Barfen

Barfen: Worauf Sie bei der Frischfleischfütterung achten sollten

"Zurück zum Frischfleisch" lautet das Credo der "Barf"-Befürworter. Um Ihrem Hund auch eine tatsächlich ausgewogene Ernährung zu bieten, sollte neben Fleisch und Knochen auch Obst und Gemüse nicht auf dem Speiseplan fehlen. Erfahren Sie hier die wichtigsten Tipps zum Barfen.

Barfen: Worauf Sie bei der Frischfleischfütterung achten sollten – Bild: Shutterstock / M.M.

Barfen: Worauf Sie bei der Frischfleischfütterung achten sollten – Bild: Shutterstock / M.M.

Tipp: Vor dem Barfen Tierarzt befragen

Wer ganz genau wissen will, was sein Hund zu sich nimmt, bereitet ihm das Futter selbst zu. Wichtig hierbei gesunder Mix aus Frischfleisch, Fisch, Gemüse und Obst sowie die Zugabe verschiedener Mineralstoffe. Grundsätzlich sollten Sie jedoch nie mit dem Barfen beginnen, ohne vorher Rücksprache mit dem Tierarzt zu halten. Dieser kann Ihnen nicht nur allgemeine Tipps zur Frischfleischfütterung geben, er weiß auch, was genau Ihr Liebling braucht. Schließlich muss das Futter auf Hunderasse, Alter und natürlich den Gesundheitszustand des Hundes abgestimmt sein. Nicht zuletzt kann er Ihnen auch sagen, wie viel Energie und entsprechend welche Futtermengen Ihr Hund benötigt. Denn anders als beim Dosenfutter müssen Sie beim Barfen selbst genau wissen, wie viel Energie das Futter liefert und welche Nährstoffe es enthält.

Deshalb ist das vielleicht Wichtigste beim Barfen eine ausgewogene Zutatenwahl, damit Ihr Hund alle wichtigen Nährstoffe wie Fette, Kohlenhydrate, Proteine, Vitamine sowie Mineralstoffe bekommt. Grober Richtwert beim Barfen: Das Futter sollte zu rund 70 bis 90 Prozent aus Rohfleisch bestehen, der Rest wird mit Gemüse, Obst und weiteren Lieferanten von Nähr- und Mineralstoffen aufgefüllt. So sind beispielsweise auch Omega-3-Öle wie Leinöl oder Distelöl wichtig, damit Ihr Hund überhaupt alle Nährstoffe aufnehmen kann.

Fehler beim Barfen: Schweinefleisch niemals roh verfüttern

Bei der Auswahl von Fleisch und Gemüse sind Sie generell recht frei und sollten sich an den Vorlieben Ihres Hundes orientieren – mit einer Ausnahme: Verfüttern Sie niemals rohes Schweinefleisch. Hier besteht die Gefahr, dass sich Ihr Hund mit dem sogenannten Aujeszky-Virus infizieren könnte. Während das Virus für den Menschen ungefährlich ist, endet eine Infektion für den Hund immer tödlich.

Gemüse und Obst sollten beim Barfen übrigens nur dann roh verfüttert werden, wenn es zuvor püriert wurde. Andernfalls kann Ihr Hund nicht alle benötigten Nährstoffe aufnehmen. Alternativ können Sie es auch kochen oder dünsten.

Barfen: Worauf Sie bei der Frischfleischfütterung achten sollten:

  • 2015-01-20 11:40:50
    Chris Bach: Die Pseudowut (auch Pseudorabies, Pseudolyssa, Juckseuche, Juckpest, Infektiöse Bulbärparalyse, Tollkrätze, Morbus Aujeszky, Aujeszky-Krankheit, Aujeszkysche Krankheit ; engl.: mad itch) ist eine durch das Aujeszky-Virus hervorgerufene anzeigepflichtige Tierseuche mit geringer Pathogenität für den Menschen. Der Erreger gehört zur Familie der Herpesviren, Subfamilie Alphaherpesvirinae, Genus Varicellovirus. Er wird auch Pseudorabiesvirus (PRV) oder Suides Herpesvirus 1 (SHV-1) genannt. Sein eigentlicher Wirt sind Schweine (lat.: Suidae), daher der Name des Virus. Die Krankheit ist nach dem ungarischen Tierarzt Aladár Aujeszky benannt. Epidemiologie und Symptome Bei nahezu allen Säugetieren verläuft die Infektion tödlich. Primaten und Menschen sind jedoch für das Virus nicht empfänglich. Beim Schwein verläuft sie als zyklische Allgemeininfektion mit Virusausbreitung über Lymph- und Blutgefäße und Nerven. Zentralnervensystem und die Schleimhäute des Respirationstraktes sind bevorzugte Manifestationsorgane. Wie bei allen Herpesinfektionen gibt es bei SHV-1 bei Schweinen eine latente (meist lebenslängliche) Infektion, welche insbesondere unter Stress reaktiviert wird. Bei Rindern, Hunden, Katzen und Schafen kommt es schnell zu einer Gehirn- und Rückenmarksentzündung mit zentralnervösen Erscheinungen, bei Rindern und Hunden zusätzlich zu starkem Juckreiz, und danach zum Tod des Tieres. Alle diese sogenannten „Endwirte“ scheiden zu keinem Zeitpunkt das Virus aus und müssen sich via Schwein angesteckt haben (eventuell auch über verseuchte Gerätschaften, verschmutzte Stiefel und so weiter). Saugferkel zeigen neuronale Symptome mit Ataxien und Krämpfen, meist verenden sie innerhalb weniger Tage. Schweine in einem Alter von mehr als vier Wochen überleben die Krankheit, sie sind die eigentlichen Hauptwirte des Virus. Jüngere Schweine zeigen noch neuronale Symptome, Mastschweine zeigen respiratorische Symptome. Die Krankheit führt in den Schweineproduktionsbetrieben zu großen Verlusten einerseits durch die Ferkelsterblichkeit, andererseits durch die verminderten Tageszunahmen und der damit verbundenen verlängerten Mastperioden. Die Ansteckung erfolgt über direkten (von Schwein zu Schwein) oder indirekten Kontakt (Lastwagen nicht gereinigt, Futterlieferanten, Besucher), in seltenen Fällen auch über die Luft. Die häufigste Ansteckungsquelle sind zugekaufte latent infizierte Zuchttiere (Ortswechsel = Stress = Reaktivierung) oder infizierte Mastferkel. Bekämpfung Pseudowut ist anzeigepflichtig und wird in vielen Ländern staatlich bekämpft. Sanierungsmaßnahmen beinhalten die Überwachung der Schweinepopulation durch regelmäßige Blutproben, Sanktionen wie Sperrung von Betrieben und Keulung. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit einer Impfung, diese wird in stark verseuchten Gebieten mit Erfolg angewandt, allerdings schützt sie nur vor den Symptomen (keine Verluste für den Bauern), nicht vor einer Infektion. Auch geimpfte Tiere können latente Herpesinfektionen aufweisen und diese gegebenenfalls in eine ungeimpfte Population einschleppen. Daher muss in offiziell anerkannten virenfreien Ländern die Impfung verboten werden (wie z. B. in der Schweiz). Eine große Gefahr stellt die Einschleppung der Krankheit durch Wildschweine in artgerechte Schweinehaltungen (mit Auslauf im Freien) dar. Pseudowut-freie Länder Im Jahr 2004 als Pseudowut-frei geltende Länder in Europa: Dänemark, Deutschland, Luxemburg, Österreich, Finnland, Schweden, Schweiz, Tschechische Republik, Vereinigtes Königreich, Republik Zypern Die obigen Angaben beziehen sich primär auf Hausschweine, Fälle von Aujeszkyscher Krankheit beim Wildschwein können auch in Ländern auftreten, deren Hausschweinbestand nicht von der Krankheit betroffen ist. In Deutschland und Österreich sind sporadische Todesfälle bei Jagdhunden bekannt, die sich während der Wildschweinjagd mit dem Virus anstecken.[1] In NRW beispielsweise sind annähernd 10 % der Wildschweine Virusträger.[2] Es ist anzunehmen, dass für angrenzende bzw. andere Länder ähnliche Werte gelten. Somit ist Fehler beim Barfen: Schweinefleisch niemals roh verfüttern ausgehebelt :)
  • 2014-04-30 21:33:50
    Nadine Lau: An Christa: So ein niedlicher Hund und liebe Grüße zurück. Ich kann nur aus Erfahrungen sagen, dass bargen jedem Hund gut tut. Viele Freunde von mir machen es und sie meinen, dass ihre Hunde seither viel gesünder und auch fiter sind.
  • 2014-04-15 21:53:40
    Bianca Stürmer: Danke für diesen Artikel. Ich überlege gerade meinen Hund zu bargen. Ich möchte alles selbst zubereiten, sodass ich weiß, was in der Nahrung drin ist. Mein Hund hat einen sehr empfindlichen Magen und verträgt vieles an Futter nicht. Das mit dem Schweinefleisch habe ich auch schon gehört. Eine sehr wichtige Info.
  • 2014-04-13 06:32:30
    Christa Tetour: Liebe grüsse .justin aus wien
  • 2014-03-03 23:37:17
    Bärbel Schaller-Schmidt: Barfen ist ganz wunderbar. Hunde mögen das ganz besonders. Da weiß man wenigstens was der Hund auf dem Teller hat.
  • 2013-07-29 13:00:00
    Laura Gartner: Ich hatte auch überlegt ob ich mit dem barfen bei meinem Hund anfangen soll. Bisher habe ich mich aber noch nicht getraut. Ich habe ein wenig Angst, dass mein Kleiner das rohe Fleisch nicht verträgt. Habt ihr denn schon gute Erfahrungen damit gemacht? Bzw. was spricht denn für das Barfen?
  • 2013-07-29 11:05:46
    Susanne Keller: Ich habe vor 2 Jahren mit dem barfen angefangen. Erst gab es einige Probleme, da mein Hund das rohe Fleisch nicht gut vertragen hat. Aber nachdem ich mich nochmal intensiv mit meinem Tierarzt über das Thema unterhalten habe, klappt es wunderbar. Das mit dem Schweinefleisch ist wirklich eine wichtige Informationen. Nich auszudenken was passieren kann, wenn man das nicht wüsste.
  • 2013-04-28 18:16:04
    Michael Schiffer: Ich halte nicht viel vom barfen. Ich habe es bei meinem Hund probiert und er hat es nicht vertragen. Ich bin dann wieder auf normales Trockenfutter umgestiegen. Allerdings habe ich von vielen anderen Hundebesitzern gehört, dass ihre Hunde barfen sehr gut vertragen.
  • 2013-04-26 17:55:18
    Johanna Wechsler: Sehr gut zu wissen, dass man beim barfen kein Schweinefleisch verfüttern darf. Das wusste ich bisher noch nicht. Ich war bisher immer ein wenig skeptisch bei diesem Thema. Bisher habe ich immer das normale Hundefutter aus dem Supermarkt gekauft. Das soll sich nun ändern.
  • 2013-02-04 20:00:31
    Marie Zenzer: Danke für die Überarbeitung des Artikels! Mit dieser Version bin ich einverstanden :-)
  • 2013-02-02 12:33:39
    : Hallo Marie, danke für dein wachsames Auge – wir werden uns deinen Kommentar zu Herzen nehmen und die entsprechenden Infos nachrecherchieren.
  • 2013-02-01 23:09:56
    Marie Zenzer: Sehr oberflächlicher und schlechter Artikel! Schweinefleisch als Futterfleisch aufzuzählen, der gröbste Patzer, jeder der sich auch nur ein bisschen mit Hundeernährung befasst, weiß, dass Schweinefleisch absolut tabu ist, schlimmstenfalls für den Hund tötlich sein kann! Angst vor Salmonellen zu schüren - unnötig, weil Unfug! Und als Beigabe lediglich Getreide anzuführen, ist ebenfalls falsch; Getreide sollte nur in Maßen beigefügt werden, es kann sogar darauf verzichtet werden, vom dringend benötigten Gemüse oder Obst, ist hier garnix zu lesen. Wer immer diesen Artikel verfasst hat, hat absolut keine Ahnug vom Barfen und sich auch nicht informiert.
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