Trainingsmethoden

Wie läuft die Begleithundeprüfung für Hunde ab?

In einer Begleithundeprüfung nach FCI-Richtlinien wird ein Hund auf seine Verlässlichkeit im Alltag geprüft: Wie verträglich, verkehrssicher und gehorsam ist der Vierbeiner? Die Prüfung besteht aus mehreren Teilen.

Ein Teil der Begleithundeprüfung wird auf dem Hundeplatz durchgeführt – Shutterstock / mdmmikle

Ein Teil der Begleithundeprüfung wird auf dem Hundeplatz durchgeführt – Shutterstock / mdmmikle

Damit Sie die Begleithundeprüfung mit Ihrem Vierbeiner absolvieren können, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Ihr Hund muss älter als 15 Monate sein und Sie als Hundehalter müssen einen speziellen Test absolvieren. Darin wird Ihr Wissen zur artgerechten, fachkundigen Hundehaltung abgefragt – bestehen Sie den Test, bekommen Sie einen Sachkundenachweis und dürfen mit Ihrem Vierbeiner zur Begleithundeprüfung antreten.

Begleithundeprüfung: Erster Prüfungsteil

Der erste Teil der Begleithundeprüfung wird auf einem Übungsplatz durchgeführt. Dort muss der Hund sich mit und ohne Leine brav führen lassen und zeigen, dass er bei "Fuß" gehen kann. Auch bei plötzlichen Wendungen und Tempowechseln muss er auf Kniehöhe seines Besitzers bleiben und darf sich dabei nicht von Ablenkungen irritieren lassen. Dann wird sein Verhalten beim Durchlaufen einer Menschengruppe geprüft: Bleibt er dabei gelassen, hält er mit seinem Besitzer auf Kommando an und umkreist mit ihm einzelne Personen?

Nun muss der Hund seinen Gehorsam noch unter Ablenkung beweisen: In einer weiteren Übung muss er sich auf Kommando hinlegen und liegen bleiben, während sein Besitzer sich von ihm entfernt. Erschwert wird die Übung dadurch, dass ein anderer Hund in der Nähe die Unterordnungsprüfung absolviert und ihn ablenkt. Zu guter Letzt sind verschiedene "Sitz"- und "Platz"-Übungen und das Herankommen auf Zuruf Teil des ersten Prüfungsabschnittes. Besteht der Vierbeiner ihn, gehen die Prüfer zum nächsten Teil über.

So wird das Hundeverhalten im Alltag getestet

Für den zweiten, etwas zeitaufwendigeren Prüfungsteil wird der Hundeplatz verlassen: Im öffentlichen Leben wird nun das Verhalten des Hundes in den unterschiedlichsten Alltagssituationen getestet. In verschiedenen Übungen soll der Vierbeiner sicheres, freundliches Verhalten zeigen, während er anderen Hunden, Radfahrern, Joggern, Inlineskatern, Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern begegnet. Außerdem muss der Hund sich anleinen lassen und geduldig warten, während sein Besitzer sich aus seiner Sichtweite entfernt. Zeigt der Hund sich auch hier brav und verlässlich, besteht er die Begleithundeprüfung und darf von nun an auch zu anderen Prüfungen antreten – zum Beispiel in Agility- oder Obedience-Wettkämpfen.

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