Krankheitssymptome

Epuliden beim Hund: Symptome und Behandlung

Als Epuliden werden gutartige Wucherungen bezeichnet, die sich im Maul eines Hundes bilden können. Auch wenn sie nicht bösartig sind, ist die regelmäßige Kontrolle des Zahnfleischs und der Mundschleimhaut Ihres Vierbeiners wichtig. Nur so können Sie die Wucherungen frühzeitig erkennen und eine Behandlung einleiten.

Epuliden beim Hund: Die Behandlung übernimmt der Tierarzt – Shutterstock / Best dog photo

Epuliden beim Hund: Die Behandlung übernimmt der Tierarzt – Shutterstock / Best dog photo

Epuliden können bei allen Hunden auftreten, doch vor allem kurzköpfige Hunderassen sind sehr anfällig dafür. Die Wucherungen im Maul des Hundes sind recht auffällig und dadurch einfach zu erkennen. Wenn Sie sie entdecken, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen.

So erkennen Sie Epuliden

Die gutartigen Wucherungen können sehr unterschiedlich aussehen: pilzförmig, uneben, glatt, rund oder stilförmig – die Form variiert sehr stark. Grundsätzlich werden drei verschiedene Arten unterschieden: Sogenannte fibromatöse (aus weichem Gewebe bestehend) und ossifizierende (Knochen enthaltende) Epuliden können als gutartig angesehen werden. Die akanthomatösen Epuliden hingegen sollten trotz ihrer Gutartigkeit wie ein bösartiger Tumor behandelt werden: Sie wachsen sehr schnell, können Entzündungen und Blutungen hervorrufen und im schlimmsten Fall sogar den Kieferknochen des Hundes schädigen.

Es gibt aber auch noch andere Symptome, die auf die Wucherungen im Maul Ihres Vierbeiners hindeuten können. Dazu zählt unter anderem starker Mundgeruch, aber auch ein deutlicher Gewichtsverlust, denn die Geschwulste können einen Hund beim Fressen teils stark behindern. Dass Ihr vierbeiniger Freund Probleme bei der Nahrungsaufnahme hat, können Sie natürlich ebenfalls erkennen. Wenn er nicht richtig fressen mag, offensichtlich Schmerzen beim Kauen hat oder sogar dabei jault, sollten Sie unbedingt einen Blick in sein Maul werfen.

Wie sieht die Therapie aus?

Bevor sich der Tierarzt für eine Behandlung entscheidet, muss er ausschließen können, dass es sich um bösartige Tumore handelt. Dies lässt sich durch eine Gewebeprobe klären. Doch auch wenn es sich um gutartige Epuliden handelt, kommen Sie um einen operativen Eingriff zur Entfernung der Wucherungen meist nicht herum. In einer OP unter Vollnarkose werden die Epuliden schließlich entfernt, sodass sie sich nicht weiter ausbreiten können. In schlimmen Fällen von akanthomatösen Wucherungen muss mitunter auch ein Teil des Kieferknochens entfernt werden. Treten die Epuliden wiederholt auf, kann für die Behandlung auch eine Strahlentherapie infrage kommen.

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