Erziehungstipps

Zweiter Hund zieht ein: Was tun bei Eifersucht?

Zieht ein zweiter Hund ein, kann es zu Eifersucht kommen: Ist die Rangordnung zwischen zwei Hunden nicht eindeutig geklärt, wird das Zusammenleben im Rudel schwer. Kleinste Zwischenfälle können nun dazu führen, dass die Tiere sich streiten. Das kann für beide gefährlich werden.

Kämpfe aus Eifersucht sind bei Hunden ernster als Rangkämpfe – Bild: Shutterstock / Christian Mueller

Kämpfe aus Eifersucht sind bei Hunden ernster als Rangkämpfe – Bild: Shutterstock / Christian Mueller

Ein Kampf um die Rangordnung ist zwischen zwei oder mehreren Hunden, die zusammenleben, normal und schnell vorbei. Ist er einmal ausgefochten, ist das Verhältnis zwischen den Tieren normalerweise ein für alle Mal geklärt. Kämpfe um die Rangordnung unterscheiden sich von Kämpfen aus Eifersucht. Erstere geschehen, um den Chef des Rudels zu bestimmen. Letztere kommen häufig zustande, wenn die Rangordnung nicht geklärt ist.

Eifersucht zwischen zwei Hunden: So vermeiden Sie sie

Für ein harmonisches Miteinander im Rudel ist es unabdingbar, dass Sie sich nicht in die Rangordnung Ihrer Hunde einmischen. Beispiel: Ihr ranghöherer Vierbeiner macht sich stets als Erster am Futternapf zu schaffen. Als Rudelanführer ist das sein gutes Recht. Wenn Sie nun aber deshalb mit ihm schimpfen, schüren Sie Unklarheiten und in der Folge Eifersüchteleien.

Welcher Ihrer Hunde der Ranghöhere ist, können Sie anhand bestimmter Verhaltensweisen erkennen: Das Rudel-Oberhaupt geht zum Beispiel meist zuerst durch die Tür. Fragen Sie Ihren Hundetrainer, wenn Sie unsicher sind. Akzeptieren Sie die Hierarchie-Ebenen Ihrer Tiere, indem Sie etwa dem Rudel-Chef zuerst das Futter zur Verfügung stellen und mischen Sie sich bei kleinen Kabbeleien um den besten Schlafplatz oder das Lieblingsspielzeug nicht ein – sorgen Sie aber dafür, dass Ihr zweiter Hund trotzdem nicht zu kurz kommt. Auf diese Weise respektieren Sie das natürliche Verhalten zwischen den beiden Vierbeinern und tun einen wichtigen Schritt, um Eifersucht vorzubeugen.

Weitere Tipps: Kastration und Gleichbehandlung

Rüden sollten Sie außerdem möglichst kastrieren lassen, um aggressive Verhaltensweisen einzudämmen. Behandeln Sie Ihre Tiere gleich, hüten Sie sich davor, bei Streitereien zu schimpfen oder zu trösten – sie mischen sich damit ein und verschlimmern den Streit auf Dauer. Am besten ist darüber hinaus, lieber keine "Extremsituationen" zu provozieren, solange es zwischen den beiden kriselt. Wenn Sie Ihren Hunden einen besonders begehrten Knochen oder ein neues Spielzeug geben, kann es krachen: Vorsicht.

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Streit aus Eifersucht: Wenn es doch mal kracht

Bei Kämpfen aus Eifersucht kann es um Kleinigkeiten gehen: Herrchens Streicheleinheiten, den größeren Knochen oder einfach den Vortritt. Zwar sind solche Kämpfe manchmal gefährlich, dennoch sollten Sie eine räumliche Trennung auf Zeit nur im Notfall erwägen. Warum? Weil das Verhältnis zwischen den Hunden nach der Distanz noch angespannter werden könnte.

Gehen Sie die Sache ruhig an und achten Sie auch auf kleinste Signale Ihrer Hunde, die erkennen lassen, dass einer der beiden eifersüchtig ist. Lange Spaziergänge, geistige Beschäftigung durch Agility, Bachblüten für Hunde oder ein Hundetrainer können ebenfalls helfen, die Eifersucht Ihrer Lieblinge in den Griff zu kriegen.

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Zweiter Hund zieht ein: Was tun bei Eifersucht?: Alle Kommentare

  • 2016-11-21 14:36:03
    Edith Schuppli: Seit sie läufig war, hat sie plötzlich eine schlechte Angewohnheit. Wenn wir beim Spaziergang anderen Hunden begegnen, greift sie diese an, sobald sie zu Nahe bei mir sind. Sie ist extrem eifersüchtig. Wie kann ich ihr das abgewöhnen?
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