Erziehungstipps

Was tun, wenn der Hund ständig an der Leine zieht?

Wenn ein Hund dauernd an der Leine zieht, kann der Spaziergang ganz schön anstrengend werden. Doch zum Glück gibt es ein paar Tricks, wie Sie es Ihrem Vierbeiner abgewöhnen können.

Wenn der Hund ständig an der Leine zieht, hilft nur etwas Training – Bild: Shutterstock / Igor Sokolov breeze

Wenn der Hund ständig an der Leine zieht, hilft nur etwas Training – Bild: Shutterstock / Igor Sokolov breeze

Der Hund zieht an der Leine, und das Herrchen oder Frauchen kann nicht anders, als hinterher zu laufen. Doch das lässt sich ändern. Als Erstes sollten Sie die Länge der Leine überprüfen. Manchmal ist diese zu kurz eingestellt, sodass das Tier schon anfängt an der Leine zu ziehen, wenn es nur ein paar Schritte vorwärts macht. In diesem Fall kann eine Schleppleine Abhilfe schaffen. Falls das nicht das Problem ist, müssen Sie es mit Training probieren.

Hund zieht an der Leine? So trainieren Sie es ab

Zunächst einmal eine Sache, die Sie nicht machen sollen: Fangen Sie nicht an, auch an der Leine zu ziehen, wenn Ihr Tier das macht. Der sogenannte Leinenruck hat als Erziehungsmittel schon lange ausgedient, da er nicht zielführend ist und Sie Ihren Hund dabei am empfindlichen Kehlkopf oder der Luftröhre verletzen können.

Übrigens: Um Verletzungen sicher auszuschließen, wenn Ihr Vierbeiner beim Spaziergang wiederholt vorprescht, empfiehlt sich ein gut sitzendes Geschirr anstelle eines Halsbands. Auf diese Weise verteilt sich der Druck besser und belastet nicht nur eine, noch dazu sehr sensible, Körperstelle. Erfahrene Hundetrainer berichten zudem, dass Hunde mit Geschirr weniger zum Ziehen neigen als mit Halsband.

Das Ziel ist es, Ihrem Hund klar zu machen, dass Sie nicht möchten, dass er zieht, und dass es sich für ihn mehr lohnt, auf Sie zu achten, als seinem eigenen Kopf zu folgen. Sobald er also beim nächsten Spaziergang an der Leine zieht, bleiben Sie einfach stehen. Verharren Sie auf Ihrer Position, bis er den ersten Schritt auf Sie zukommt, um in Erfahrung zu bringen, warum nichts passiert. In diesem Moment loben Sie ihn und gehen dann erst weiter. Das müssen Sie stetig wiederholen und dabei konsequent bleiben. Fangen Sie zunächst mit kurzen Trainingseinheiten an und steigern Sie allmählich die Dauer. Nach und nach begreift Ihr tierischer Freund, dass der Spaziergang nur vorangeht, wenn er locker an der Leine läuft.

Schleppleinen für Spaziergänge und Hundetraining Ansehen

Richtungswechsel für Hunde, die an der Leine ziehen

Sie können diese Übung variieren, indem Sie in die entgegengesetzte Richtung weitergehen, nachdem Ihr Hund an der Leine gezogen hat. So muss Ihr Vierbeiner noch aufmerksamer auf Sie achten, um den Spaziergang für sich möglichst angenehm zu gestalten. Generell fordert es Ihren Hund geistig heraus, wenn Sie nicht einfach geradeaus laufen, sondern kreuz und quer, vor und zurück.

Auf diese Weise wird die Konzentration Ihres Hundes laufend gefordert und er kommt gar nicht darum herum, auf Sie zu achten. Darüber hinaus können weitere Übungen zum Orientierungstraining helfen oder ein Obedience Training, um die Bindung zwischen Mensch und Tier zu stärken.

Weitere Tipps gegen das Leinenzerren

Damit Ihr Hund schneller auf Sie achtet, wenn Sie stehenbleiben, können Sie seine Aufmerksamkeit mit einem Quietschespielzeug oder ähnlichem Geräusch erregen. Allerdings birgt das die Gefahr, dass Ihr Vierbeiner das missversteht und glaubt, das Geräusch wäre eine Bestätigung für sein Leinenzerren. Ist Ihnen das zu riskant, warten Sie so lange ruhig ab, bis Ihr Hund stehenbleibt und sich Ihnen zuwendet. Dann können Sie die Belohnung noch steigern, indem Sie Ihren Hund nicht nur loben, sondern ihm auch ein schönes Leckerli oder sein Lieblingsspielzeug geben.

In folgendem Video bekommen Sie noch einmal diese und weitere Tipps zusammengefasst:

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