Tierkrankheiten

Katze ist herzkrank: So helfen Sie ihr im Alltag

Wenn Ihre Katze herzkrank ist, kann sie trotzdem noch ein glückliches, fast normales Leben führen – sofern sie passende Medikamente bekommt und regelmäßig zum Tierarzt zur Kontrolle geht. Wie Sie Ihrer herzkranken Samtpfote sonst noch helfen können, erfahren Sie hier.

Mit den richtigen Medikamenten und etwas Ruhe kann eine herzkranke Katze ganz normal leben – Shutterstock / Tanya Little

Mit den richtigen Medikamenten und etwas Ruhe kann eine herzkranke Katze ganz normal leben – Shutterstock / Tanya Little

Ist Ihre Katze herzkrank, macht sich dies in der Regel durch eine geringere Belastbarkeit bemerkbar. Die tierischen Herzpatienten sind schneller außer Atem, vor allem, wenn sie sich körperlich anstrengen: Sprünge auf erhöhte Plätze, Treppensteigen, Klettern und Spielen ist für betroffene Katzen sehr mühselig, sodass sie diese Tätigkeiten möglichst vermeiden. Sie wirken dann apathisch und antriebslos. Damit Ihre Katze sich ihre Lebensfreude bewahrt, obwohl sie herzkrank ist, können Sie ihr helfen:

Regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt und Medikamente

Oberste Priorität bei herzkranken Katzen haben die regelmäßigen Kontrollen beim Tierarzt und die richtigen Medikamente. Je nachdem, was genau Ihrer Katze fehlt, sind andere Wirkstoffe sinnvoll und auch auf die richtige Dosis kommt es an. Bitte geben Sie Ihrem Haustier keine Medikamente, die für Menschen gedacht sind, diese können giftig sein. Auch Hausmittel oder Homöopathie sollten Sie nur nach Rücksprache und Einverständnis mit dem behandelnden Mediziner anwenden.

Die Medikamente muss Ihre herzkranke Katze ihr Leben lang nehmen. Da die Mittel leider die Nieren oder die Leber auf Dauer belasten können, sind die regelmäßigen Kontrollen unverzichtbar. Wird die Belastung für die anderen Organe zu stark, kann der Tierarzt dies dann rechtzeitig erkennen und gegensteuern. Es kann ein paar Wochen dauern, bis die Arzneien ihre Wirkung zeigen, haben Sie also etwas Geduld und halten Sie sich strikt an die Anweisungen Ihres Tierarztes.

Herzkrank und übergewichtig? Katzendiät kann helfen

Sollte Ihre Katze herzkrank sein, vermeiden Sie alles, was Ihr Herz-Kreislauf-System zusätzlich belastet. Dazu gehören Übergewicht und Bluthochdruck – welcher ebenfalls oft mit überflüssigen Pfunden zusammenhängt. Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, wie Sie Ihre zu dicke Samtpfote auf Diät setzen können. Er kann Ihnen spezielles Futter besorgen, das alle nötigen Nährstoffe, aber weniger Kalorien enthält, um Ihrer Katze das Abnehmen zu erleichtern. Mehr zum richtigen Futter für betroffene Stubentiger finden Sie in unserem Ratgeber "Ernährung für Katzen mit Herzinsuffizienz mit Tierarzt abstimmen".

Katzenkrankheit HCM: Diagnose und Behandlung Ansehen

Anstrengung vermeiden: Spielen mit herzkranken Katzen

Eine spielende Katze ist eine glückliche Katze, doch wenn die Fellnase herzkrank ist, sind Sprünge und wilde Jagden für sie sehr anstrengend. Nach kurzer Zeit muss sie ihr Spiel unterbrechen, weil sie hechelt und außer Atem ist. Gestalten Sie die Spielstunden für Ihren Salonlöwen daher etwas ruhiger. Intelligenzspielzeug wie Fummelbretter macht zum Beispiel Laune und beschäftigt Ihre herzkranke Miez geistig, sodass keine Langeweile aufkommt, sie sich aber körperlich nicht überanstrengt. Mit einer Spielangel können Sie zudem das Tempo steuern – lassen Sie es einfach etwas entspannter angehen und spielen sozusagen "in Zeitlupe".

Wohnung für herzkranke Fellnase herrichten

Auch Klettern und Springen auf erhöhte Plätze lieben Katzen in der Regel über alles. Eine Katze, die herzkrank ist, braucht dabei jedoch etwas Unterstützung. Stellen Sie zum Beispiel zusätzliche Podeste unter den Kratzbaum oder neben das Sofa, bringen Sie eine Katzentreppe mit niedrigen Stufen unter Fensterbänken an oder richten Sie Ihrer Fellnase gemütliche Schlafplätze und Verstecke auf Bodenhöhe ein.

Ungesicherter Freigang ist bei chronisch kranken Katzen immer ein Risiko, weil Sie nicht mit Sicherheit wissen können, ob sie rechtzeitig für ihre Medikamentendosis wieder da ist oder heimlich beim Nachbarn frisst und ihre Diät sabotiert. Sie können Ihrer herzkranken Miez aber ein Gehege bauen oder den Garten ausbruchsicher einzäunen, wenn Sie sie weiterhin nach draußen lassen wollen.

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