Warum heißt es ...?

Katze im Sack kaufen: Umtausch ausgeschlossen

Wer möchte schon die Katze im Sack kaufen? Im Hinblick auf dieses alte Sprichwort sollte man heutzutage fast alles testen oder zumindest ansehen, bevor man es erwirbt. Tut man das nicht und ärgert sich im Nachhinein über den unüberlegten Kauf, heißt es oft: Da hast du wohl die Katze im Sack gekauft! Aber warum eigentlich?

Katze im Sack kaufen: Umtausch ausgeschlossen — Bild: Shutterstock / Lena Lir

Katze im Sack kaufen: Umtausch ausgeschlossen — Bild: Shutterstock / Lena Lir

Die Katze im Sack kaufen – dieser Ausdruck bezieht sich darauf, einen Gegenstand zu erwerben, ohne ihn zuvor genauer unter die Lupe genommen zu haben. Manchmal ist es einfach nicht möglich, das Objekt der Begierde vor dem Kauf selbst in Augenschein zu nehmen – zum Beispiel bei der Schnäppchenjagd im Internet.

Wenn das Verlangen dann die Vernunft besiegt, lässt sich manch einer dazu hinreißen, etwas ungesehen zu bestellen. Wenn das Ergebnis dann enttäuscht, denkt man zwangsläufig an die sprichwörtliche Katze im Sack.

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Möchten Sie einen Sack für diese Katze?

Die Redensart "Die Katze im Sack kaufen" muss sehr alt sein, denn schon in den Schwänken von Till Eulenspiegel findet sie Erwähnung – und der nahm bekanntlich nur solche Sprichwörter auf den Arm, die es zu seiner Zeit schon lange gab. Ihren Ursprung hat die Redewendung auf den alten Marktplätzen. Kaufte jemand einen Hasen, ein Kaninchen oder ein Ferkel, um es mittags als Festbraten zu servieren, wurden die Tiere häufig in einen Sack gesteckt, damit sie nicht ausbüxen.

Manchmal waren die Tiere aber auch schon eingesackt, bevor sie verkauft wurden. Wenn der blauäugige Käufer dann zu Hause den erworbenen Sack öffnete, um einen leckeren Kaninchenbraten zuzubereiten, sprang ihm mitunter eine Katze entgegen, denn die hatte er soeben im Sack gekauft – und das nicht bloß sprichwörtlich.

Katzen hatten für Bauern früher wenig Wert

Die Täuschung war natürlich ein schlechtes Geschäft für den gutgläubigen Käufer. Er erwartete vermutlich eine legefreudige Henne im Sack oder ein Ferkel für den Sonntagsbraten. Stattdessen wurde ihm eine wenig nützliche Katze verkauft. Einzig für die Mäusejagd konnten die Tiere eingesetzt werden und nicht zur Nahrungsmittelversorgung. Bei einer Mäusejägerin blieb es zudem meist nicht, denn die herumstreunenden Tiere waren nicht kastriert.

So streifte auf Bauernhöfen meist gleich eine Schar der Wildfänge herum – es sei denn, es fanden sich Personen, die die Bauernhofskatzen adoptieren. Teilweise ist das leider auch heute noch so.

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