Tiroler Bracke

Wald- und Bergjäger finden in der Tiroler Bracke vielerlei Verwendung bei der Hasen- und Fuchsjagd. Aufgrund ihres hervorragenden Orientierungssinns eignet sie sich dabei ideal als Schweißhund für das Aufstöbern aller Wildarten. Die mittelgroße, aus Österreich stammende Tiroler Bracke wird bei einem Maximalgewicht von etwa 22 kg bis zu 50 cm groß. Die Rasse wird in zwei Farbvarianten aufgeteilt. Auf der einen Seite stehen die Tiere von rotem Schlag, deren Fellfarbe als Rot, Hirschrot oder Rotgelb auftreten kann. Auf der anderen Seite gibt es den schwarzroten Schlag, wobei die Repräsentanten sich durch einen schwarzen Mantel oder Sattel hervorheben. Zusätzlich besitzen diese Hunde einen roten, abgegrenzten Brand an Brust, Bauch, Kopf und Läufen. Beide Schläge dürfen nach Zuchtkriterien weiße Abzeichen an Brust und Pfoten aufweisen.

Die Tiroler Bracke als idealer Jagdhund

Es ist zu vermuten, dass die Tiroler Bracke, wie alle Brackenhunde, mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Keltenbracke abstammt. Angeblich diente diese Rasse bereits Maximilian, I. um 1500 als Jagdhelfer. Die Reinzucht begann um 1860 in Tirol. Auf die Etablierung des Rassestandards 1860 folgte die offizielle Anerkennung im Jahr 1908. Als Jagdhund eingesetzt, überzeugt diese Rasse durch ihr selbstständiges und ausdauerndes Aufsuchen von Spuren. Häufig wird die feinnasige und mit einem überdurchschnitt stark ausgeprägtem Orientierungssinn ausgestattete Tiroler Bracke bei der Nachtjagd eingesetzt. Auch ihr Spurlaut und Spurwillen sind hoch entwickelt.