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Trächtigkeit bei der Hündin erkennen: Anzeichen

Es ist gar nicht so einfach, eine Trächtigkeit bei der Hündin zu erkennen. Sichtbare Anzeichen machen sich erst rund einen Monat nach der Befruchtung bemerkbar. Wenn Sie den Decktermin kennen, können Sie jedoch ausrechnen, wie weit Ihre Hündin sein müsste, und eine mögliche Trächtigkeit beim Tierarzt nachprüfen lassen.

Bis sich nach dem Hunde-"Rendezvous" die Trächtigkeit bei der Hündin bemerkbar macht, dauert es eine Weile – Shutterstock / Tyler Olson

Bis sich nach dem Hunde-"Rendezvous" die Trächtigkeit bei der Hündin bemerkbar macht, dauert es eine Weile – Shutterstock / Tyler Olson

Erst im letzten Drittel der Trächtigkeit bei der Hündin ist es von außen nicht mehr zu übersehen, dass Welpen unterwegs sind. Dann haben die Kleinen einen Wachstumsschub und der Hundebauch wird kugelrund. Wenn Sie vorher wissen wollen, ob Ihre Hundedame Nachwuchs erwartet, kann Ihr Tierarzt Ihnen helfen.

Wie lange dauert die Trächtigkeit bei der Hündin?

Grundsätzlich gilt: Hündinnen können nur in der zweiten Phase ihrer Läufigkeit trächtig werden, da nur in dieser Zeit der Eisprung stattfindet. Die Dauer der Trächtigkeit schwankt zwischen 61 und 65 Tagen nach dem Eisprung. Allerdings ist es für Hundehalter nicht so klar ersichtlich, wann es zum Eisprung kommt. Der Decktermin als Ausgangspunkt ist hingegen einfach zu bestimmen.

Allerdings schwankt die Trächtigkeitsdauer nach dem Decktermin zwischen 54 und 72 Tagen. Das liegt daran, dass sich der Zeitraum verkürzt, wenn die Hündin nach dem Eisprung befruchtet wurde, und verlängert, wenn sie vorher gedeckt wurde. Zudem leben die Spermien des Rüden nach dem Deckakt noch mindestens sechs Tage im Eileiter der Hündin und können dort auf den Eisprung warten. In diesem Fall kann es tatsächlich bis zu 72 Tage nach dem Decktermin dauern, bis die Welpen das Licht der Welt erblicken.

Trächtigkeit im Frühstadium erkennen: Tests beim Tierarzt

Frühestens 21 Tage nach der Empfängnis kann Ihr Tierarzt eine Trächtigkeit bei der Hündin durch einen Bluttest ermitteln. Manchmal ist dieser "Schwangerschaftstest" erst nach 25 bis 28 Tagen zuverlässig. Eine tragende Hündin bildet das Hormon Relaxin, das sich im Blut nachweisen lässt – ist der Relaxinspiegel erhöht, ist das ein sicheres Anzeichen für eine Trächtigkeit und dafür, dass die Föten lebendig sind. Mit diesem Bluttest lässt sich die echte Schwangerschaft von der Scheinträchtigkeit abgrenzen.

Gut einen Monat nach dem Decktermin können Sie außerdem beim Tierarzt eine Ultraschalluntersuchung durchführen lassen. Theoretisch kann bereits ab dem 18. Tag der Trächtigkeit eine Ultraschalluntersuchung erfolgen, aber der spätere Zeitpunkt liefert verlässlichere Ergebnisse. Auf diese Weise kann der Mediziner bereits erahnen, wie groß der Wurf wird, ob tatsächlich alle Welpen leben und ob eventuell Komplikationen bei der Trächtigkeit vorliegen. Ganz sicher lässt sich die Anzahl der Babys jedoch nicht bestimmen. Durch Abtasten kann der Arzt seine Vermutung zwar noch überprüfen, dennoch kann es bei der Geburt zu Überraschungen kommen, weil das eine oder andere Junge übersehen wurde.

Hundewelpen: So läuft die Geburt ab Ansehen

Sichtbare Anzeichen für eine Trächtigkeit

Ein zäher, durchsichtiger bis milchiger Ausfluss aus der Scheide macht sich bereits rund 30 Tage nach der Befruchtung bemerkbar. Sollte der Ausfluss sehr unangenehm riechen, lassen Sie das lieber beim Tierarzt überprüfen, da dies auf eine Komplikation hindeutet. Im letzten Drittel der Trächtigkeit, also ab dem 40. Tag, verändert sich Ihre Hündin merklich in ihrem Erscheinungsbild: So treten die Zitzen hervor und verändern sich farblich, das Gesäuge verdickt sich und der Hundebauch wird immer runder.

Ihre werdende Hundemutter hat außerdem einen gesteigerten Appetit und sollte auch spezielles Futter für trächtige Hündinnen bekommen. Mit einem Stethoskop kann der Tierarzt außerdem den Herzschlag der Welpen hören – mit 200 bis 240 Schlägen pro Minute ist dieser deutlich schneller als der Herzschlag der Hundemutter. In dieser Phase sollten Sie bereits eine gemütliche, warme Wurfkiste für Ihre Hündin vorbereiten, dann hat sie für die Geburt bereits einen ruhigen und bequemen Rückzugsort.

Vorbereitung auf die Geburt: So helfen Sie Ihrer Hündin

Nähert sich der Geburtstermin, sollten Sie bei Ihrer Hündin die Temperatur messen. Zehn bis sechs Tage vorher sinkt diese nämlich auch 37 bis 38 Grad Celsius, kurz vor der Geburt sogar auf 36,5 Grad, bevor sie bei der Geburt wieder steigt. Außerdem zeigt die Hundemutter nun Nestbauverhalten, wirkt unruhig, beleckt ihre Vulva und hat nicht mehr so großen Appetit. Die Wehen erkennen Sie an einem grünlichen Scheidenausfluss und Bauchpressen. Dann sollten Sie Ihre Hündin im Auge behalten sowie die Telefonnummer vom Tierarzt griffbereit haben, damit Sie im (seltenen) Notfall rasch Hilfe holen können.

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