Tierpsychologie

Wie Sie einen jungen Hund auf Silvester vorbereiten können

Viele Hunde haben Angst vor Silvester. Kein Wunder, schließlich ist an dem Feiertag ja auch alles etwas lauter, bunter und aufregender als sonst. Mit diesen Tipps bereiten Sie Ihren Vierbeiner auf das Fest zum Jahreswechsel vor, damit Ängste gar nicht erst entstehen.

Nach guter Vorbereitung bleibt ein junger Hund Silvester ganz entspannt — Bild: Shutterstock / watchara

Nach guter Vorbereitung bleibt ein junger Hund Silvester ganz entspannt — Bild: Shutterstock / watchara

Von leichter Nervosität bis zu echter Panik inklusive Verstecken oder unaufhörlichem Gebell ist bei Hunden, die Angst vor Silvester haben, alles möglich. Deshalb kann es sinnvoll sein, mit einem jungen Hund ein wenig Zeit in die Vorbereitung auf Silvester zu stecken.

Vorsichtige Desensibilisierung junger Hunde vor Silvester

Natürlich sollen Sie ihren Hund nicht mit überlauten Geräuschen zu Tode erschrecken, dennoch sollte er an laute Geräusche gewöhnt sein und lernen, sie als normal und nicht bedrohlich einzuschätzen. CDs und Tonbänder, die Geräusche von einem Silvester-Feuerwerk abspielen, können eingesetzt werden, um dem Hund zu zeigen, dass die Welt ganz normal weiter geht, auch wenn es mal ein bisschen laut wird.

Auch Wild-West-Filme eignen sich dazu, Ihren Liebling ein wenig an das ungewohnte Knallen zu gewöhnen. Dabei sollten Sie vorsichtig herangehen: Zu laute Knallerei kann das Gegenteil vom gewünschten Effekt erzielen. Beginnen Sie mit dem Hundetraining ruhig schon früh im Jahr. Gut vorbereitet sollte auch der erste Spaziergang kurz vor Silvester kein Problem sein. In unserem Ratgeber "Systematische Desensibilisierung beim Hund" finden Sie mehr Tipps dazu, wie Sie Ihrem Vierbeiner die Angst nehmen können. Scheuen Sie sich jedoch nicht, bei Unsicherheit und Zweifeln einen professionellen Hundetrainer oder Tierpsychologen zu Hilfe zu holen.

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Auf Spaziergängen Sicherheit vermitteln

Kurz vor Silvester können Sie dann den Fakt, dass viele Menschen schon vor dem großen Abend mit dem Silvesterknallen beginnen, zu ihrem Vorteil nutzen.

Machen Sie einen ganz normalen, ruhigen Spaziergang und spielen Sie den Ruhepol für Ihren Hund, in dem Sie so tun, als wäre nichts los. Falls er sich doch ängstlich zeigt, sollten Sie der Versuchung widerstehen, Ihren Hund zu sehr zu trösten. Ansonsten merkt er, dass auch Sie beunruhigt sind und sich Sorgen machen und denkt, es gäbe dazu allen Grund. Die Folge: Er hat erst recht Angst vor Silvester und den damit verbundenen lauten Geräuschen und Lichtblitzen. Wenn er Ihre Nähe sucht, lassen Sie das ruhig zu. Sie dürfen ihn natürlich auch streicheln, so wie normalerweise auch, aber seiner Angst keine übermäßige Beachtung schenken, denn dadurch würde sie nur schlimmer werden!

Nichtsdestotrotz geht Sicherheit an Silvester natürlich vor. Setzen Sie Ihren Hund trotz Gewöhnung an den Krach von Böllern und Raketen keinem unnötigen Stress und Gefahren aus. An Silvester selbst sollte Ihr Vierbeiner im Haus bleiben, zumindest nach Einbruch der Dunkelheit. Richten Sie ihm außerdem einen ruhigen, gemütlichen Rückzugsort in der Wohnung ein, sodass er nicht allzu viel vom Trubel draußen mitbekommt.

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