Hundegesundheit

Weintrauben und Rosinen: Gefährlich für Hunde

Auch wenn Hunde verschiedene Obstsorten essen dürfen: Weintrauben und Rosinen gehören nicht dazu. Sie zählen, zumindest, wenn sie in großen Mengen gefressen werden, zu den für Hunde giftigen Lebensmitteln.

Das Fressen von Weintrauben kann gefährlichen Folgen für Hunde haben – Bild: Shutterstock / Artem Kursin

Das Fressen von Weintrauben kann gefährlichen Folgen für Hunde haben – Bild: Shutterstock / Artem Kursin

Was genau an Weintrauben und Rosinen Vergiftungserscheinungen bei Hunden auslöst, wird zurzeit noch erforscht. Dass es an den Früchten selbst, und nicht an eventuellen Belastungen durch Spritzmittel liegt, scheint allerdings sicher, denn auch Tiere, die unbelastete Trauben oder Rosinen gefressen haben, wurden schon mit Vergiftungserscheinungen zum Tierarzt gebracht. Sie traten ein, nach dem das Tier größere Mengen gefressen hatte.

Weintrauben und Rosinen: Welche Menge ist giftig?

Etwa eine Menge von 10 bis 30 Gramm Weintrauben pro Kilogramm Körpergewicht sollen bei Hunden eine Vergiftung verursachen können. Bei einem 20 Kilogramm schweren Hund wären das also zwischen 200 und 600 Gramm. Bei Rosinen soll die gefährliche Menge bei etwa 2,8 Gramm pro Körpergewicht liegen, also für einen 20 Kilogramm schweren Hund bei etwa 56 Gramm. Die Symptome und Folgen einer Vergiftung können schwerwiegend sein.

Symptome einer Vergiftung

Bei einer Vergiftung mit Weintrauben oder Rosinen können Symptome wie apathisches Verhalten, Erbrechen, Durchfall und Probleme beim Wasserlassen auftreten. Bei betroffenen Tieren wird außerdem oft ein erhöhter Kalziumgehalt im Blut festgestellt. Im Ernstfall droht ein lebensbedrohliches Nierenversagen.

Hat Ihr Hund versehentlich eine kleine Menge Weintrauben oder Rosinen gefressen, sollten sich in der Regel keine Symptome einstellen – trotzdem ist es besser, das Obst immer außerhalb seiner Reichweite zu platzieren und im Fall der Fälle lieber einen Tierarzt aufzusuchen.

Ist Knoblauch giftig für Hunde? Ansehen

Bei Verdacht zum Tierarzt

Das Fressen von Weintrauben oder Rosinen löst nicht bei jedem Hund eine Vergiftung aus. Wenn Ihr Hund eine große Menge gefressen hat, sollten Sie mit ihm aber trotzdem lieber einen Tierarzt aufsuchen, um auf Nummer sicher zu gehen. Liegt wirklich eine Vergiftung vor, wird der Tiermediziner versuchen, dem Vierbeiner mit verschiedenen Therapiemöglichkeiten, zum Beispiel dem Legen von Infusionen, zu helfen.

Diese Themen zur Hundeernährung könnten Sie auch interessieren:

Lebensgefahr für Hunde durch Grillreste

Vorsicht giftig! Lebensmittel, die Hunde nicht fressen sollten

Warum Schokolade giftig für Hunde ist

20.05.2018 - 07:52 Uhr Hund hechelt ständig – Ursachen Hechelt ein Hund ohne vorherige Anstrengung und ohne, dass das Wetter sonderlich warm ist, dann kann das ein ... Weiterlesen
13.05.2018 - 08:00 Uhr Hund hat Angst vor Katzen: Was tun? Wenn Ihr Hund Angst vor Katzen hat, sollten Sie ihn vorsichtig mit der fremden Spezies bekanntmachen. In ... Weiterlesen
23.04.2018 - 08:06 Uhr Milben beim Hund: Das hilft wirklich Milben beim Hund – das ist selten eine schöne Diagnose. Im Gegensatz zu Zecken übertragen sie zwar in der ... Weiterlesen
21.03.2018 - 08:11 Uhr Versteckte Hoden beim Hund Wenn bei einem acht Wochen alten Welpen die Hoden noch nicht im Hodensack zu ertasten sind, dann liegt ein ... Weiterlesen
18.02.2018 - 16:05 Uhr Hund stinkt extrem: Ist er krank? Wenn der Hund stinkt, und zwar anders als nach dem normalen Hundegeruch, der ab und zu sehr intensiv sein ... Weiterlesen
12.02.2018 - 15:05 Uhr Sodbrennen beim Hund behandeln Ja, auch Hunde können unter Sodbrennen leiden, auch wenn die Vierbeiner seltener Probleme mit der ... Weiterlesen