Krankheitssymptome

Nickhautvorfall bei der Katze: Symptome und Ursachen

Ein Nickhautvorfall bei der Katze ist auch für den Laien zu erkennen und kann verschiedene Ursachen haben. Wie eine solche Erkrankung am Katzenauge aussieht, warum für eine genaue Diagnose der Tierarzt aufgesucht werden sollte, und wie diese aussehen könnte, lesen Sie hier.

So sehen gesunde Katzenaugen aus – Bild: Shutterstock / Burkhard Trautsch

So sehen gesunde Katzenaugen aus – Bild: Shutterstock / Burkhard Trautsch

Die Nickhaut ist eine kleine Bindehautfalte im inneren Augenlid der Katze. Sie schützt das Auge zusätzlich, wenn Schmutz oder Fremdkörper hineingeraten. Normalerweise ist nur ein kleiner Teil von ihr sichtbar; bei einem Nickhautvorfall ist dies anders.

Nickhautvorfall erkennen: Symptome der Bindehautanomalie

Normalerweise ist die Nickhaut bei gesunden Samtpfoten nur eine kleine Falte beziehungsweise ein kleiner Punkt im Augenlid, nahe der Nase. Sie ist transparent und wird auch drittes Augenlid genannt. Einen Nickhautvorfall bei Ihrer Katze erkennen Sie daran, dass diese ungewöhnlich weit hervortritt. Katzenbesitzer erkennen dieses Symptom meist sofort – dabei kann sich die Nickhaut so weit verlagern, dass sie das Auge der Katze zu einem Teil verdeckt – entweder ein- oder beidseitig.

Nickhautvorfall: Der Tierarzt stellt die Diagnose

Da unbehandelte Krankheiten am sensiblen Katzenauge schwere Folgen nach sich ziehen können, sollten Anomalien am Auge immer mit einem Tiermediziner besprochen werden. Auch, weil bei einem starken Nickhautvorfall das Sehvermögen der Katze eingeschränkt ist, sollten Sie den Besuch beim Veterinär nicht zu lange herausschieben. Wichtig ist, dass Sie dem Tierarzt auch mögliche Auffälligkeiten berichten, die Sie über den Nickhautvorfall hinaus in letzter Zeit an Ihrem Haustier bemerkt haben, denn das könnte ihm die Diagnose erleichtern.

Mögliche Ursachen für die Katzenkrankheit

Ein Nickhautvorfall bei der Katze kann durch Verletzungen, Krankheiten, Parasiten oder psychische Ursachen entstehen – oft geben Begleitsymptome Aufschluss über die Krankheitsursache. Ein häufiger Grund für die Augenerkrankung ist eine Bindehautentzündung, die durch Zugluft, Viren oder Bakterien entstehen kann. Eine Verletzung am Auge, zum Beispiel durch die Rangelei mit einem Artgenossen, ist ebenfalls möglich und vom Tierarzt wie vom Besitzer meist auch schnell als solche zu erkennen. Auch als Begleitsymptom von Katzenschnupfen kann ein Nickhautvorfall auftreten, geht dann aber mit anderen schweren Symptomen wie starkem Augen- und Nasenausfluss einher.

Erste Hilfe für Katzen: Tipps für den Notfall Ansehen

Parasitenbefall mit Bandwürmern, Dehydrierung durch Erkrankungen, die von Durchfall oder Erbrechen begleitet wurden, sind ebenfalls möglich und leider kann auch ein Tumor einen Vorfall der Nickhaut verursachen. Die Behandlungsmethoden der Augenerkrankung richten sich nach der Ursache der Krankheit und werden vom Tierarzt festgelegt.

Nickhautvorfall behandeln: Therapie richtet sich nach Diagnose

Wie Tierärzte einen Nickhautvorfall behandeln, ist abhängig von der Ursache. Sind Bakterien schuld, kann eine Behandlung wie eine Mittelohr- oder eine Bindehautentzündung mit Antibiotika therapiert werden. Ist das Katzenfutter verantwortlich, hilft meist schon ein Allergietest und eine anschließende Futterumstellung. Ein Befall mit Parasiten wird mit einer Wurmkur behandelt und sollten psychische Ursachen zugrunde liegen, setzt die Therapie daran an – hierbei kann ein Katzenpsychologe helfen.

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