Ernährungstipps

Ist Getreide im Hundefutter ungesund?

Hunde sind Fleischfresser. Trotzdem ist ein gewisser Anteil an Getreide im Hundefutter seit vielen Jahrzehnten Standard. Ist das ungesund für Ihren Liebling? Nicht unbedingt.

Getreide im Hundefutter: Gesund oder nicht? — Bild: Shutterstock / Kevin Duffy

Getreide im Hundefutter: Gesund oder nicht? — Bild: Shutterstock / Kevin Duffy

Getreide in industriell hergestelltem Hundefutter ist nichts Ungewöhnliches. Aber viele Hundebesitzer fragen sich, ob eine solche Ernährung auf Dauer nicht ungesund für Ihren Vierbeiner ist. Schließlich sind Hunde keine Pflanzenfresser. Sehr selten kann es bei Hunden mit einer empfindlichen Verdauung tatsächlich zu Unverträglichkeiten kommen, wenn sie zu viel Getreide im Futter verdauen müssen.

Vor allem bei Hunden mit Diabetes sollten Sie eine zu getreidehaltige Ernährung vermeiden. Und natürlich ist Fleisch eine wichtige Zutat für ausgewogenes Hundefutter.

Ungefährlich: Getreide im Hundefutter

Trotzdem: Generell ungesund ist Getreide im Hundefutter nicht. Einige Hundebesitzer befürchten, dass zu viel Getreide in der Nahrung bei Ihrem vierbeinigen Freund Allergien auslösen könnte. Allergien gegen Getreideeiweiß kommen zwar auch bei Hunden vor – aber nicht häufiger als Allergien gegen andere Eiweiße, wie in Fleisch oder Eiern.

Oft wird auch angenommen, dass Getreide im Hundefutter Verdauungsprobleme bei den Tieren auslöst. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Hunde sind sogar sehr gut darin, das im Getreide enthaltene Kohlenhydrat Stärke zu zersetzen und in Energie umzuwandeln.

Getreide im Hundefutter ist sogar sehr wertvoll für unsere treuen Gefährten – als ergänzender Energielieferant. Anders als bei Katzen kann sich das Verdauungssystem der Hunde extra an stärkereiches Futter anpassen. Der Grund: Hunde würden auch in der Natur Kohlenhydrate in dieser Form zu sich nehmen.

Einerseits haben schon Wölfe ihre Beutetiere mitsamt des pflanzlichen Mageninhaltes gefressen – und auf diesem Weg regelmäßig Getreide zu sich genommen. Andererseits haben sich Hunde im Verlauf der Domestizierung an die Ernährungsgewohnheiten des Menschen angepasst. Deshalb ist ein gewisser Anteil von Getreide in der Nahrung für sie nicht ungewöhnlich.

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Ungesund: Schlechtes Hundefutter erkennen

Futterangebote ohne Getreide für Hunde sind im Trend. Aber Hunde nur mit Fleisch zu ernähren ist nicht artgerecht und führt sogar zu Mangelerscheinungen. Eine ausgewogene Zusammensetzung des Futters ist entscheidend.

Ungesund wäre es, läge der Anteil der Kohlenhydrate in der Nahrung bei über 60 Prozent. Kaum ein Hersteller würde aber die tägliche Dosis Getreide im Hundefutter so erhöhen, dass die Tiere sie nicht mehr vertragen.

Wenn Sie sich selbst überzeugen wollen, dann vergleichen Sie die jeweiligen Mengen der Inhaltsstoffe auf der Futterdose: Ein hoher Anteil Eiweiß spricht für viel Fleisch in der Nahrung. Trockenfutter enthält meist rund 28 Prozent Eiweiß, Dosenfutter um die 45 Prozent. Viele Kohlenhydrate bedeuten meist mehr Getreide oder Kartoffeln.

 

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Ist Getreide im Hundefutter ungesund?: Alle Kommentare

  • 2014-10-14 14:37:29
    Alla Dorenko: Was sagt eigentlich ein Tierarzt dazu? Dr. Altstaedten, ein Tierarzt mit 40 Jahren Berufserfahrung (bekannt auch als „Dr. Wolf“ aus dem VOX Haustiermagazin) hat in einem Interview folgendes zu Getreide im Hundefutter gesagt: „Getreide ist für Fleischfresser nicht artgerecht und gehört daher auch nicht in ein Hundefutter. Das ist naheliegend und wird doch wenig beachtet. Deswegen ist Getreide mittlerweile zu einem der häufigsten Allergieauslöser bei Hunden geworden. Sie geben einer Kuh ja auch kein Fleisch zu fressen, oder?“ Gefunden habe ich das Zitat auf der Homepage von Wolfsblut (wolfsblut.com).
  • 2014-03-20 22:01:27
    Bianca Stürmer: Würde ich so pauschal gar nicht sagen. Ich glaube es kommt vor allem darauf an, wie euer Hund das Hundefutter verträgt und gerade Hundefutter ohne Getreide ist so eine Sache. Der eine Hund kann es gut vertragen und der andere nun wieder nicht.
  • 2014-03-03 23:40:20
    Bärbel Schaller-Schmidt: Hundefutter ohne Getreide ist um einiges besser. Ich barfe meinen Hund aber früher habe ich immer Hundefutter aus dem Supermarkt gekauft. Das hat mein Hund gar nicht gut vertragen.
  • 2014-02-19 23:40:21
    Sabine Schulz: Ich kaufe mein Hundefutter immer bei meinem Fachmann des Vertrauens. Die Produkte sind rein biologisch. Hundefutter ohne Getreide ist meiner Meinung nach deutlich besser. Hunde vertragen Getreide nicht besonders gut.
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