Parasiten

Zecken bei Hunden als Überträger von Krankheiten

Zecken bei Hunden sind nicht nur unangenehm und lästig, sie können auch verschiedene Krankheiten übertragen. Die häufigsten Krankheiten möchten wir Ihnen hier auflisten, damit Sie im Verdachtsfall schnell einen Tierarzt aufsuchen können.

Zecken bei Hunden können die verschiedensten Krankheiten auslösen — Bild: Shutterstock / Alexandra Giese

Zecken bei Hunden können die verschiedensten Krankheiten auslösen — Bild: Shutterstock / Alexandra Giese

Zecken bei Hunden sind gefährlich: Denn die Parasiten übertragen zahlreiche Krankheitserreger. Weltweit gibt es rund 900 Zeckenarten, 19 davon sind in Deutschland zu Hause. Die häufigsten Vertreter sind der Holzbock, die Auwaldzecke sowie die Braune Hundezecke. Deutlich häufiger als Menschen werden Vierbeiner von den winzigen blutsaugenden Spinnentieren befallen. Welche Krankheiten Zecken bei Hunden übertragen können, zeigt die folgende Übersicht:

Zecken bei Hunden verursachen Anaplasmose

Anaplasmose ist eine Infektionskrankheit, die über Zecken bei Hunden durch Bakterien namens "Anaplasmen" ausgelöst wird. Sie überträgt sich durch den Stich des Gemeinen Holzbocks. Sie kann Hunde, in seltenen Fällen aber auch Menschen, infizieren. Die Krankheit ist neben Deutschland auch in verschiedenen weiteren europäischen Ländern verbreitet, über die Sie sich vor einer Reise von Ihrem Tierarzt informieren lassen sollten. Eine Infektion des Hundes zeigt sich durch Symptome wie Fieber, Teilnahmslosigkeit und Nervenleiden. Sie muss vom Tierarzt mit Antibiotika therapiert werden. Eine Schutzimpfung gegen diese Zecken bei Hunden gibt es derzeit noch nicht.

Babesiose: Im Mittelmeerraum verbreitet

Babesiose wird auch als "Hundemalaria" bezeichnet, da ihre Krankheitserreger die roten Blutkörperchen des Hundes befallen. Die Krankheit kommt hauptsächlich in Mittelmeerregionen vor, kann aber vereinzelt auch in Deutschland übertragen werden, zum Beispiel durch die Auwaldzecke. Infizierte Hunde bekommen ein bis drei Wochen nach dem Stich hohes Fieber, das in schweren Fällen tödlich enden kann. Ihr Urin verfärbt sich durch den Abbau der roten Blutkörperchen dunkelbraun. Sinkt das Fieber, wirken die Tiere matt und angeschlagen. Außerdem leiden sie oft an Appetitlosigkeit und Augenentzündungen. In besonders gefährdeten Regionen sollte man seinen Hund mit einer Impfung vor der Babesiose-Krankheit schützen.

Zecken bei Hunden vorbeugen und entfernen Ansehen

Gefährliche Krankheit: Borreliose

Mit Borreliose-Krankheiten können sich Mensch und Hund in Deutschland und in vielen anderen europäischen Regionen infizieren. Nach dem Zeckenbiss breiten sich die Bakterien im Blutkreislauf des Hundes aus und können Gelenke, Nervensystem sowie Organe befallen. Häufig bleibt Borreliose zunächst unentdeckt. Fieber, Appetitlosigkeit und Apathie können bei einem erkrankten Tier auftreten. Später treten Lahmheitsschübe und Gelenkprobleme auf. Ohne Behandlung kann es schließlich zu schweren Schäden an Herz und Nieren kommen. Eine Impfung gegen Borreliose ist zwar möglich, jedoch ist ihre Wirksamkeit umstritten, weshalb eine Vorbeugung gegen diese Zecken bei Hunden empfohlen wird.

Ehrlichiose kann tödlich enden

Ehrlichiose-Krankheiten befallen die weißen Blutkörperchen des Hundes. Sie werden von der Braunen Hundezecke übertragen und kommen in europäischen Mittelmeerregionen vor. Die Krankheit kommt schleichend daher und bricht häufig erst nach Jahren aus. Symptome wie Fieber, Mattigkeit und Blutungen aus der Nase, an den Schleimhäuten und der Haut sind typisch für die Krankheit, die meist chronisch wird und unbehandelt zum Tod führen kann. Auch hier hilft nur Vorbeugen durch Zeckenpräparate und regelmäßige Fellkontrolle, denn eine Impfung gegen diese Zecke bei Hunden gibt es nicht.

FSME durch Zecken bei Hunden

Mit dem FSME-Virus können sich Hunde in deutschen, besonders süddeutschen Regionen, über den Holzbock infizieren. Darüber hinaus sind die Erreger für diese Zecken in Osteuropa verbreitet. Nicht bei jedem infizierten Hund treten jedoch Erkrankungssymptome auf. Meistens werden sie bei großen Hunderassen beobachtet und umfassen Symptome wie Fieber und neurologische Leiden wie Epilepsie sowie Bewegungsstörungen. Auch hier besteht leider keine Möglichkeit, den Hund durch Impfung vor den Zecken-Krankheiten zu schützen.

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Zecken bei Hunden als Überträger von Krankheiten:

  • 2014-01-10 09:07:57
    Melinda Kruppe: Ein Zeckenbiss beim Hund kann ziemlich gefährlich werden. Deswegen sollte man immer darauf achten, dass man seinen Hund nach Spaziergängen absucht und schaut ob er sich Zecken eingefangen hat.
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