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Wenn der Hund taub ist: So helfen Sie ihm

Ein Hund, der taub ist, kann trotzdem ein erfülltes und schönes Leben führen. Er braucht nur ein wenig Hilfe von seinem Lieblingsmenschen. Mit den folgenden Tipps können Sie Ihrem tauben Vierbeiner helfen und ihm den Alltag erleichtern.

Ein Hund, der taub ist, braucht im Alltag Unterstützung – Shutterstock / Michael Pettigrew

Ein Hund, der taub ist, braucht im Alltag Unterstützung – Shutterstock / Michael Pettigrew

Ist Ihr Hund taub, kann er Sie zwar nicht hören, aber er kann Sie sehen, riechen und fühlen. Um ihm zu helfen, können Sie vor allem seinen Sehsinn nutzen. Grundkommandos müssen Sie ihm zum Beispiel über Sichtzeichen und Körpersprache beibringen.

Hund ist taub: Wie sehr ist er eingeschränkt?

Auch nicht taube Hunde orientieren sich vor allem über ihren Geruchssinn und haben einen feinen Tastsinn. Wenn Ihr Hund taub ist, kann er sich also trotzdem noch gut zurechtfinden. Ein Vierbeiner, der nichts hören kann, verlässt sich dafür vermehrt auf seine anderen Sinne und achtet beispielsweise genauer auf optische Reize in seiner Umgebung. Er ist zwar durch die Taubheit eingeschränkt, kann dies jedoch in der Regel gut ausgleichen, sodass er unter seinem Handicap nicht leidet.

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Einem tauben Hund mit Sichtzeichen helfen

Für Sie als Halter kann es eine große Umstellung bedeuten, wenn Sie erstmals einen tauben Hund zu sich holen oder Ihr Vierbeiner zum Beispiel im Alter taub wird. Sie können sich mit Ihrem Liebling dann nicht mehr über Rufe, Pfiffe oder andere Geräusche verständigen, sondern müssen sämtliche Kommandos und Reize in optische Zeichen übersetzen. Im Alltag stehen Sie vor neuen Herausforderungen, da Ihr gehörloser Vierbeiner den Straßenverkehr und andere Geräusche selbst nicht mehr wahrnehmen kann.

Am Straßenrand empfiehlt es sich daher, den Hund angeleint zu lassen und besonders auf ihn zu achten, damit Sie ihm im Bedarfsfall schnell ein Sichtzeichen geben können. Dennoch möchte ein Hund, der taub ist, nicht auf Freilauf und die Begegnung mit Artgenossen verzichten. Hierfür bieten sich freie, aber abgezäunte Flächen und Wiesen an, wo Sie und Ihr tierischer Freund sich gegenseitig stets im Blick behalten können. Bei der Begegnung mit anderen Tierfreunden und Hundehaltern informieren Sie diese am besten über die Taubheit Ihres Hundes. Ansonsten kann es zu bösen Überraschungen kommen, wenn jemand außerhalb des Blickfelds Ihres Vierbeiners ankommt, um ihn zu streicheln. Der Hund könnte sich erschrecken und sich gegen die vermeintliche Gefahr zur Wehr setzen.

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