Krankheitssymptome

Katzenkot-Kunde: Toilettenverhalten Ihrer Katze im Fokus

Vom Kot Ihrer Katze können Sie viel über die Gesundheit Ihres Stubentigers lernen. Beim Saubermachen des Katzenklos lohnt sich also auch mal ein genauerer Blick auf den Inhalt. Einen Einblick in die Katzenkot-Kunde bekommen Sie hier.

Der Katzenkot Ihres Stubentigers sagt viel über seine Gesundheit aus – Shutterstock / Khamidulin Sergey

Der Katzenkot Ihres Stubentigers sagt viel über seine Gesundheit aus – Shutterstock / Khamidulin Sergey

Nicht immer ist es einfach, den Gesundheitszustand Ihrer Katze an ihrem Verhalten zu erkennen. Ob sie das richtige Futter bekommt, ob sie unter Durchfall oder Verstopfungen leidet, lässt sich am besten am Katzenkot ablesen.

Vom Stuhlgang können Sie sogar Rückschlüsse auf mögliche schwerwiegendere Erkrankungen des Darms oder anderer Organe ziehen. Wenn Sie das Katzenklo Ihres Stubentigers das nächste Mal reinigen, lohnt sich in jedem Fall ein aufmerksamer Blick auf den Inhalt.

Nach diesen Kriterien untersuchen Sie Katzenkot

Es gibt fünf Faktoren, auf die Sie achten sollten, wenn Sie den Kot Ihrer Katze genauer unter die Lupe nehmen:

● Welche Farbe hat der Katzenkot?

● Welche Form hat er?

● Wie ist die Konsistenz?

● Wie viel Kot finden Sie im Katzenklo?

● Wie ist der Geruch?

Wie sieht der Kot einer gesunden Katze aus?

Die meisten Katzen verrichten ihr Geschäft einmal am Tag und suchen alle 24 bis 36 Stunden das Katzenklo dafür auf. "Normalen", gesunden Katzenkot erkennen Sie an folgenden Kriterien:

● tiefbraune Farbe

● länglich und biegsam

● feste, aber nicht zu harte Konsistenz

● leichter, nicht zu fauliger Geruch

Bedenken Sie aber, dass Katzen Individuen sind und auch ihr Stuhlgang von der Norm abweichen kann, obwohl sie bei guter Gesundheit sind. Ist der Katzenkot beispielsweise eher karamellfarben statt tiefbraun, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung.

Wenn Sie das Toilettenverhalten Ihrer Katze aber über einen längeren Zeitraum beobachten und Veränderungen oder Unregelmäßigkeiten wie Durchfall, Verstopfungen oder plötzliche Unsauberkeit feststellen, könnte das ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme des Tieres sein.

Plötzliche Unsauberkeit: Ist die Katze krank? Ansehen

Katzenkot bei Durchfall

Durchfall bei Katzen ist nicht ungewöhnlich und fast jeder Besitzer wird irgendwann einmal damit konfrontiert werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von einer Futtermittel-Unverträglichkeit bis zu Erkrankungen im Magen-Darmtrakt.

Mögliche Ursachen sind:

● Futtermittelallergien oder -intoleranzen

● Umstellungen bei der Fütterung

● verdorbenes Futter

● Magen-Darm-Grippe

● Entzündungen im Darmbereich

● Wurmbefall

● Infektionen mit verschiedenen Bakterien oder Parasiten

● Erkrankung an der Bauchspeicheldrüse

● Überfunktion der Schilddrüse

● Krebs

Generell sollten Sie immer Ihren Tierarzt aufsuchen, wenn der Durchfall Ihrer Katze länger als ein bis zwei Tage andauert. Denn dann besteht die Gefahr der Dehydrierung. Auch bei besonders schwerem Durchfall oder weiteren Krankheitsanzeichen wie Fieber oder Erbrechen sollten Sie nicht zögern, zum Tierarzt zu gehen.

Wenn die Katze Durchfall hat: Wann zum Tierarzt? Ansehen

Katze hat Verstopfung: Indizien aus dem Katzenklo

Während Durchfall dem Katzenbesitzer sehr schnell auffällt, werden Verstopfungen nicht sofort erkannt. Gerade hier ist es von Vorteil, den Katzenkot regelmäßig zu untersuchen. Finden Sie nur wenig oder gar keinen Kot im Katzenklo, ist das ein Indiz für eine Obstipation. Ist der Stuhlgang dann auch noch extrem hart und trocken, können Sie davon ausgehen, dass Ihre Samtpfote unter Verstopfung leidet.

Mögliche Ursachen sind:

● falsche Ernährung, zum Beispiel zu wenig Ballaststoffe

● Futtermittelallergien oder -intoleranzen

● Futterumstellung

● Aufnahme von zu wenig Flüssigkeit

● Verstopfung des Verdauungstrakts durch Fremdkörper

● Überschuss an Haarballen im Verdauungstrakt

● Beckenbruch

● Erweiterung des Dickdarms (Megakolon)

● Tumor

● Niereninsuffizienz

Darmverschluss

Ist der Katzenkot mit Schleim oder Blut bedeckt, ist ein Gang zum Tierarzt notwendig. Auch wenn die Verstopfungen mehrere Tage anhalten oder so stark sind, dass Ihre Katze Schmerzen hat und lautstark darauf aufmerksam macht, unter Umständen sogar schreit, sollten Sie keine Zeit verlieren.

So können Sie Verstopfung bei Ihrer Katze vorbeugen Ansehen

Katzenkot-Kunde: Wann sollte ich zum Tierarzt gehen?

Allgemein können Sie davon ausgehen, dass ein Tierarztbesuch unumgänglich ist, sobald Ihre Katze länger unter Verdauungsproblemen leidet. Halten Durchfall oder Verstopfung länger als ein oder zwei Tage an, suchen Sie die Praxis auf.

Stellen Sie neben Auffälligkeiten im Katzenkot weitere Krankheitsanzeichen wie Fieber, Teilnahmslosigkeit, Unruhe, Appetitlosigkeit oder Erbrechen an Ihrem Stubentiger fest, ist das ebenfalls ein Grund, direkt zum Tierarzt zu gehen. Auch bei Blut im Kot sollten Sie auf keinen Fall zögern, da es sich um ein Zeichen für eine lebensgefährliche Erkrankung handeln könnte.

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