde und abgeschlagen wirkt. Außerdem kann Appetitlosigkeit hinzukommen und allgemeine Antriebs- und Lustlosigkeit.

Weitere mögliche späte Borreliose-Symptome beim Hund sind Herzprobleme, Erkrankungen der Niere oder gar Lähmungserscheinungen in verschiedenen Körperteilen. Diese chronische Form der Borrelieninfektion entsteht mit der Zeit, wenn die Erreger sich im Körper ausbreiten und das Gehirn oder andere Organe befallen. Die Symptome kommen oft in Schüben und sind nicht immer gleichermaßen stark ausgeprägt. Zwischen den Schüben können beschwerdefreie Phasen liegen.

Die Zeichen einer Borreliose sind so unspezifisch, dass auch andere Ursachen nicht ausgeschlossen werden können. Deshalb sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, wenn Sie die genannten Symptome an Ihrem Hund bemerken. Zusammengefasst deuten die folgenden Anzeichen auf eine mögliche Borrelieninfektion beim Hund:

● Entzündeter Zeckenstich (eventuell mit Wanderröte)

● Muskel- und Gelenkschmerzen (erkennbar an Bewegungsunlust und Antriebslosigkeit)

Fieber

● Geschwollene Lymphknoten

● Allgemeines Krankheitsgefühl (erkennbar an Appetitlosigkeit und Mattheit)

● Gelenkentzündungen

● Lähmungserscheinungen

● Herzprobleme

● Nierenprobleme

Zecken bei Hunden vorbeugen und entfernen Ansehen

Schwierige Diagnose von Borreliose beim Hund

Die undeutliche Symptomatik nach einer Borrelieninfektion erschwert es jedoch auch für den Tierarzt, die Diagnose zu stellen. Ein Bluttest kann weitere Hinweise liefern, doch die Ergebnisse erlauben keine eindeutige Schlussfolgerung. Er kann zwar anzeigen, ob sich Antikörper gegen Borrelien im Blut befinden, aber nicht, ob sie von einer akuten Infektion stammen. Verläuft die Borreliose ohne Symptome und ohne Beschwerden, bildet das Immunsystem trotzdem Antikörper gegen die Erreger, und diese bleiben auch noch Jahre später nachweisbar.

Dem Tierarzt bleibt also meist nichts anderes übrig, als zunächst andere mögliche Ursachen für die Borreliose-Symptome beim Hund und andere Krankheiten auszuschließen, bevor er auf Verdacht die Borreliose-Therapie mit Antibiotika startet. Sie können zwar begleitend homöopathische Mittel oder andere naturheilkundliche, alternative Arzneien anwenden, um die Beschwerden zu lindern, aber die Ursache – die Borrelien – lassen sich nur mit Antibiotika bekämpfen.

Zecke schnellstmöglich entfernen

Der Stich einer mit Borrelien infizierten Zecke führt nicht zwangsläufig zu einer Ansteckung mit Borreliose. Damit die Bakterien übertragen werden können, muss sich die Zecke mindestens 24 Stunden an ihrem Wirt festgesaugt haben. Deshalb sollten Sie Ihren Hund vor allem in den warmen Monaten des Jahres am besten täglich nach den Parasiten absuchen Zecken am Hund schnell und sorgfältig entfernen. Vorsicht! Nach einem milden Winter werden Zecken oft schon früher munter als sonst – es kann daher nicht schaden, generell nach dem Spaziergang einen Blick aufs Hundefell zu werfen.

Da die kleinen Tiere jedoch im Fell Ihres Lieblings häufig schwer zu finden sind, kann es passieren, dass Sie die Parasiten erst spät oder gar nicht entdecken. Deshalb ist es besonders wichtig, auf Borreliose-Symptome beim Hund zu achten und den Tierarztbesuch nicht hinauszuzögern, wenn Ihnen etwas ungewöhnlich vorkommt.

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Borreliose-Symptome beim Hund: Erkrankung erkennen:

  • 2014-07-27 22:26:41
    Maurice Kühne: Die Symptome einer Borreliose klingen wirklich furchtbar. Deswegen ist eine Zeckenimpfung super wichtig. Und auch eine regelmäßige Kontrolle auf Zecken. Besonders nach einem ausgiebigen Spaziergang im Wald.
  • 2014-02-25 09:29:51
    Bianca Stürmer: Ich denke immr sobald man nur eine kleine Veränderung an seinem Tier merkt sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Borreliosesymptome werden sowieso nur selten erkannt. Ich gehe mit meinem Hund sowieso alle 3 Monate zum Tierarzt. Ich will einfach auf Nummer sicher gehen.
  • 2013-12-10 16:12:13
    Beate Schonmann: Der Hund einer Freundin hatte Borreliose. Die ersten Symptome waren Trägheit. Irgendwie konnte sich der Hund nicht mehr richtig bewegen. Sie ist dann mit ihm zum Tierarzt und dann wurde die Erkrankung festgestellt. Sehr traurig.
  • 2013-09-25 09:01:08
    Nadine Lau: Borreliose beim Hund muss immer sehr schnell behandelt werden. Bzw. deswegen sollte man schon sehr gut gegen Zecken vorsorgen. Ich gebe meinem Hund immer Tabletten, wenn es denn zu dieser Jahreszeit kommt.
  • 2013-09-22 21:17:00
    Sarah Koch: In diesem Jahr war es mit den Zecken ja zum Glück nicht so schlimm. Ich habe wirklich jedes Jahr aufs neue Anst, dass mein Hund diese Erkrankung bekommt. Was so eine kleine Zecke anrichten kann. Eigentlich unvorstellbar. Kann denn Borreliose beim Hund auch tödlich enden?
  • 2013-08-28 21:23:10
    Nina Müller: Der Hund einer Freundin, ist leider an Borreliose erkrankt. Bis jetzt ist nur ein Bein befallen. Aber das ist ja schon schlimm genug. Zeitweise gehts ihr richtig gut, sie tobt rum und ist super drauf, denn gibts aber wieder die Momente, wo Tommie lahmt und starkes Fieber bekommt. Der Tierarzt meint, dass auch noch das zweite Bein angegriffen werden könnte. Wichtig ist, dass eine Borreliose beim Hund sofort behandelt wird.
  • 2013-08-28 21:11:01
    Marina Kortig: Behandelt wird die Erkrankung ja mit einem Antibiotikum. Wenn sie rechtzeitig erkannt wird, kann man dadurch schlimmeres verhindern. Also bei Auffälligkeiten sofort zum Tierarzt.
  • 2013-08-26 21:22:48
    Nicole Gerste: Ich bin mir sicher, dass ich eine Borreliose bei meinem Hund erkennen würde. Ich hoffe natürlich, dass ich es niemals muss. Die Auswirkungen einer Borreliose klingen ja wirklich furchtbar. Nicht auszudenken, wenn mein kleiner Liebling auf einer nicht mehr laufen könnte. Und ich kann mich Melinda nur anschließen. Das tut mir sehr leid Sabine, mit dem Hund deiner Freundin.
  • 2013-08-20 10:39:16
    Melinda Kruppe: Hallo Sabine, das tut mir wirklich leid, mit dem Hund deiner Freundin. In welchem Bein hat er denn Probleme? Und gibt es keine Möglichkeit mehr dies behandeln zu lassen? Und da sieht man wirklich mal wieder, wie gefährlich Borreliose beim Hund ist.
  • 2013-08-01 20:18:46
    Sabine Hartung: Ganz genau Melinda, da kann ich dir nur Recht geben. Es ist ganz wichtig, seinen Hund vor Zecken zu schützen. Am besten schon im Februar / März damit anfangen. Borreliose beim Hund muss man durchaus sehr ernst nehmen. Der Hund einer Freundin hat die Krankheit bekommen und er hat jetzt Schwierigkeiten zu laufen. Das ist wirklich sehr traurig.
  • 2013-08-01 19:39:06
    Melinda Kruppe: Mit Borreliose beim Hund ist nicht zu spaßen. Deswegen ist es auch extrem wichtig, dass man sich frühzeitig um den Zeckenschutz kümmert, damit die Krankheit gar nicht erst auftreten kann. Sollten trotzdem erste Symptome auftreten, dann bitte sofort zum Tierarzt gehen!
  • 2013-07-18 20:54:57
    Laura Gartner: Der Artikel ist sehr interessant. Der Hund einer Freundin hatte Borreliose. Leider wurde diese zu spät erkannt und er hatte starke Schmerzen. Borreliose beim Hund muss sofort behandelt werden, da die Symptome leider kaum erkannt werden. Trotzdem ein Checkup alle paar Monate beim Tierarzt kann dies verhindern.
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