Verhalten

Warum bellt mein Hund andere Menschen an? Erziehungstipps

Ganz egal, ob Ihr Hund Fremde anbellt, Nachbarn oder Gäste: Wenn Ihr Hund jedes Mal in lautstarke Panik verfällt, sobald Sie Besuch bekommen oder an einem Spaziergänger vorbeilaufen, ist das für Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen anstrengend. Mit etwas Geduld und positiver Zuwendung können Sie dieses Verhalten allerdings in den Griff bekommen.

Wenn der Hund ständig andere Menschen anbellt, kann das sehr anstrengend für Zwei- und Vierbeiner sein – Bild: Shutterstock /  pirita

Wenn der Hund ständig andere Menschen anbellt, kann das sehr anstrengend für Zwei- und Vierbeiner sein – Bild: Shutterstock / pirita

Hunde haben nur sehr beschränkte Möglichkeiten, um sich verbal auszudrücken. Wenn Ihr Vierbeiner Sie oder andere Menschen anbellt, kann das also eine ganze Reihe von Gründen haben. Wenn Sie Ihrem tierischen Gefährten das Bellen in Richtung fremder Menschen abgewöhnen wollen, müssen Sie deshalb zunächst die Ursachen identifizieren und lernen, gutes Bellen von schlechtem Bellen zu unterscheiden.

Bellen ist normales Kommunikationsverhalten

Im Gegensatz zu Menschen haben Hunde keine große Palette an verbalen Verständigungsmöglichkeiten. Bellen kann deshalb Freude oder Angst ausdrücken, auf Bedürfnisse wie Hunger oder Gassigehen aufmerksam machen oder eben auch sagen: "Das hier ist mein Revier. Geh weg!". Manche Rassen sind dabei grundsätzlich gesprächiger als andere.

Was Ihr Hund genau sagen möchte, können Sie meistens aus der Situation und seiner Körpersprache schließen: Welche Personengruppen werden angebellt? Männer, Kinder, Radfahrer, Menschen mit bestimmter Bekleidung? Wird nur bei Besuch zu Hause gebellt oder auch beim Spazierengehen? Ab welcher Distanz fängt Ihr Liebling an zu bellen? Der erste Schritt zu weniger Bellen ist also die genaue Beobachtung Ihres felligen Freundes.

Hundesprache: Das Bellen und seine Bedeutung Ansehen

Bellen entlädt Energie

Hunde sind Gewohnheitstiere. Viele, viele Male waren es Herrchen oder Frauchen, die durch die Tür kamen. Sobald etwas an der Tür zu hören ist, baut der Vierbeiner jede Menge Energie auf, um seinen Besitzer freudig zu begrüßen, eilt zur Tür und dann – ist da gar nicht die geliebte Bezugsperson, sondern irgendein fremder Mensch, mit dem er spontan nicht umzugehen weiß. All die Energie hat nun kein Ziel mehr und entlädt sich dann oft in spontanem Bellen.

Hunde, die ohne exzessive Begrüßungsrituale großgezogen werden, zeigen deutlich seltener Bellverhalten gegenüber Gästen. Zum Beispiel muss Schutzhunden das Anschlagen (Laut geben) sogar wieder aktiv beigebracht werden, weil sie durch ihre Ausbildung eigentlich zu stoisch sind, um von allein das Bedürfnis dazu zu verspüren.

Bellen aus Unsicherheit

Bellen kann oft ein Reflex sein, wenn Ihr Hund unsicher ist oder Angst hat. Nehmen Sie diese Angst ernst und handeln, ohne den Hund in seinem Bellverhalten zu bestärken. Konditionierte Entspannung oder Ablenkung können helfen, funktionieren aber nicht in jeder Situation. Sie können dann ruhig mit Ihrem Tier reden und Abstand zu dem Angst auslösenden Menschen nehmen. Langfristig sollten Sie aber seine Selbstsicherheit stärken, indem Sie zum Beispiel mehr hinausgehen und ihn an die aktuell beunruhigenden Reize gewöhnen.

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Bellen bei Territorialproblemen

Bellen kann zu Hause tatsächlich ein Indiz für ein Problem mit zu territorialem Verhalten sein. Insbesondere wenn der Bellexzess nicht nur beim Eintreffen des Besuchs stattfindet, sondern auch durch Kleinigkeiten getriggert wird, wie etwa einen Gast, der vom Tisch aufsteht. Ihr Hund betrachtet die Besucher als Eindringlinge in sein Territorium. Geben Sie Ihrem Vierbeiner Sicherheit, indem Sie ihm zeigen, dass er sich auf Sie als "Rudelführer" verlassen kann und Sie wissen, was zu tun ist. Geben Sie ihm feste Plätze, die tatsächlich ihm gehören, während der Rest des Hauses Ihr Reich ist.

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4 Schritte, damit Ihr Hund keine Menschen mehr anbellt

1) Beobachtung: Wer wird angebellt? Wann und wo wird gebellt?

2) Signale erkennen und Bellen verhindern, bevor es beginnt

3) Bellen unterbrechen, indem Gegensignale gesetzt werden

4) Langfristige Desensibilisierung und Gegenkonditionierung

Bellen ausschließlich mit positiver Verstärkung abtrainieren

Belohnen Sie Ihre Fellnase dafür, dass er ruhig an seinem Platz bleibt, wenn es an der Tür klingelt oder lenken Sie in akuten Situationen durch Spieleinheiten ab. Ruhe und Geduld sind das A und O in der Hundeerziehung. Wenn Sie Ihren Hund ausschimpfen, wird er das allenfalls als Gegenbellen Ihrerseits verstehen und umso mehr den Drang zum Kläffen verspüren.

Wie Sie Ihrem Hund ständiges Bellen abgewöhnen können Ansehen

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