Tierkrankheiten

Tollwut beim Hund: Verlauf der tödlichen Krankheit

Das Wichtigste vorweg: Tollwut beim Hund ist extrem selten, gilt in Deutschland sogar als ausgerottet. Da der Verlauf der Krankheit jedoch immer tödlich endet, kann eine Impfung trotzdem sinnvoll sein. Lesen Sie hier, wie die Krankheit übertragen wird und durch welche Symptome sie sich äußert.

Tollwut beim Hund: Verlauf der tödlichen Krankheit – Foto: Shutterstock / Mila Atkovska

Tollwut beim Hund: Verlauf der tödlichen Krankheit – Foto: Shutterstock / Mila Atkovska

Tollwut beim Hund wird durch das sogenannte Lyssavirus ausgelöst. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, gibt es keine Heilung mehr. Sowohl infizierte Tiere als auch Menschen sterben an der Tollwut. Dem Ausbruch der Krankheit sollte daher mit regelmäßigen Schutzimpfungen vorgebeugt werden.

Wie Tollwut beim Hund übertragen wird

Tollwut beim Hund wird üblicherweise durch den Biss eines infizierten Tieres übertragen. Möglich ist theoretisch jedoch auch eine Ansteckung durch den Kontakt der Schleimhäute oder von Hautverletzungen mit dem Speichel kranker Tiere. In Europa sind, wenn überhaupt, Wildtiere wie Füchse, Dachse, Marder, prinzipiell auch Fledermäuse Überträger der Tollwut – die Gefahr, dass eine tollwütige Fledermaus einen Hund beißt oder auch nur in seine Nähe kommt, ist aber verschwindend gering. In den USA können außerdem Stinktiere und Waschbären Tollwut weiterverbreiten.

Gegen die Tollwut beim Fuchs, der als Hauptüberträger galt, wurden unter anderem in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Ländern, der Tschechischen Republik und Italien zur sogenannten oralen Immunisierung Impfköder ausgelegt. Zerbeißt ein Fuchs den Köder, nimmt er einen Impfstoff auf und wird immun gegen das Tollwutvirus. Die Aktion hat Früchte getragen, nach und nach erkrankten immer weniger Füchse an Tollwut, konnten daher auch keine anderen Tiere anstecken, und seit 2008 gilt die Bundesrepublik als nahezu tollwutfrei.

Dennoch kann Ihr Vierbeiner sich zum Beispiel bei Reisen in Länder mit hohem Tollwutrisiko oder durch Tiere, die von dort kommen, mit dem Virus infizieren. Insbesondere Indien und der Rest Asiens sowie Afrika und Lateinamerika haben noch immer mit häufigen Tollwutfällen zu kämpfen. Dort können nicht nur Wildtiere, sondern auch streunende Hunde und Katzen das Virus übertragen.

Tollwutimpfung beim Hund: Ist sie notwendig? Ansehen

Verlauf von Tollwut beim Hund

Nach einer Ansteckung mit Tollwut, lässt sich der Verlauf in drei Stadien gliedern:

● Die Prodromalphase als Anfangsstadium

● Die Exzitationsphase mit den typischen Tollwutsymptomen

● Die Paralysephase kurz vorm Tod

Zu Beginn sind die Krankheitssymptome noch recht diffus. Es macht sich eine Veränderung im Verhalten bemerkbar, der betroffene Hund wirkt nervös und unruhig. Zuvor ängstliche Hunde sind plötzlich nicht mehr so zurückhaltend, außerdem speichelt das Tier auffallend stark und leidet unter Schluckbeschwerden. Die Exzitationsphase geht daraufhin mit der für Tollwut charakteristischen Aggression einher; der Hund schnappt, beißt und ist übererregt. Am Ende erleidet das erkrankte Tier Lähmungserscheinungen, die schließlich in Bewusstlosigkeit münden und mit dem Tod enden.

Der Verlauf der Tollwut ist beim Hund sehr schnell, bereits nach wenigen Tagen ist das Endstadium erreicht. Allerdings sind die Symptome nicht immer gleich, der Verlauf kann variieren. Nur, dass die Krankheit stets tödlich endet, steht leider fest. Daher ist es zur Sicherheit ratsam, mit dem Tierarzt eine Tollwutimpfung zu besprechen, um den Vierbeiner zu schützen.

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Tollwut beim Hund: Verlauf der tödlichen Krankheit:

  • 2014-09-14 21:17:34
    Isabelle Fronte: Tollwut ist eine sehr gefährliche Krankheit, die immer wieder unterschätzt wird. Zum Glück ist Tollwut in Deutschland nicht mehr allzu gängig. Die Tollwut und ihre Symptome sind eigentlich leicht zu erkennen. Tiere mit der Erkrankung sind bissig und haben im Endstadium oft Schaum vor den Mäulern. Sollte man so ein Tier sehen bitte sofort melden.
  • 2014-05-19 08:56:24
    Maurice Kühne: Tollwut ist eine ganz schlimme Krankheit. Ist das Tier erst einmal damit infiziert, hat es leider keine Chance mehr. Zu dem muss der Besitzer dann auch noch aufpassen, dass er sich nicht selbst mit der Tollwut infiziert. Wirklich schlimm.
  • 2014-04-01 22:32:12
    Johannes Gebel: Tollwut ist eine sehr gefährlich Erkrankung. Man kann nur hoffen, dass sich Tier und Mensch nie damit anstecken. Deswegen ist eine Impfung sehr sehr wichtig. Danke für diesen Artikel. Es ist wirklich nochmal gut zu wissen, wie die Krankheit verläuft.
  • 2014-02-06 17:42:08
    Bärbel Schaller-Schmidt: Ich möchte niemals die Erfahrung machen einem Hund mit Tollwut zu begegnen. Oder auch jedes andere Tier mit dieser Krankheit. Die Tiere müssen furchtbar leiden. Ein Todesurteil ist da schon geschrieben. Ich habe meinen Schäferhund gegen Tollwut impfen lassen. Fremde Straßenhunde lasse ich so oder so nicht in seine Nähe. Vorsicht ist immer geboten.
  • 2014-02-02 23:01:43
    Bianca Stürmer: Tollwut ist eine ganz schlimme Krankheit. Das wünscht man wirklich keinem Tier. Ist das Tier allerdings daran erkrankt sollte man es auch einschläfern lassen. Es leidet zu stark und die Ansteckungsgefahr für den Menschen ist leider zu groß.
  • 2014-01-23 23:03:50
    Simone Thalberg: Tollwut ist so eine schlimme Krankheit. Ich habe schon viel davon gehört, jedoch noch nie einen Hund mit Tollwut gesehen. Darüber bin ich eigentlich auch froh. Die Tiere müssen so leiden. Und das könnte ich gar nicht ertragen. Deswegen am besten immer dagegen impfen lassen.
  • 2013-11-17 23:07:48
    Susanne Keller: Oh neun Nadine. Ist der Hund dann auch gestorben? Ich habe ja wirklich große Angst davor, dass mein Hund die Tollwut bekommt. Das kann ja doch mal ziemlich rasch passieren, wenn er immer im Wald umhertobt oder?
  • 2013-11-13 23:18:36
    Nadine Lau: Tollwut ist eine ganz schlimme Krankheit. Ich habe einmal einen Hund gesehen der infiziert war. Es war schlimm. Er war dermaßen aggresiv und aus deinem Maul kam Schaum.
  • 2013-10-02 13:16:58
    Sabine Hartung: Ich bin einmal auf einen Hund gestoßen, der Tollwut hatte. Ganz schlimm. Er war sehr aggressiv und man sah schon, dass er nicht mehr lange leben würde. Das tat mir schon sehr leid.
  • 2013-10-02 12:20:13
    Silke Schultheiss: Ich gehe mit meinem Hund oft in den Wald und habe dort auch immer wieder Angst, dass er sich mal mit einem wilden Tier anlegt das Tollwut hat. Angst davor hätte er ja auf jeden Fall nicht. So wie ich das hier lese ist der Krankheitsverlauf wirklich grausam.
  • 2013-09-10 21:06:10
    Laura Gartner: Also wenn ich das hier richtig lese, ist Tollwut beim Hund nicht heilbar? Es gibt auch keine Spritze oder Tabletten dagegen? Das ist ja wirklich schlimm. Mein Hund rennt oft durch den Wald, da er sehr nah an unserem Haus liegt. Mir ist dabei immer unwohl. Nicht, dass er doch mal gebissen wird und sich mit der Krankheit ansteckt.
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