Tiere und Menschen

Hundeführerschein: Was ist das eigentlich?

Viele Frauchen und Herrchen nennen einen Hundeführerschein ihr Eigen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff und was bringt der Hundeführerschein überhaupt?

Vorteil des Hundeführerscheins: Der Hund darf ohne Leine laufen — Bild: Shutterstock / Real Deal Photo

Vorteil des Hundeführerscheins: Der Hund darf ohne Leine laufen — Bild: Shutterstock / Real Deal Photo

Der Hundeführerschein ist ein Befähigungsnachweis für Sie als Hundehalter, mit dem Sie zeigen können, dass Sie besondere Kenntnisse im Umgang mit den Tieren besitzen. Weiterhin gibt der tierische Führerschein Auskunft darüber, dass Sie Ihren Hund gut erzogen und unter Kontrolle haben, die Fellnase also weder eine Gefahr für andere Hunde noch für Menschen ist. Daher wird der Hundeführerschein oftmals auch als Gehorsamsnachweis betitelt.

Hundeführerschein: Keine Pflicht, aber von Nutzen

In Deutschland ist der Hundeführerschein nicht verpflichtend, jedoch gibt es hierzulande einige Regelungen in einzelnen Bundesländern, welche die Haltung von Hunden einschränken, sofern man nicht im Besitz des Führerscheins ist. In Schleswig-Holstein zum Beispiel müssen Sie einen Hundeführerschein haben, um eine als gefährlich eingestufte Hunderasse halten zu dürfen. In Hamburg erlaubt Ihnen der Gesetzgeber hingegen, ohne Leine Gassi zu gehen, wenn Sie einen Hundeführerschein besitzen. In anderen Ländern wie beispielsweise der Schweiz müssen Sie einen Hundeführerschein haben, um sich überhaupt einen Hund anschaffen zu dürfen. Machen Sie sich zum Beispiel vor einem Umzug, aber auch, wenn Sie sich zum ersten Mal einen Hund anschaffen möchten, über die einzelnen Regelungen in Ihrem Bezirk schlau. So bleibt Ihnen eventueller Ärger erspart.

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Das wird beim Hundeführerschein überprüft

In der Regel besteht der Hundeführerschein aus drei Teilbereichen:

● Sachkunde des Hundehalter: Grundkenntnisse, die für die Haltung, den Umgang und die Ausbildung von Hunden notwendig sind.

● Gehorsam des Hundes: Eine enge, vertrauensvolle Bindung zwischen Hundehalter und Hund, die dazu führt, dass der Hund in jeder Situation und an jedem Ort durch den Hundehalter kontrolliert werden kann.

● Sozialverträglichkeit des Hundes: angemessenes, rücksichtsvolles Auftreten des Hundehalters mit seinem Hund in der Öffentlichkeit und in Alltagssituationen. Hierbei soll sich der Hund friedlich und sozialverträglich präsentieren und darf trotz großer Ablenkung und starker Belastung nicht unangemessen aggressiv reagieren. Der Hundehalter muss in jeder Situation die volle Kontrolle haben.

Wo Sie einen Hundeführerschein bekommen

Wie man einen Hundeführerschein erlangt, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. So werden die Nachweise beispielsweise vom Verband für das deutsche Hundewesen, vom Berufsverband zertifizierter Hundeschulen oder Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater erteilt. Außerdem bieten auch Tierärztekammern an, dort einen Schein zu erwerben. Verbunden ist der Erwerb eines Hundeführerscheins zumeist mit mindestens einer praktischen Prüfung.

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