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Darum brauchen Hunde ihren Tastsinn

Der Tastsinn ist für Hunde ebenso wichtig wie der Geruchssinn, ihre Augen und ihr Gehör. Rezeptoren für den Tastsinn befinden sich überall auf der Hundehaut, doch besonders gut kann er mit seinen Tasthaaren und den Pfotenballen fühlen.

An den Pfoten und den Tasthaaren ist der Tastsinn beim Hund besonders ausgeprägt – Shutterstock / Annette Shaff

An den Pfoten und den Tasthaaren ist der Tastsinn beim Hund besonders ausgeprägt – Shutterstock / Annette Shaff

Wenn Sie Hunde streicheln, nehmen die Tiere diese Berührungen über den Tastsinn wahr. Die Vierbeiner fühlen sich dann geborgen und beruhigen sich. Der Tastsinn spielt außerdem eine große Rolle bei der Orientierung, insbesondere bei Dunkelheit. Vor allem blinde Hunde verlassen sich stark auf ihren Tastsinn, um Hindernisse zu umgehen und sich sicher zu bewegen.

Wie funktioniert der Tastsinn beim Hund?

Bevor ein frisch geborener Hundewelpe seine Äuglein und Öhrchen öffnet und sich sein Geruchssinn voll entwickelt, hat er nur seinen Tastsinn, um sich zu orientieren. Mehr brauchen die neugeborenen Hunde zunächst auch nicht, um den Weg zu den Zitzen ihrer Mutter zu finden. Gleichzeitig spüren die Welpen durch die Berührungen der Mutter, dass sie in Sicherheit sind. Durch den Tastsinn erkennen die Kleinen, wer zu ihrer Familie gehört. Tastrezeptoren befinden sich am ganzen Körper, doch besonders fein ist die Wahrnehmung an den Tasthaaren, den sogenannten Vibrissen, die sich an der Schnauze, den Augenbrauen, Ohren und an den Beinaußenseiten befinden. Nase und Lippen des Hundes sind zudem sehr druckempfindlich. Über die Ballen an den Pfoten ertasten Hunde den Untergrund, auf dem sie laufen. So können sie beispielsweise Vibrationen oder Kälte im Boden spüren.

Der gut ausgeprägte Tastsinn ermöglicht es Hunden, sich auch im Dunkeln oder durch enge Stellen sicher zu bewegen. Die feinen Tasthaare sind wie Antennen, die Hindernisse wahrnehmen, ohne sie zu berühren. Die Luftverwirbelungen um die Objekte herum genügen, damit Hunde den Gegenstand bemerken. Auf diese Weise schützt der Tastsinn den Hund vor Verletzungen durch Zusammenstöße. Die Vierbeiner können zwar Kälte spüren, doch sie besitzen in der Regel keine Wärmerezeptoren. Nur an der Nase können sie Wärme wahrnehmen, ansonsten empfinden sie bei starker Hitze nicht die hohe Temperatur, sondern nur den Schmerz im Falle einer Verbrennung.

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Hunde brauchen Berührungen

Soziale Bindungen und Beziehungen sind für glückliche Hunde sehr wichtig. Diese emotionalen Bindungen bauen sie im Wesentlichen über den Tastsinn auf. Das beginnt bereits im Welpenalter mit der Hundemama und setzt sich später fort, wenn die Vierbeiner eine Beziehung zu ihrem Herrchen oder Frauchen aufbauen, oder sich mit Artgenossen anfreunden. Damit ein Hund sich geliebt und geborgen fühlt, braucht er also Berührungen. Streicheln und Kraulen beruhigt ihn und sorgt dafür, dass er sich rundum wohlfühlt.

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