Tierkrankheiten

Fibrosarkom bei Katzen: Ursachen des bösartigen Tumors

Das Fibrosarkom ist ein bösartiger Hauttumor. Dabei entarten die Zellen des Bindegewebes (Fibrozyten) und führen zu Krebs. Die Ursachen für Fibrosarkome sind noch nicht zweifelsfrei geklärt. Früher ging man davon aus, dass die Leukose-Impfung diese Hautkrebsart auslöst – das gilt jedoch inzwischen als überholt. Doch was steckt dann dahinter?

Früher standen Impfungen im Verdacht, ein Fibrosarkom auszulösen  – Foto: Shutterstock / Wojciech Wandzel

Früher standen Impfungen im Verdacht, ein Fibrosarkom auszulösen – Foto: Shutterstock / Wojciech Wandzel

Das Risiko, an einem Fibrosarkom zu erkranken, steigt bei Katzen mit dem Alter. Besonders ab dem 8. Lebensjahr scheinen Katzen für diese Hautkrebsart anfällig zu sein. Etwa eine von 1.000 älteren Katzen entwickelt einen solchen Tumor. Woran könnte das liegen?

Was genau ist ein Fibrosarkom?

Das Fibrosarkom bei Katzen ist ein bösartiger Tumor. Tumore entstehen, wenn körpereigene Zellen sich abnorm vermehren. Bösartige Tumore breiten sich im Gegensatz zu gutartigen Tumoren unkontrolliert aus und befallen auch andere Körperteile – es entsteht Krebs. Sind Gewebezellen von einem solchen bösartigen Tumor betroffen, spricht man von einem Sarkom. Ein Osteosarkom befällt das Knochengewebe, ein Liposarkom das Fettgewebe – und ein Fibrosarkom das Bindegewebe.

Fibrosarkom durch Impfung? Wie es zu dem Mythos kam

Wissenschaftler brachten die Bildung eines Fibrosarkoms Anfang der 1990er-Jahre mit bestimmten Impfungen in Verbindung. Unter Verdacht standen vor allem die Immunisierungen gegen Tollwut und Feline Leukose. Verantwortlich gemacht wurden bestimmte Hilfsstoffe in Totimpfstoffen, die an der Impfstelle eine gefährliche Entzündung verursachen können. Dies sollte schließlich zur Ausbildung eines Fibrosarkoms führen.

Achtung! Lassen Sie sich durch diesen Mythos keinesfalls davon abhalten, Ihre Katze zu impfen. Bei Sorgen und Zweifeln sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Er wird für Ihr Haustier einen individuellen Impfplan zusammenstellen.

Welche Impfungen sind für Katzen sinnvoll? Ansehen

Mögliche Ursachen für ein Fibrosarkom bei Katzen

Es ist noch nicht endgültig geklärt, wie das Fibrosarkom bei Katzen entsteht. Bösartige Tumore entwickeln sich zumeist an Körperstellen, die durch Infektionen, Entzündungen oder Reizungen besonders belastet wurden. Eine Leukose-Infektion kann beispielsweise Krebs auslösen – ein Grund mehr, Ihre Katze durch eine Impfung gegen diese Krankheit zu schützen.

Es wird vermutet, dass bestimmte Hautreizungen oder kleine Verletzungen zu einem Fibrosarkom führen können. Dabei kann es sich zwar auch um eine Injektion bei einer Impfung handeln – das ist aber nicht der einzige Grund. Eine Spritze stellt immer eine kleine Verletzung dar. Diese kann auch durch Dornen oder Zeckenbisse entstehen. An der Verletzungsstelle kommt es zu einer Entzündungsreaktion; sie zeigt, dass das Immunsystem darauf reagiert. Sie macht sich durch eine vorübergehende Rötung und Schwellung bemerkbar.

In seltenen Fällen klingt die Entzündung aber nicht wieder ab, sondern löst eine unkontrollierte Vermehrung von entarteten Bindegewebezellen aus – ein Fibrosarkom entsteht.

Symptome eines Fibrosarkoms

Das Fibrosarkom äußert sich als Knubbel auf der Haut. Dabei handelt es sich um eine Umfangsvermehrung, einen Tumor, in der Haut oder der Unterhaut. Fibrosarkome fühlen sich derb und knotig an, verschieben lassen sie sich kaum. Sie wachsen recht schnell und können – wenn sie unbehandelt bleiben – aufbrechen.

Tumor bei Katzen: Symptome für Krebs erkennen Ansehen

Verdacht auf Fibrosarkom bei Ihrer Katze: Was tun?

Zur Sicherheit sollten Sie nach einer Injektion oder einer Hautverletzung Ihre Katze im Auge behalten. Klingen die Schwellung und Rötung auch nach Tagen nicht ab? Scheint die Schwellung sogar stärker zu werden? Dann gehen Sie am besten mit ihr zum Tierarzt. Er tastet den Hautknubbel ab und entnimmt bei Verdacht auf einen Tumor mittels einer Punktion oder Biopsie einige Bindegewebszellen. Im Labor untersucht er dann, ob es sich dabei um Krebszellen handelt. Eine Röntgen-Untersuchung kann zudem aufzeigen, ob der Krebs sich bereits weiter ausgebreitet, also metastasiert hat.

Fibrosarkom bei Katzen behandeln: Operation und Chemotherapie

Stellt sich der Verdacht auf ein Fibrosarkom bei Ihrer Katze als wahr heraus, sollte der Tumor möglichst schnell chirurgisch entfernt werden. Bei der Operation wird das betroffene Gewebe großzügig herausgeschnitten. Das ist notwendig, damit sich die Krebszellen nicht wieder vermehren. Mit einer Immuntherapie vor und nach der Operation regt der Tierarzt die Abwehrkräfte Ihrer Katze an, damit diese die Krebszellen besser bekämpfen können.

Bei einer Chemotherapie bekommt Ihre Katze bestimmte Medikamente, die die Krebszellen zerstören können. Eine Strahlentherapie kann ebenfalls dabei helfen. Meistens kombiniert der Tierarzt diese Therapieansätze, um den Krebs möglichst gründlich und nachhaltig zu beseitigen.

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