Trainingsmethoden

Schutzhundesport: Training für angehende Schutzhunde

Den Schutzhundesport gibt es bereits seit 1906 als Wettbewerb, doch seitdem hat sich einiges getan. Schutzhunde werden heutzutage möglichst nicht auf Aggression und Angriff gedrillt, sondern vielseitig und artgerecht ausgebildet.

Schutzhunde sind wahre Multitalente – Shutterstock / Marcel Jancovic

Schutzhunde sind wahre Multitalente – Shutterstock / Marcel Jancovic

Der Schutzhundesport wird auch als "Sport für Gebrauchshunde" oder "Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (VPG)" bezeichnet, um Missverständnisse zu vermeiden. Früher, als Tierschutz und artgerechte Haltung noch nicht im Bewusstsein der Hundehalter angekommen waren, wurden Schutzhunde durch strenge Konditionierung und Zwang zu aggressiven Kämpfern gedrillt. Stachelhalsband und Elektroschocker waren gängige Erziehungsmittel.

Schutzhundesport: Was ist das?

Heutzutage hat zum Glück bei den meisten Menschen ein Sinneswandel stattgefunden und seriöse Vereine für Schutzhundesport setzen auf die Kommunikation zwischen Hund und Halter statt auf Drill. Der Schutzhundesport gliedert sich in der Regel in drei Bereiche: Fährten- beziehungsweise Nasenarbeit, Gehorsam respektive Obedience Training und Schutzdienst.

Bei der Fährtenarbeit muss Ihr Hund mit seinem Geruchssinn versteckte Gegenstände oder Personen finden. Dabei lernt er, sich zu konzentrieren und sein Geruchssinn wird geschult. Beim Gehorsam geht es darum, dass Ihr Hund auf Sie hört und mit Ihnen gemeinsam ein Team bildet. Hier sind sehr viel gegenseitiges Vertrauen sowie Verlässlichkeit und Konsequenz auf Ihrer Seite gefragt. Der Schutzdienst dient nicht dem Angriff, sondern der Verteidigung. Das heißt, Ihr Hund muss in diesem Bereich viel Selbstsicherheit, Selbstbeherrschung und Charakterstärke beweisen. Wenn Schutzhunde in sich ruhen, ist aggressives Verhalten kein Thema.

4 goldene Regeln für eine tolle Mensch-Hund-Freundschaft Ansehen

Voraussetzungen für Schutzhunde

Damit Ihr Hund beim Schutzhundesport mitmachen und die Schutzhundeprüfung ablegen darf, muss er zunächst die Begleithundeprüfung erfolgreich bestanden haben. Wenn Ihr Hund sehr ängstlich, labil, scheu oder gar aggressiv ist, kann er leider nicht teilnehmen. Sie können sich jedoch Hilfe bei einem Tierpsychologen suchen, womöglich leidet Ihr Haustier an einer Angststörung.

Diese Themen zur Hundeerziehung könnten Sie auch interessieren:

Begleithundeprüfung: Voraussetzungen für die Teilnahme

Wie läuft die Begleithundeprüfung für Hunde ab?

Wesenstest: So wird das Hundeverhalten bewertet

22.10.2018 - 17:11 Uhr Hilfe! Hund jagt alles, was sich bewegt Ihr Hund jagt alles, was sich bewegt, und Sie wissen nicht mehr weiter? Ganz abgewöhnen lässt sich das ... Weiterlesen
08.10.2018 - 18:29 Uhr Nutzlose Regeln der Hundeerziehung In Sachen Hundeerziehung kursieren manche Regeln, die inzwischen als überholt gelten. So wird Konsequenz und ... Weiterlesen
28.08.2018 - 11:39 Uhr Vier lebenswichtige Kommandos für Ihren Hund Wenn Sie mit einem Hund zusammenleben, soll es Ihnen und dem Vierbeiner gut gehen. Dafür ist es ... Weiterlesen
20.08.2018 - 09:21 Uhr Hunde richtig loben Durch Lob oder eine Belohnung lassen sich Hunde sehr gut erziehen und trainieren. Wichtig ist, dass Sie Ihren ... Weiterlesen
15.08.2018 - 12:47 Uhr Hund ist stur? "Dickkopf" erziehen Wenn ein Hund nicht gehorcht, wird er schnell als "stur" bezeichnet. Dabei handelt es sich jedoch um ein ... Weiterlesen
07.08.2018 - 09:34 Uhr Hund fordert zu viel Aufmerksamkeit Hunde werden in der Regel gern beachtet und lernen schnell, wie sie die Aufmerksamkeit ihres ... Weiterlesen