Maremmen-Abruzzen-Schäferhund

Die Geschichte des italienischen Maremmen-Abruzzen-Schäferhundes geht auf die Funktion des Herdenschutztieres zurück. In den Abruzzen, wo die Schafszucht noch heute ein wichtiger Lebensbestandteil ist, kommen diese Hunde weiterhin in ihrer ursprünglichen Rolle zum Einsatz. Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund wird bis zu 73 cm groß und 45 kg schwer. Der Rumpf ist länger als die Widerristhöhe, was der Rasse ein leicht rustikales Aussehen verleiht. Bei einer Lebenserwartung von 12 Jahren wird diese Gattung zumeist als Hüte- und Treibhund eingesetzt. Trotz ihres sehr kräftigen Körperbaus sind die Tiere keinesfalls plump oder schwerfällig. Ihr Fell ist weiß, lang und niemals gewellt. Der Rassestandard toleriert leichte Tönungen wie Blassorange oder Zitrone, jedoch nur in kleinem Maße.

Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund: Gelehrig und eigenwillig

Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund eignet sich eher weniger als Begleit- oder Familienhund, da er im Wesentlichen ein eigenwilliger Hund ist und sehr auf das Beschützen von Vieh und Herden sensibilisiert wurde. Die Tiere zeichnen sich durch ihren Mut und ihre Entschlossenheit aus und schützen in der freien Natur sowohl Hab und Gut ihres Herrn als auch ganze Herden. Werden sie dennoch von Familien aufgezogen, sind sie auf den Menschen geprägt und verhalten sich ausgenommen wachsam. Dabei begegnen sie Fremden jedoch mit einer großen Skepsis. Trotz ihrer Gelehrigkeit werden sie zumeist kein unterwürfiges Verhalten an den Tag legen.