Hunderassen im Portrait

Malteser-Hunde: 6 Fakten über die kleine Hunderasse

Malteser-Hunde gelten als umgängliche Hunderasse, die auch für Anfänger und ältere Leute geeignet ist. Die kleinen Vierbeiner sind schlau, verspielt und verzaubern mit ihrem sonnigen Gemüt ihre Lieblingsmenschen. Was es sonst noch für Fakten über die weißen Wuschel gibt, lesen Sie hier.

Malteser-Hunde gehören zu den älteste Hunderassen Europas – Shutterstock / Sadovnikovrn

Malteser-Hunde gehören zu den älteste Hunderassen Europas – Shutterstock / Sadovnikovrn

Wie lange es Malteser-Hunde schon gibt, ist nicht zweifelsfrei geklärt, doch es wird vermutet, dass die Hunderasse zu den ältesten Europas gehört. Hinweise darauf, dass zumindest Vorfahren der Malteser 1.300 Jahre vor Christus im antiken Ägypten lebten, lieferten Ausgrabungen am Grab des Pharaos Ramses II. Hundestatuen aus Naturstein zeigten große Ähnlichkeit mit den heutigen Exemplaren.

1. Malteser-Hunde kommen nicht von der Insel Malta

Sicher ist, dass Malteser-Hunde nicht von der Insel Malta stammen, wie es der Name der Hunderasse vermuten lässt. Der Name hat seinen Ursprung im semitischen Wort "màlat", das sich mit Hafen und Zuflucht übersetzen lässt. Daraus wurden das Adjektiv "maltais" und diverse Ortsbezeichnungen für Inseln und Städte im maritimen Raum, zum Beispiel der Name für die Adriainsel Méléda sowie die Stadt Melita auf Sizilien. Auch der namentliche Ursprung Maltas stammt daher – also gibt es zumindest eine indirekte Verbindung zwischen ihr und den kleinen Malteser-Hunden.

2. Hunderasse war früher als Mäusejäger im Einsatz

Der Grund, weshalb die Hunderasse einen maritimen Namen hat, ist, dass Malteser-Hunde früher in Häfen und Küstenorten verbreitet waren. Dort bestand ihre Aufgabe darin, Mäuse und Ratten zu vertreiben. Zum Begleit- und Gesellschaftshund avancierte der Malteser erst in der Renaissance im 15. und 16. Jahrhundert, wo er vor allem als Schoßhund gehalten wurde. Er leistete feinen Damen Gesellschaft und hatte zudem eine weniger rühmliche Aufgabe: Er zog durch seine höhere Körpertemperatur Flöhe an, die dann wiederum nicht seine Besitzerin piesackten.

3. Malteser-Hunde sind nicht gern allein

Heutzutage muss er zum Glück nicht mehr als "Flohmagnet" herhalten, dennoch hat sich der Malteser-Hund seine Anhänglichkeit und Menschenfreundlichkeit über die Jahrhunderte bewahrt. Das bedeutet jedoch, dass Malteser-Hunde sich stark an ihre Lieblingsmenschen binden und traurig sind, wenn sie alleine bleiben müssen.

Sie sind gern überall dabei, was sich durch ihre geringe Körpergröße und ihr freundliches Gemüt zum Glück meist leicht bewerkstelligen lässt. Fremden Menschen gegenüber sind die kleinen Vierbeiner oft zunächst skeptisch und zeigen sich distanziert. Sie brauchen dann ein wenig Zeit, um aufzutauen und zu entscheiden, ob sie den unbekannten Zweibeiner sympathisch finden.

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4. Malteser erziehen sich nicht von selbst

Von ihrem ursprünglichen Einsatzbereich als Mäusejäger haben Malteser-Hunde nicht viel übrig behalten – ihr Jagdtrieb ist sehr schwach beziehungsweise fast gar nicht ausgeprägt. Da sie als Gesellschaftshunde für Menschen gezüchtet wurden und werden, sind sie außerdem sehr offen dafür, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Dies macht die Erziehung des Maltesers vergleichsweise einfach. Nichtsdestotrotz heißt das nicht, dass diese Rasse keine Erziehung braucht und von Natur aus brav ist – ihre Vertreter sind nach wie vor ganz normale Hunde. Malteser-Hunde werden bei mangelnder Erziehung leicht zu Kläffern, vor allem fremden Menschen gegenüber. Daher sollten Sie den Vierbeinern von Anfang an wichtige Kommandos und klare Regeln beibringen, was sie dürfen und was nicht.

5. Hunderasse ist verspielt, intelligent und lernfreudig

Die Lernfreude und Intelligenz des Maltesers erleichtern seine Erziehung aber ungemein. Er ist außerdem sehr verspielt, sodass Sie ihm nicht nur die wichtigsten Kommandos beibringen können, sondern auch Tricks. Der kleine Hund braucht zwar keine langen Spaziergänge und körperlich anspruchsvollen Sport- und Trainingssessions, freut sich jedoch über Beschäftigung, die seinen Fähigkeiten angemessen ist. Gemütliche Gassirunden mit Spielpausen – sowohl mit dem Menschen als auch mit Artgenossen – und Hundesportarten, die seine Intelligenz fordern, sind für ihn optimal.

6. Malteser-Hunde sind robust und langlebig

Bei guter Pflege können Malteser-Hunde 15 bis 18 Jahre alt werden. Sie gelten als wenig anfällig für rassetypische Krankheiten – einzig die Patellaluxation kann vorkommen und die Augen sind etwas empfindlich. Achten Sie darauf, dass Sie das Fell Ihres Maltesers täglich pflegen und gelegentlich dem Hundefriseur einen Besuch abstatten.

Im folgenden Video finden Sie einige Fakten zu Malteser-Hunden noch einmal zusammengefasst:

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