Hundeernährung

Dürfen Hunde Knochen fressen?

Bei der Zubereitung von Fleisch stellt sich vielen Hundebesitzern die Frage, ob sie die Knochen an ihren geliebten Vierbeiner verfüttern dürfen. Die Antwort darauf hängt von verschiedenen Faktoren ab. 
Hunde lieben Knochen – beim Füttern sollte aber einiges beachtet werden – Shutterstock / Simone van den Berg
Hunde lieben Knochen – beim Füttern sollte aber einiges beachtet werden – Shutterstock / Simone van den Berg

Richtig gefüttert sind Knochen ein beliebter Hundesnack. Mit gesundem Calcium können Sie die Hundeernährung wertvoll ergänzen und die Zähne gesund halten. Mal ganz davon abgesehen sind sie bei den meisten Vierbeinern heiß begehrt. Falsch gefüttert können Sie Ihre geliebte Fellnase allerdings auch in Gefahr bringen.

Diese Arten von Knochen sind gefährlich

Splittert ein Knochen, kann ein Hund sich daran gefährliche innere Verletzungen zuziehen. Knochensplitter können im schlimmsten Fall die Darmwände durchbohren. Wird ein zu großes Knochenstück verschluckt, kann dies zu Verstopfung führen. Um diesem Risiko zu entgehen, sollten Sie den beliebten Hundesnack mit Bedacht auswählen. Ein hohes Splitterrisiko besteht zum Beispiel bei Geflügelknochen und den Knochen von älterem Schlachtvieh. Darüber hinaus bei allen Knochen, die erhitzt wurden. Egal, ob gebraten, gekocht, oder gegrillt: Die Struktur eines Knochens wird durch Erhitzen porös und damit gefährlich für Hunde.

Die Auswahl geeigneter Hundeknochen

Füttern Sie nur rohe Knochen und niemals welche, die in irgendeiner Form erhitzt wurden. Sehr gut geeignet für die rohe Fütterung sind Knochen von Jungtieren, zum Beispiel von Lamm oder Kalb. Sie neigen weniger zum Splittern und sind noch besonders reich an Mineralien und Spurenelementen. Wer Biofleisch nimmt, denkt damit nicht nur an die Schlachttiere, sondern auch daran, sein Haustier mit so wenig Schadstoffen wie möglich zu belasten.

In Maßen und unter Aufsicht füttern

Frisst ein Hund zu viele Knochen, kann das eine Verstopfung zur Folge haben – füttern Sie den Hundesnack also immer nur in kleinen Mengen. Vor allem, wenn Ihr Haustier nicht daran gewöhnt ist, sollten Sie zunächst mit einem kleinen Stück versuchen, ob er den Leckerbissen verträgt. In Kombination mit Fleisch sind Knochenteile besser verdaulich für den Hund, so, dass am besten immer beides zusammen gefüttert wird. Lassen Sie Ihren Vierbeiner den Knochen unter Aufsicht fressen, denn auch bei größter Vorsicht ist das Absplittern eines Knochenstücks nicht ganz auszuschließen.

Wenn Sie Ihren Hund mit Knochen füttern, sollten Sie grundsätzlich auf dessen Verdauung achten. Zu viel Knochen im Futter kann zu Verstopfung führen, zu viel Knorpel zu Durchfall. Eine Faustregel sagt: Füttern Sie maximal zehn Gramm Knochen pro Kilogramm Körpergewicht. Übrigens: Die bei Hunden in der Regel beliebtesten Knochen mit Fleischanteil sind Rinder- und Kalbs-Brustknochen, Lammrippchen und Markknochen.

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