Stimmt's ...?

Sind Mischlinge die gesünderen Hunde?

Mischlingshunde leiden seltener unter Krankheiten als Rassehunde – so lautet eine unter Hundefreunden weitverbreitete Ansicht. Aber stimmt das überhaupt? Sind Mischlinge wirklich die gesünderen Hunde?

Beim Spielen alle gleich: Rassehund und Mischlinge am Strand — Bild: Shutterstock /  Galina Barskaya

Beim Spielen alle gleich: Rassehund und Mischlinge am Strand — Bild: Shutterstock / Galina Barskaya

Der Mischling ist der beliebteste Hund der Deutschen. Es gibt den Vierbeiner in allen möglichen Farben, Größen und mit unterschiedlicher Felllänge. Hinzu kommt, dass er als außerordentlich robust gilt und im Vergleich zu seinen reinrassigen Kollegen deutlich weniger anfällig für Krankheiten oder andere Leiden ist, die sich angeblich auf die Zucht zurückführen lassen. Schließlich führe eine Fortpflanzung ausschließlich unter seinesgleichen dazu, dass Erkrankungen stets weitervererbt werden. Eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover scheint dieses Vorurteil allerdings zu widerlegen, so das Magazin "Hunde Welt". Die Experten untersuchten hierfür insgesamt 55 Hunde, davon 41 Rassehunde und 14 Mischlinge, auf verschiedene Krankheiten. Anschließend errechneten sie, ob bestimmte Leiden bei Mischlingen oder Rassehunden überproportional häufig auftraten.

Vorfahren entscheiden auch bei Mischlingen über die Gesundheit

Das Ergebnis wird viele verwundern, denn einen wirklich eindeutigen Hinweis darauf, dass Mischlinge die gesünderen Hunde sind, gibt es nicht. Fast alle Erkrankungen traten bei Mischlingen prozentual entsprechend ihres Anteils an den untersuchten Hunden auf – also dem Durchschnitt entsprechend. Mischlinge sind also weder gesünder als Rassehunde, noch sind sie häufiger krank. Ausnahme sind Knochenbrüche, die bei Mischlingshunden sogar etwas häufiger auftraten.

Wer sich also einen Mischling als Hund zulegen will, sollte entsprechend nicht davon ausgehen, dass er deshalb grundsätzlich seltener zum Tierarzt mit seinem treuen Begleiter muss. Entscheidender ist da schon die Rassenzusammensetzung, die der Vierbeiner mitbringt. Denn vor allem der Genpool, den der Hund von seinen Vorfahren mitbringt, ist dafür verantwortlich, ob er häufiger an bestimmten Leiden erkrankt oder nicht.

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