Wussten Sie schon ...?

Sind Sommersprossen bei Katzen gefährlich oder harmlos?

Wussten Sie, dass auch Katzen Sommersprossen bekommen können? Meist sind rote Fellnasen sowie Glückskatzen von den dunklen Tupfern auf der Nase betroffen. Dabei handelt es sich um Pigmentflecken, die normalerweise harmlos sind. Wie die Flecken entstehen und wann Sie vorsichtshalber zum Tierarzt gehen sollten, lesen Sie im Folgenden.

Ähnlich wie bei Menschen sind es vor allem rothaarige und hellhäutige Katzen, die zu Sommersprossen neigen – Shutterstock / Gints Ivuskans

Ähnlich wie bei Menschen sind es vor allem rothaarige und hellhäutige Katzen, die zu Sommersprossen neigen – Shutterstock / Gints Ivuskans

Streng genommen ist der Begriff "Sommersprossen" für die dunklen Flecken auf der Katzenhaut irreführend. Denn anders als bei Menschen entstehen die Tupfer unabhängig vom Sonnenlicht. Doch was hat es dann mit den Sommersprossen bei Katzen auf sich?

Was sind Sommersprossen bei Katzen?

Die Sommersprossen bei Katzen werden in der Fachsprache "Lentigo" beziehungsweise in der Mehrzahl "Lentigines" genannt. Es handelt sich dabei um Pigmentflecken. Das heißt, dass anstelle der dunklen Tupfer mehr Zellen vorhanden sind, die Pigmente, also Farbstoffe, produzieren. Diese Zellen nennen sich "Melanozyten" und der Farbstoff, den sie produzieren "Melanin". Die Pigmentflecken sind flach und farblich klar von der umgebenden Haut abgegrenzt. Sie sind entweder schwarz oder braun. Vergleichbar sind die Kleckse auf der Katzenhaut am besten mit Leberflecken und Muttermalen, auch wenn sie wie Sommersprossen aussehen.

Wie entstehen die Pigmentflecken auf der Katzenhaut?

Die Pigmentflecken entstehen nicht durch Sonnenlicht und werden auch nicht dadurch verstärkt. Allerdings ist die Veranlagung zu den Sommersprossen bei Katzen wie bei Menschen allem Anschein nach genetisch bedingt. Vor allem Katzen, die rotes Fell haben, bekommen mit der Zeit immer mehr Tupfer auf der Haut. Das kann sowohl rothaarige Katzen mit und ohne Scheckung als auch Schildpatt- und Glückskatzen betreffen. In seltenen Fällen lassen sich die Flecken bei silberfarbenen und crèmefarbenen Fellnasen beobachten.

Die Sommersprossen bemerken Sie wahrscheinlich als erstes auf der Nase oder den Lippen Ihrer Katze. Aber die Tupfer erscheinen ebenfalls an anderen Hautstellen, zum Beispiel:

● In der Mundhöhle

● Im Inneren der Ohren

● An den Augenlidern und Augenrändern

● Unter den Pfoten.

Die Veranlagung zu den Muttermalen tragen zwar schon Katzenbabys in sich, aber oft fallen die Pigmentflecken erst später auf. Im Alter nehmen die dunklen Kleckse zu – wie bei menschlichen Altersflecken.

Tipp: Selbst, wenn die Sommersprossen bei Katzen nicht durch Sonnenlicht entstehen, sollten Sie vor allem hellhäutige Fellnasen vor zu starker Sonnenstrahlung schützen. Denn Sonnenbrand bekommen unsere Samtpfoten auf genau dieselbe Weise wie wir Menschen.

Katzen vor Sonnenbrand schützen: Geeignete Sonnencreme Ansehen

Sind Sommersprossen bei Katzen ein Grund zur Sorge?

Die kurze Antwort lautet: Nein. Handelt es sich tatsächlich um Muttermale oder Sommersprossen bei Katzen, sind sie genauso harmlos wie bei Menschen. Ihre Samtpfote hat keine Schmerzen deswegen und weiß wahrscheinlich gar nicht, dass sie Pigmentflecken hat. Allerdings können die dunklen Kleckse gefährlich werden, wenn sich dazwischen weniger gutartige Hautveränderungen verbergen.

Dunkle Flecken auf der Haut: Wann Ihre Katze zum Tierarzt muss

Wenn die Pigmentflecken nicht flach auf der Haut aufliegen, sondern sich von der Hautoberfläche abheben, kann es sich um sogenannte Melanome handeln. Das sind Tumore auf der Haut, die sowohl gutartig als auch bösartig sein können. Um das festzustellen, sollten Sie mit Ihrer Katze zum Tierarzt fahren und sie untersuchen lassen. Ein Tierarztbesuch ist ebenfalls angeraten, wenn die Flecken gerötet erscheinen oder Ihre Katze auf Berührung an den Stellen ungewohnt empfindlich reagiert – das können Symptome einer schmerzhaften Entzündung sein.

Achtung: Melanome können alle Katzen bekommen, nicht nur rothaarige Tiere. Stubentiger mit dunklem Fell sind davon sogar häufiger betroffen, sagen Experten.

Ansonsten gilt: Sobald Ihre Katze sich anders verhält als sonst oder Ihnen etwas seltsam vorkommt, gehen Sie lieber mit ihr zum Tierarzt. Wenn alles in Ordnung ist, können Sie beruhigt sein. Sollte es sich bei den dunklen Flecken tatsächlich um Hautkrebs oder krankheitsbedingten Hautausschlag handeln, sind die Heilungschancen umso größer, je eher die Krankheit behandelt wird.

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