Tiere und Menschen

Bindung zum Hund stärken: So liebt er Sie noch mehr

Eine starke Bindung zum Hund ist nicht nur etwas Wunderbares, es erleichtert auch das Miteinander ungemein und fördert den Gehorsam des Vierbeiners. Wie Sie das gegenseitige Verständnis und die Freundschaft zu Ihrem tierischen Partner stärken können, erfahren Sie hier.

"Wir zwei sind ein tolles Team": Der Hund und sein Frauchen haben eine enge Bindung zueinander – Shutterstock / AlohaHawaii

"Wir zwei sind ein tolles Team": Der Hund und sein Frauchen haben eine enge Bindung zueinander – Shutterstock / AlohaHawaii

Ist das Verhältnis zum Vierbeiner von Vertrauen und Zuneigung geprägt, funktioniert die Kommunikation leichter und die Bindung zum Hund wird stärker. Das ist nicht nur ein schönes Gefühl, es hilft auch bei der Hundeerziehung, weil ein Haustier, das seinem Menschen hundertprozentig vertraut, mit mehr Lernfreude und Motivation am Training teilnimmt und bereitwilliger auf sein Frauchen oder Herrchen hört.

Obedience Training verbessert die Hund-Mensch-Kommunikation

Die Bindung zum Hund fördert einerseits die Kommunikation, lässt sich durch gegenseitiges Verständnis andererseits aber auch stärken. Dieses Wechselspiel können Sie gemeinsam mit Ihrem tierischen besten Freund beim Obedience Training üben. "Obedience Training" bedeutet übersetzt "Gehorsamsübungen", aber es geht dabei nicht darum, dass Ihr Hund einfach nur Befehle ausführt. Vielmehr lernen Sie und Ihr Haustier, sich gegenseitig zu vertrauen und die Sprache des anderen zu verstehen.

Ihr Hund begreift, was Sie von ihm erwarten, wenn Sie bestimmte Kommandos äußern und eine spezielle Körpersprache zeigen. Sie können Stück für Stück Ihren Vierbeiner besser kennenlernen, seine Signale deuten, sich in ihn hineinversetzen – und Ihre Kommandos so formulieren, dass Ihr vierbeiniger Partner Sie versteht: klar, eindeutig und konsequent. Auch andere Hundesportarten und Freizeitaktivitäten mit dem Vierbeiner stärken die Bindung zum Hund. Dog Dancing etwa, longieren oder gemeinsames Wandern bringt Sie einander näher.

Mit Spielen Bindung zum Hund stärken

Hunde wurden in der langen Geschichte ihrer Domestikation darauf gezüchtet, eng mit Menschen zusammenzuarbeiten. Daher brauchen sie Aufgaben, die sie gemeinsam mit ihrem Frauchen oder Herrchen bewältigen können. Welche Aufgaben das sind, hängt von der Hunderasse und der Persönlichkeit des Kaltschnäuzers ab. Ob Jagdhund, Windhund oder Schoßhund – angemessene Spiele weiß jeder Vierbeiner zu schätzen. Je eigensinniger, unabhängiger und intelligenter ein Hund ist, umso wichtiger sind gemeinsame Spielstunden, die seine Talente fördern, ohne ihn zu überfordern.

Hat Ihr Vierbeiner den Eindruck, dass er ohne Sie mehr Spaß haben und seinen Interessen besser nachkommen kann, wird er vermutlich weniger gut auf Sie hören und eher seinen eigenen Kopf durchsetzen. Das tut er nicht, um Sie zu ärgern, sondern, weil das ungehorsame Verhalten für ihn lohnender und angenehmer ist. Bei gemeinsamen Spielen, die ihm gerecht werden, können Sie ihm zeigen, dass er mit Ihnen mehr Spaß hat als alleine. Probieren Sie ruhig ein wenig aus, bei welcher Aktivität die Motivation Ihres Vierbeiners am größten ist. Am besten sind Spiele, die Ihnen beiden Freude bereiten. So können Sie manchen Hunden gut Tricks beibringen, andere lieben das Apportieren oder Nasenarbeit.

4 goldene Regeln für eine tolle Mensch-Hund-Freundschaft Ansehen

Vertrauen schaffen durch feste Regeln und Konsequenz

Hunde sind zwar schlaue Tiere, aber sie können die Menschensprache nur bis zu einem gewissen Grad verstehen. Tonfall, Körpersprache und Signallaut eines Kommandos müssen stets gleich bleiben und zusammenpassen, damit ein Vierbeiner daraus ablesen kann, was Sie von ihm erwarten. Ansonsten verwirren Sie Ihren Hund und verunsichern ihn, erst recht, wenn Sie ungeduldig und ärgerlich werden, weil er Ihrem Kommando nicht folgt. Auf diese Weise kann kein Vertrauen entstehen.

Wenn Sie die Bindung zum Hund stärken wollen, müssen Sie Ihrem Vierbeiner gegenüber so berechenbar und vorhersehbar wie möglich auftreten. Das erreichen Sie durch Konsequenz, Klarheit und Eindeutigkeit bei Regeln und Ritualen. Führen Sie feste Regeln für die Essenszeiten, Spaziergänge, Spielstunden, Ruhepausen und für die Fellpflege ein, die Sie stets beibehalten. Diese Routine ist für Ihren Hund nicht langweilig, sondern gibt ihm eine Struktur vor, an der er sich orientieren und auf die er sich verlassen kann. So kann er sich sicher fühlen und weiß, dass er bei Ihnen gut aufgehoben ist.

Hund und seine Bedürfnisse achten

Respekt und Achtung sollten in der Mensch-Hund-Freundschaft auf Gegenseitigkeit beruhen. Lernen Sie, die Körpersprache und das Hundeverhalten richtig zu deuten und die Bedürfnisse Ihres Vierbeiners zu erkennen. So können Sie das Training und die Spielstunden auf die Tagesform Ihres tierischen Partners abstimmen und finden leichter das richtige Maß zwischen Unter- und Überforderung. Scheint Ihr bester Freund auf vier Pfoten unter Stress zu stehen oder Angst zu haben, bleiben Sie ruhig und seien Sie sein Fels in der Brandung. Überlegen Sie dann in Ruhe, was Ihrem Hund zu schaffen macht und wie Sie die Situation auflösen können.

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