Barfen

Hunde füttern: Barf mit Frostfleisch

Wer seinen Hund nach der Barf-Methode ernähren möchte, steht vor dem Problem der Frischhaltung der Lebensmittel. Frostfleisch zu kaufen ist hier eine gute Möglichkeit für Tierhalter. Wo Sie das gefrorene Fleisch bekommen und wie Sie es am besten verfüttern, erfahren Sie hier.

Rohes Fleisch ist der Hauptbestandteil beim Barf für Hunde – Shutterstock / steffiheufelder

Rohes Fleisch ist der Hauptbestandteil beim Barf für Hunde – Shutterstock / steffiheufelder

Beim Barfen bekommt der Hund grundsätzlich nur rohes, unverarbeitetes Fleisch – am besten aufgetautes Frostfleisch – sowie püriertes Obst und Gemüse zu fressen. Das soll der ursprünglichen Ernährung der Wölfe am meisten ähneln und so besser verträglich für die Tiere sein.

Barf: Nur rohes Fleisch und Gemüse

Wer nicht jeden Tag frisches Fleisch kaufen beziehungsweise selbst produzieren kann, braucht natürlich einen Vorrat davon. Aber wie bleibt es frisch und gesund für Ihren Vierbeiner? Frostfleisch heißt hier die Lösung. Das eingefrorene Futter kann sogar sehr lange gelagert werden, ohne dass es schlecht wird. Ein weiterer Vorteil des Einfrierens: Die Vitamine, Mineralstoffe und anderen Nährstoffe bleiben erhalten. Gekochtes Futter verliert im Gegensatz dazu zum Teil Nährstoffe.

Frostfleisch für den Hund kaufen

Frostfleisch für das Barfen können Sie ganz bequem im Internet bestellen. Viele Onlineshops bieten eine gute Auswahl an gefrorenem Frischfleisch für Hunde an. Beliebte Sorten sind etwa Rindfleisch, Pansen, Kalb, Lamm oder Hühnchen – die meisten Fleischsorten werden inklusive Knochen tiefgekühlt. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf eine gute Qualität des Fleisches und schließen Sie Produkte mit unnötigen Inhaltsstoffen aus.

Frostfleisch füttern: Vorher auftauen!

Tauen Sie das Fleisch ein paar Minuten im warmen Wasserbad auf, bis es nicht mehr gefroren ist. Achten Sie allerdings darauf, dass das Wasser nicht kocht – denn sobald das Fleisch nicht mehr roh ist, gehen die Vorteile des Barfens verloren und Nährstoffe werden zerstört. Ist das Frostfleisch aufgetaut, können Sie es gemeinsam mit etwas Gemüse füttern. Denken Sie daran, dass ein Gemüseanteil von etwa 20 bis 30 Prozent pro Mahlzeit wichtig für Ihren Hund ist.

Barfen im Urlaub: Tipps Ansehen

Barf mit Frostfleisch: Qualität beachten

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Frostfleisch bestellen, denn nicht immer ist die Qualität einwandfrei. Schauen Sie sich mehrere Angebote an, damit Sie einen Eindruck davon gewinnen, wie hoch der Durchschnittspreis ist und lassen Sie von auffallend günstigen Produkten lieber die Finger. Werfen Sie zur Sicherheit einen Blick auf die Zutatenliste – gerade bei Fertigmischungen können sonst minderwertige oder für den Hund unnütze Inhaltsstoffe untergemogelt sein, sodass der positive Effekt von Barf mit Frostfleisch hinfällig ist. Wichtig ist etwa, dass die Zutaten exakt beschrieben werden und nicht bloß vage als "Fleisch", "Öle und Fette" oder "Pflanzliche Nebenerzeugnisse" auf der Liste stehen.

Ebenfalls nicht zu empfehlen ist Fertigbarf, das pauschal "Innereien" auf der Zutatenliste stehen hat. Niere und Leber sind zum Beispiel nicht unbedingt gesund, da sie Schadstoffe enthalten können. In geringen Mengen ab und zu schaden sie Ihrem Hund jedoch nicht und liefern wertvolle Vitamine.

Frostfleisch für den Hund selber machen

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sein Frostfleisch auch selbst herstellen und die fertig gemischten Mahlzeiten portionsweise einfrieren. Erwachsene Hunde und Junghunde brauchen ungefähr ein Drittel Gemüse und zwei Drittel gutes Muskelfleisch, vierbeinige Senioren vertragen es besser, wenn Gemüse und Fleisch jeweils zur Hälfte gemischt sind. Das Fleisch können Sie entweder online bestellen oder beim Metzger Ihres Vertrauens kaufen und anschließend im Fleischwolf zerkleinern oder in Stücke schneiden.

Achtung! Schweinefleisch ist für Barf ungeeignet, da es im rohen Zustand den Erreger für die Aujeszkysche Krankheit enthalten kann, die sowohl für Katzen als auch für Hunde tödlich verläuft. Gemüse sollten Sie ebenfalls nicht roh verfüttern. Wenn Sie es vor der Verarbeitung andünsten beziehungsweise kochen, ist es für Ihren Vierbeiner besser verträglich. Geeignet sind zum Beispiel Spinat, Kartoffeln, Kürbis, Zucchini oder Karotten. Überdies können Sie die Menüs für Ihren Liebling mit hochwertigen Ölen verfeinern.

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