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Wie funktioniert das Hundegehirn?

Hunde sind faszinierende Tiere, die uns Tag für Tag aufs Neue in Erstaunen versetzen. Das Hundegehirn ist für die Faszination unserer Fellnasen maßgeblich. Mit Blick auf Funktion und Aufbau ähnelt es sogar dem des Menschen. Ein paar Unterschiede gibt es aber doch. Hier lesen Sie mehr dazu, wie das Hundegehirn funktioniert.

Der grobe Aufbau des Gehirns unterscheidet sich bei Hund und Mensch nicht groß, die Kapazitäten und Möglichkeiten schon – Shutterstock / Christin Lola

Der grobe Aufbau des Gehirns unterscheidet sich bei Hund und Mensch nicht groß, die Kapazitäten und Möglichkeiten schon – Shutterstock / Christin Lola

Verschiedene Disziplinen der Wissenschaft befassen sich mit der Erforschung des Hundehirns, so etwa die Neurowissenschaften, die Medizin und die Verhaltenslehre. Das komplexe Organ ist dabei vor allem in Bezug auf Punkte wie Fühlen, Denken und das Bewusstsein nicht leicht zu entschlüsseln – Hunde können nicht wie Menschen mit den Forschern sprechen, sodass absolute Wahrheiten rar gesät sind. Was den Aufbau und die Funktion der einzelnen Hirnregionen betrifft, herrscht jedoch viel mehr Klarheit.

Das Hundegehirn: Aufbau und Funktion

Das Hundegehirn lässt sich in mehrere Bereiche einteilen, denen verschiedene Aufgaben zukommen: Da gibt es zum Beispiel die Medulla, das verlängerte Mark. Hier sind die ursprünglichsten Funktionen wie etwa die Atmung beheimatet. Das Kleinhirn (Cerebellum) steuert die exakte Bewegung der Gliedmaßen und gibt dem Vierbeiner Raumorientierung beziehungsweise sorgt für Wahrnehmung im Raum. Auch werden hier optische und akustische Reize ausgewertet. Das Mittelhirn ist Basis von Erinnerungen und Emotionen. Zum Mittelhirn gehört das limbische System, zu dem Bestandteile wie beispielsweise der Mandelkern (Amygdala) und der Hippocampus gehören.

Über die Sinnesorgane gelangen neutrale Informationen ans Hundegehirn, denen der Mandelkern dann emotionalen Wert verleiht. Diese Informationen werden dann im Hippocampus mit Erinnerungen abgeglichen und weiter an die Großhirnrinde geleitet. Das Großhirn ist der Bereich bei Säugetieren, wo bewusstes Denken und Planen stattfinden. Außerdem ist es Zentrum motorischer und sensorischer Funktionen. Die Großhirnrinde (Cortex) bildet gewissermaßen das Bild der Welt.

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Hundegehirn im Vergleich zum menschlichen Gehirn

Das Hundegehirn hat in Sachen Aufbau und Funktionen viel gemeinsam mit dem Menschen – und anderen Säugetieren – kann jedoch in Sachen Leistung nicht mithalten. Ein großer Unterschied findet sich etwa im Großhirn. Der Mensch hat deutlich mehr graue Zellen als eine Fellnase, denkt daher vielfach komplexer und versteht schwierigere Zusammenhänge, hat also unter anderem deutlich mehr Platz fürs Denken. Hunde hinken hinsichtlich Intelligenz hinterher.

Ein Hund kann aber, sofern er darauf trainiert wurde, einen Fünf-Euro-Schein wiedererkennen. Allerdings versteht er weder, wofür dieser zu gebrauchen ist, noch was das Währungssystem ist. Für den Hund sind sinnesbezogene Funktionen besonders wichtig. So etwa die Nase, wo uns Menschen der Vierbeiner einiges voraushat: Der Bereich im Hirn, der bei Säugetieren für den Geruchssinn zuständig ist, hat beim Hund viel mehr Zellen, als dies beim Menschen der Fall ist.

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