Ernährungstipps

Vitamine für den Hund: Gesundheit und Abwehrkräfte

Eine wohldosierte Zufuhr an Vitaminen ist essenziell für den Stoffwechsel Ihres Hundes. Vitamine stärken die Abwehrkräfte und unterstützen verschiedene natürliche Prozesse wie den Fellwechsel. Aber welche Funktionen haben die gesunden Nährstoffe noch und in welchen Nahrungsmitteln sind sie enthalten?

Vitamine für den Hund: Welche sind wichtig? — Bild: Shutterstock / gillmar

Vitamine für den Hund: Welche sind wichtig? — Bild: Shutterstock / gillmar

Normalerweise enthält hochwertiges Hundefutter bereits eine ausgewogene Vitaminzusammensetzung. Wenn Sie trotzdem das Gefühl haben, dass es Ihrem Liebling an etwas fehlt, fragen Sie am besten Ihren Tierarzt nach Bedarf und Dosierung. Wichtig ist, dass Ihr Vierbeiner "echte", also natürliche Vitamine bekommen, die weder langen Verarbeitungswegen, noch langen Lagerzeiten ausgesetzt waren. Diese sind meist hochwertiger als synthetisch hergestellte Vitamine in Futterzusätzen.

Wichtiger Unterschied: Fett- und wasserlösliche Vitamine

Wasserlösliche Vitamine können von Ihrem Vierbeiner problemlos aufgenommen werden, während fettlösliche Vitamine an Fett als Transportmittel gebunden sind. Zu den fettlöslichen Substanzen zählen die Vitamine A, D, E und K. Vitamin A stärkt die Abwehrkräfte und das Sehvermögen Ihres Hundes. Es sorgt für einen gesunden Stoffwechsel, ist gut für Haut und Schleimhäute und ist in Kalbsleber, Spinat, Möhren und Ei enthalten. Vitamin D hilft bei der Kalziumaufnahme und ist wichtig für den Knochenbau. Fisch, Lebertran oder Eigelb sind besonders reich an Vitamin D.  Vitamin E bezieht Ihr Hund hingegen aus Weizenkeimöl; es wirkt sich unter anderem positiv auf die Fruchtbarkeit aus. Vitamin K ist wichtig für die gesunde Blutgerinnung und wird normalerweise im Dickdarm des Hundes produziert.

Vitamin B, C und H: Wasserlösliche Vitamine und ihre Funktionen

Die wasserlöslichen B-Vitamine werden unterteilt in B1 für das Nervensystem, B2 für Wachstum, Eiweiß- und Fettstoffwechsel. B2 lässt sich beispielsweise über Bierhefe oder Leber zufüttern. Vitamin B6, das ebenfalls in Bierhefe, aber auch Ochsenherz enthalten ist, wirkt sich positiv auf die Blutbildung aus. Um Vitamin C aus frischem Obst und Gemüse brauchen Sie sich im Regelfall keine Gedanken zu machen: Es wird vom Hund selbst gebildet. Es ist wichtig für die Abwehrkräfte und stärkt das Bindegewebe. Vitamin H, auch Biotin genannt, ist schließlich das Vitamin für Haut und Haar. Es ist in Nieren, Leber und Vollkornprodukten enthalten.

Was ist gesünder? Barf oder konventionelles Hundefutter? Ansehen

Braucht mein Hund Vitaminzusätze im Futter?

Der Vitaminbedarf von Hunden ist unter anderem abhängig von Faktoren wie Alter, Krankheit, Gewicht und Betätigung. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über den Vitaminbedarf Ihres vierbeinigen Lieblings. Bekommt Ihr Hund hochwertiges Vollfutter, ist eine Ergänzung mit Vitaminpräparaten in der Regel nicht nötig. Eine Überdosierung von Vitaminen beim Hund kann sogar zu Krankheitserscheinungen führen. Lediglich dann, wenn Ihr Hund an einem nachgewiesenen Vitaminmangel leidet, etwa durch Fehlernährung oder eine Darmkrankheit, können Vitamine nach Anordnung des Tierarztes beigesetzt werden. Auch dann, wenn Sie das Hundefutter selber machen und durch das Kochen viele Vitamine zerstören, kann eine Beigabe sinnvoll sein – sollte jedoch auch mit dem Tierarzt abgesprochen werden.

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