Tierkrankheiten

Katzen mit Diabetes: So sieht die Behandlung aus

Katzen mit Diabetes müssen nach Entdeckung der Krankheit ein Leben lang in medikamentöse Behandlung. Auch eine spezielle Ernährung spielt eine Rolle, damit die Samtpfote trotz der gefährlichen und häufigen Stoffwechselkrankheit ein langes und glückliches Leben führen kann. 

Katzen mit Diabetes: Die Behandlung erfordert Geduld und Sorgfalt — Bild: Shutterstock / Maxim Blinkov

Katzen mit Diabetes: Die Behandlung erfordert Geduld und Sorgfalt — Bild: Shutterstock / Maxim Blinkov

Um festzustellen, ob eine Katze wirklich an der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus leidet, nimmt der Tierarzt Ihrem Stubentiger zunächst Blut ab, um den Blutzuckerwert zu bestimmen. Vor allem ein dauerhaft erhöhter Wert des Zuckerstoffs Fruktosamin ist für die Diagnose ausschlaggebend.

Es folgt eine gründliche Untersuchung des Tieres, bei der mögliche Folgeschäden erkannt und ein Behandlungsplan festgelegt werden. Dieser umfasst vor allem Maßnahmen, um bei der Katze den Mangel am Hormon Insulin, der für die Krankheitssymptome verantwortlich ist, medikamentös auszugleichen.

Katzen mit Diabetes: Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung von Katzen mit Diabetes kann je nachdem, wie weit fortgeschritten die Krankheit ist, unterschiedlich ausfallen. In einem frühen Stadium der Erkrankung können noch Tabletten verabreicht werden, sogenannte orale Antidiabetika. Diese sorgen dafür, dass die Bauchspeicheldrüse der Katze körpereigenes Insulin produziert.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, der Samtpfote zusammen mit dem Futter Medikamente zu verabreichen, die den Blutzucker-Spiegel der Katze senken können. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, wird der Tierarzt Ihnen eine Insulintherapie für Ihre Katze vorschlagen, bei der Sie das fehlende Insulin durch tägliche Spritzen ersetzen.

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Diabetes-Therapie mit Insulin-Spritzen

Eine Behandlung mit Insulin-Spritzen erfolgt normalerweise zweimal am Tag. Dabei wird das Hormon nach Anweisungen Ihres Tierarztes unter die Haut des Tieres gespritzt. Bei den meisten Katzen ist ein guter Zeitpunkt für die Vergabe des Medikaments kurz vor dem Essen.

Aber Achtung: Frisst die Katze ihr Essen nicht, kann es zu einer gefährlichen Unterzuckerung kommen. Manche Katzen werden deshalb, in Absprache mit dem Tierarzt, erst nach dem Füttern gespritzt. Außerdem ist für das Wohl des Vierbeiners eine Umstellung der Katzenernährung wichtig.

Katzen mit Diabetes richtig füttern

Für zuckerkranke Stubentiger ist ein geregelter Futterplan mit festen Essenszeiten sehr wichtig. Am besten ist, hierfür mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag zu verteilen, denn größere Schwankungen im Energiehaushalt können dem kranken Kätzchen großen Schaden durch Über- oder Unterzuckerung zufügen.

Bei übergewichtigen Katzen mit Diabetes wird der Tierarzt wahrscheinlich außerdem zu einer speziellen Diät raten, um die Therapie zu unterstützen. Katzen mit Diabetes zu behandeln erfordert also viel Geduld und Organisation vom Besitzer, durch die er aber noch viele schöne und gesunde Jahre mit seinem Stubentiger verbringen kann.

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