Erziehungstipps

Belohnung für Hunde: Das müssen Sie beachten

Die richtige Belohnung für Hunde kann für den Erziehungserfolg entscheidend sein. Die Vierbeiner zeigen nämlich vor allem dann das von ihnen gewünschte Verhalten, wenn es sich für sie lohnt. Was die Fellnasen als tolle Belohnung empfinden und was nicht, hängt jedoch auch vom jeweiligen Hund ab. Hier finden Sie ein paar Tipps.

Dieser Hund genießt seine Belohnung in Form einer Streicheleinheit – Shutterstock / Ermolaev Alexander

Dieser Hund genießt seine Belohnung in Form einer Streicheleinheit – Shutterstock / Ermolaev Alexander

In der Hundeerziehung wird viel über positive Verstärkung erreicht – richtiges Verhalten wird belohnt. Ergänzend dazu gibt es die negative Verstärkung, bei der es keine Belohnung für Hunde gibt, die sich nicht wie gewünscht benommen haben. Damit das funktioniert, muss die Belohnung natürlich für Hunde besonders verlockend und wertvoll sein. Folgendes sollten Sie dabei beachten:

Diese Arten der Belohnung für Hunde gibt es

Es müssen nicht immer Leckerlis sein, die als Belohnung für Hunde infrage kommen. Einerseits ist nicht jeder Hund ein Schleckermaul, das sich über köstliche Futterstückchen motivieren lässt. Andererseits müssen Hunde, die keine Leckerei ablehnen können, manchmal etwas gebremst werden, damit sie kein Übergewicht bekommen. Darüber hinaus muss das Leckerli auch etwas Besonderes sein, damit es sich ausreichend vom üblichen Hundefutter unterscheidet.

Möglicherweise lässt sich Ihr Vierbeiner ja auch für eine oder mehrere der folgenden Belohnungen begeistern:

  • ● Streicheleinheiten
  • ● Lob
  • ● Toben und Spielen
  • ● Hund darf machen, worauf er Lust hat (z. B. Ausgiebiges Schnüffeln, ohne Leine frei laufen)

Hundepersönlichkeit für Wahl der Belohnung wichtig

Welche Belohnung für Hunde die richtige ist, hängt davon ab, was Ihr Vierbeiner als Lohn für seine Mühen empfindet. Das kann von Rasse zu Rasse, von Hund zu Hund variieren. Manche Hunderassen gelten zum Beispiel als besonders "verfressen", zum Beispiel Labrador Retriever oder Beagle. Sie lassen sich meist mit geeigneten Leckerlis (in Maßen!) zur Mitarbeit bewegen und gelten daher als relativ leicht erziehbar. Labrador Retriever und Golden Retriever haben außerdem einen ausgeprägten "will to please" und freuen sich, wenn sie von ihren Herzensmenschen gelobt oder gestreichelt werden.

Hunde mit einem großen Bewegungsdrang lassen sich mit der Aussicht auf gemeinsame Spielstunden locken und recht eigensinnige Hunde lassen sich leichter zur Kooperation motivieren, wenn sie gelernt haben, dass sie anschließend die Entscheidungsfreiheit haben. Am besten probieren Sie mehrere Belohnungsmethoden aus, kombinieren sie und schauen, was Ihr Hund am liebsten mag.

Hunde richtig loben: So ist's fein Ansehen

Hund belohnen: Übertreiben Sie es nicht

Generell sollte eine Belohnung für Hunde etwas Besonderes sein, das gilt nicht nur für Leckerlis. Ansonsten gewöhnt sich Ihr Hund daran, es wird für ihn selbstverständlich und dann sieht er nicht ein, weshalb er sich Mühe dafür geben sollte. Menschen sind da auch nicht anders, sie schätzen Dinge, die für sie selten sind und an die sie nur mit etwas Anstrengung kommen, als kostbarer und begehrenswerter ein als das, was sie sozusagen mühelos zur freien Verfügung haben.

Achten Sie also darauf, dass Sie eine Art der Belohnung für Hunde oder eine bestimmte Leckerli-Sorte nicht zu häufig verteilen. Geben Sie ein klares Kommando, seien Sie konsequent, und wenn Ihr Vierbeiner das macht, was er tun soll, belohnen Sie ihn. Wenn nicht, dann nicht.

Unerwünschtes Verhalten nicht versehentlich belohnen

Für manche Hunde ist es bereits Belohnung genug, wenn sie mit ihrem Verhalten Ihre Aufmerksamkeit erlangen. So kann es passieren, dass Sie unerwünschtes Benehmen aus Versehen belohnen, indem Sie Ihrem Vierbeiner dafür Beachtung schenken. Das passiert zum Beispiel, wenn Ihr Hund am Tisch bettelt und Sie mit ihm schimpfen. Oder wenn Sie schneller laufen, wenn Ihre Fellnase an der Leine zieht.

Ebenfalls nicht empfehlenswert ist, selbst laut zu werden, wenn der Hund anfängt zu bellen. Er versteht Ihre Worte nicht und hört nur Ihre laute Stimme, die für ihn einem Kläffen ähnelt, und dann bellt er natürlich zurück. In der Welpenerziehung kann es eine Herausforderung werden, dem süßen Hundeblick zu widerstehen und dem Kleinen nicht Verhaltensweisen durchgehen zu lassen, die er später als großer Hund nicht mehr tun darf, zum Beispiel das Anspringen von Menschen.

Diese Themen zur Hundeerziehung könnten Sie auch interessieren:

Rituale in der Hundeerziehung: Darum sind sie wichtig

So setzen Sie Ihre Stimme in der Hundeerziehung ein

Beschwichtigungssignale in der Hundeerziehung nutzen

15.10.2017 - 17:11 Uhr Hilfe! Hund jagt alles, was sich bewegt Ihr Hund jagt alles, was sich bewegt, und Sie wissen nicht mehr weiter? Ganz abgewöhnen lässt sich das ... Weiterlesen
11.10.2017 - 17:36 Uhr Hundewelpen an ein Halsband gewöhnen Einen Welpen an ein Hundehalsband zu gewöhnen, ist ein wichtiger Teil der Hundeerziehung. Manche Jungtiere ... Jetzt ansehen
23.09.2017 - 16:02 Uhr Hund "Pfötchen geben" beibringen Sie möchten Ihrem Hund "Pfötchen geben" beibringen? Keine Sorge, das ist nicht so schwierig. Darüber ... Weiterlesen
15.09.2017 - 14:45 Uhr So wichtig ist Konsequenz in der Hundeerziehung Eine gute Hundeerziehung ist wichtig für Hund und Halter. Auch, wenn der Lohn es immer wert ist, kann eine ... Weiterlesen
07.09.2017 - 13:14 Uhr Zweiter Hund: Tiere aneinander gewöhnen Ein zweiter Hund im Haus kann Ihr Familienleben positiv verändern. Bedenken Sie aber, dass sich die Tiere ... Weiterlesen
26.08.2017 - 16:30 Uhr Hund bestrafen: Tipps für die Hundeerziehung Wenn Sie Ihren Hund bestrafen wollen, weil er ein unerwünschtes Verhalten gezeigt hat, müssen Sie dabei ... Weiterlesen