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Dem Hund Apportieren beibringen: Tipps

Egal ob Ball, Plüschtier oder Hundespielzeug: Wenn Sie Ihrem Hund Apportieren beibringen, verknüpfen Sie damit Spiel, Spaß und Training fürs Köpfchen miteinander und beschäftigen Ihr Haustier auf anspruchsvolle Weise. Hier finden Sie ein paar Tipps, wie Ihr Vierbeiner am besten das Apportieren lernt.

Apportieren macht den meisten Hunden Spaß – Bild: Shutterstock / DragoNika

Apportieren macht den meisten Hunden Spaß – Bild: Shutterstock / DragoNika

Beginnen Sie langsam mit dem Training, wenn Sie Ihrem Hund Apportieren beibringen, und bauen Sie die "Unterrichtsstunden" sinnvoll aufeinander auf. Sie brauchen eine lange Hundeleine, ein paar Snacks zur Belohnung und einen geeigneten Gegenstand: Diesen sollte Ihre Fellnase im Maul tragen können, ohne Gefahr zu laufen, sich daran zu verletzen. Der Apportiergegenstand wird in der Fachsprache "Apportel" genannt und kann sowohl ein Spielzeug als auch ein Stofftier, ein Dummy oder Stück Holz sein.

Apportieren beibringen: Die Anfänge

Damit Ihr Hund dem Apportel hinterherläuft, wenn Sie es werfen, müssen Sie es interessant für ihn machen. Sein Lieblingsspielzeug ist zum Beispiel eine gute Wahl. Auch ein Dummy, den Sie vorher mit Leckerli ausgestattet haben, kann Ihren Hund dazu animieren, dem Objekt hinterherzurennen. Bälle, die nach dem Werfen noch weiterhüpfen, reizen Ihren Hund zwar auch zum Laufen, können jedoch seinen Jagdtrieb anregen. Daher ist bei derartigen Apporteln Vorsicht angesagt. Wie Sie Ihrem Vierbeiner das Apportieren mit Dummy beibringen, können Sie in unserem Ratgeber "Dummytraining mit Hund: Was ist das eigentlich?" nachlesen.

Nun brauchen Sie ein wenig Platz und Ruhe, damit sich Ihr Hund auf Sie konzentriert. Eine lange Schleppleine soll verhindern, dass Ihr Haustier mit seinem erbeuteten Gegenstand wegrennt. Werfen Sie nun das Spielzeug und loben Sie Ihren Vierbeiner, wenn er hinterherläuft und es aufnimmt. Dann locken Sie ihn zu sich, indem sie ihn rufen und die Leine nach und nach etwas verkürzen, bis er bei Ihnen ist. Dann lassen Sie sich den Gegenstand mit dem Kommando "Aus" geben.

Ballvergnügen für den Hund — aber bitte ohne Risiko Ansehen

Belohnen Sie Ihr Haustier

Das Spiel soll Spaß machen! Wenn ihr Hund ihnen das Spielzeug bringt, soll er das natürlich nur mit positiven Gefühlen verbinden – die vermitteln Sie ihm, in dem Sie ihn mit lobender Stimme, Leckerli oder dem Clicker ordentlich belohnen, sobald er Ihnen das Spielzeug gibt.

In den nächsten Tagen wiederholen Sie das Spiel immer mal wieder. Halten Sie die Unterrichtseinheiten lieber kurz und wiederholen Sie sie öfter, damit Ihr Hund motiviert mitmacht und nicht die Freude am Spiel verliert, weil er überfordert ist. Wenn es gut klappt, können Sie beginnen, ein Kommando wie das Wort "Bring" zu sagen, wenn Ihr Hund losläuft, um das Spielzeug zu holen. Mit der Zeit wird er sich merken, was er auf dieses Kommando hin tun soll! Beenden Sie das Training stets mit einem Erfolgserlebnis für Ihre Fellnase – schließlich soll er nicht das Gefühl bekommen, ihm werde seine Beute weggenommen, wenn Sie ihm das Apportel abnehmen.

Im folgenden Video finden Sie noch ein paar weitere Trainingstipps:

Apportieren beibringen: Variante für Spürnasen

Wenn Ihr Hund zum Balljunkie tendiert und sofort unkontrolliert losrennt, sobald Sie einen Gegenstand werfen, sollten Sie ihm eine andere Variante fürs Apportieren beibringen. Dabei werfen Sie das Apportel nicht weg, sondern lassen Ihren Hund sitzen, während Sie das Objekt verstecken. Anschließend schicken Sie Ihren Vierbeiner mit dem Kommando "Bring" oder "Apport" los, damit er die "Beute" sucht, holt und zu Ihnen bringt.

Gerade, wenn Ihr Hund nicht mit großer Frustrationstoleranz und Impulskontrolle gesegnet und sehr ungeduldig ist, wird es zwar eine Weile dauern, bis er diese Übung beherrscht. Doch am Ende sind sowohl er als auch Sie glücklicher, zufriedener und ausgeglichener. Sie müssen sich beide dabei gut konzentrieren und aufeinander achten, was für die Bindung zwischen Mensch und Hund sehr förderlich ist.

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