Hunderassen im Portrait

Rhodesian Ridgeback: Wesen und Erziehung

Der Rhodesian Ridgeback ist ein großer, stolzer Hund mit einem sanftmütigen Wesen. Seine Erziehung erfordert Konsequenz und Feingefühl und ist daher nur bedingt etwas für Anfänger.

Der Rhodesian Ridgeback hat ein feines Wesen, aber seinen Jagdtrieb sollte man nicht vergessen — Bild: Shutterstock / Elisabeth Hammerschmid

Der Rhodesian Ridgeback hat ein feines Wesen, aber seinen Jagdtrieb sollte man nicht vergessen — Bild: Shutterstock / Elisabeth Hammerschmid

Wer sich einen Rhodesian Ridgeback anschaffen möchte, sollte bedenken, dass dieser Hund ursprünglich ein Jagdhund war. Heutzutage wird er zwar selten für die Jagd eingesetzt und häufiger als Begleithund gehalten, dennoch ist der Jagdinstinkt noch vorhanden. Außerdem gilt der schöne Vierbeiner als loyal, intelligent und eigenständig. Er braucht viel Auslauf und Beschäftigung, sonst leidet er unter Langeweile und kann Verhaltensauffälligkeiten entwickeln.

Das Wesen des Rhodesian Ridgeback

Hunde dieser Rasse geben sich normalerweise selbstbewusst und mutig. Sie haben eine schnelle Auffassungsgabe und sind ihren Bezugspersonen gegenüber treu und verlässlich. Trotz ihrer engen Bindung zur Bezugsperson sind sie jedoch bei Fremden oft zurückhaltend. Der Rhodesian Ridgeback ist mit seiner Intelligenz und Ausdauer für fast jeden Hundesport zu begeistern, zum Beispiel für Agility. Er läuft aber zusätzlich gern beim Joggen oder beim Fahrradfahren nebenher. Außerdem wird ihm nachgesagt, recht sensibel und eigensinnig zu sein. Ängstlich oder nervös ist er aber normalerweise nicht.

Er ist nicht nur ausdauernd, sondern auch wendig und tapfer. Diese Eigenschaften benötigte die Hunderasse einst in Afrika für Jagd auf Löwen und anderes Großwild. Beschützerinstinkt und Wachsamkeit gehören ebenso zu den Vorzügen des bewegungsfreudigen Vierbeiners. Wie sich sein Wesen mit der Zeit ausprägt, ist aber vor allen Dingen eine Frage seiner Erziehung. Das gilt insbesondere für junge Vertreter dieser Rasse: Der Rhodesian Ridgeback ist ein Spätentwickler – erst mit drei Jahren gilt er als erwachsen. Als Junghund ist er ein richtiger Wirbelwind und sprudelt nur so vor Energie, neigt dabei aber ein wenig zu Übermut.

Rhodesian Ridgeback: Schöner Hund aus Afrika Ansehen

Erziehung des großen Hundes mit dem Aalstrich

Ein Rhodesian Ridgeback, der eine gute, konsequente und hundefreundliche Erziehung genossen hat, ist ein loyaler Begleiter mit einem liebenswerten und ruhigen Charakter. Ist man in Erziehungsfragen nachlässig oder unschlüssig, tut ihm das genauso wenig gut wie eine zu harte Hand. Seien Sie also klar und konsequent bei den Regeln und Kommandos, aber auch geduldig und wohlwollend. Die Ridgebacks sind üblicherweise sehr lernfreudig, verlieren aber die Lust, wenn sie sich gezwungen oder überfordert fühlen. Seien Sie also nicht zu autoritär mit Ihrem vierbeinigen Freund, vermeiden Sie sämtliche aversive Trainingsmethoden und arbeiten Sie eher mit positiver Verstärkung als mit Strafen.

Im besten Falle ist der zukünftige Besitzer des Ridgebacks ein Hundekenner, der Erfahrung mit Jagdhunden und ihren speziellen Bedürfnissen hat. Wer sich die Erziehung ohne solche Erfahrungen zutraut, sollte sich eventuell von einem Hundetrainer beraten lassen. Viel Bewegung und abwechslungsreiche Beschäftigung tragen dazu bei, dass die Erziehung des Rhodesian Ridgeback ihn zu einem sanften, gutmütigen und verlässlichen Partner machen.

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