Krankheitssymptome

Tumor bei Katzen: Symptome für Krebs erkennen

Wenn ein Tumor bei Katzen entdeckt wird, ist der Schock erst einmal groß. Erkennen Sie die Symptome jedoch frühzeitig, lässt sich Krebs bei Katzen oft gut behandeln. Achten Sie daher aufmerksam auf mögliche Anzeichen einer Tumorerkrankung und gehen Sie im Zweifel lieber einmal zuviel zum Tierarzt.

Je eher ein Tumor bei Katzen entdeckt wird, umso größer sind die Heilungschancen – Shutterstock / Elnur

Je eher ein Tumor bei Katzen entdeckt wird, umso größer sind die Heilungschancen – Shutterstock / Elnur

Ein Tumor bei Katzen äußert sich leider durch recht unspezifische Symptome. Dabei kommt es auch darauf an, wo sich der Tumor befindet und wie weit der Krebs sich schon ausgebreitet hat. Wenn Sie aber regelmäßig mit Ihrer Katze zur Vorsorge gehen und wissen, worauf Sie achtgeben müssen, gelingt es nicht selten, die Krebserkrankung zu erkennen, bevor es für eine Therapie zu spät ist.

Was sind Tumore bei Katzen?

Teilen sich Körperzellen plötzlich unkontrolliert, wächst ein Tumor bei Katzen heran. Tumore können gutartig (benigne Tumore) oder bösartig (maligne Tumore) sein. Bösartige Tumore wachsen besonders schnell, wuchern in gesundes Gewebe ein (sie verhalten sich "invasiv") und bilden sogenannte Metastasen. Das bedeutet, dass sie sich rasch im ganzen Körper ausbreiten. Gutartige Tumore wachsen zwar langsamer und wuchern nicht in andere Körperbereiche aus, können aber trotzdem die gesunden Körperfunktionen beeinträchtigen.

Tumor bei Katzen: Symptome und Warnzeichen

Die Symptome für Tumore bei Katzen sind sowohl bei gutartigen als auch bei bösartigen Arten ähnlich. Bei malignen Tumoren lässt der allgemeine Gesundheitszustand Ihrer Katze aber schneller und stärker nach als bei benignen Tumoren. Auf diese Anzeichen sollten Sie unbedingt achten:

Gewichtsverlust

Appetitlosigkeit oder das Gegenteil, ein auffallend großer Appetit

● Schwierigkeiten beim Fressen oder Schlucken

Erbrechen

Durchfall

● Krampfanfälle

Epileptische Anfälle

● Blutarmut

● Nicht heilende Wunden

● Ausfluss oder Blutungen

● Schwellungen und Umfangsvermehrungen am Körper

● Knötchen unter der Haut

Atemprobleme

● Lahmheit oder Steifheit

● Schwierigkeiten, Urin oder Kot abzusetzen

Verhaltensänderungen als Symptom für Krebs bei Katzen

Darüber hinaus kann sich ein Tumor bei Katzen auch durch Symptome bemerkbar machen, die mit einer Verhaltensänderung Ihres Haustiers einhergehen. So wirkt eine sonst ausgeglichene, entspannte Katze plötzlich rastlos und nervös. Eine zuvor fröhliche, verspielte Katze zieht sich auf einmal immer öfter zurück, wirkt lustlos oder müde. Vielleicht haben Sie auch den Eindruck, dass Ihre Katze in kurzer Zeit um Jahre gealtert erscheint? Dann sollten Sie in jedem Fall zum Tierarzt gehen.

Vorsorgeuntersuchungen für Katzen: Krankheiten früh erkennen Ansehen

Welches sind häufige Tumor-Arten bei Katzen?

Am häufigsten werden Blutkrebstumore bei Katzen diagnostiziert. Bilden sich Knoten und Geschwülste, handelt es sich um sogenannte Lymphosarkome. Schwimmen die Krebszellen frei im Blutkreislauf, nennt sich die Blutkrebsart Leukämie. Manche Formen von Leukämie werden durch das Feline Leukämievirus (FeLV) verursacht. Da vor allem Freigänger gefährdet sind, sich damit anzustecken, empfiehlt sich für sie eine Impfung dagegen.

Weitere verbreitete Tumor-Arten bei Katzen sind:

● Plattenepithelkarzinom

● Basalzelltumor

● Fibrosarkom

● Mammakarzinom

Das Plattenepithelkarzinom ist eine Hautkrebsart. Hellhäutige Tiere sind besonders gefährdet, häufige Sonneneinstrahlung steigert das Risiko. Diese Tumore befallen meist wenig behaarte Körperstellen, da diese der Sonnenstrahlung schutzlos ausgesetzt sind. Dazu gehören die Ohrenränder und das Innere der Ohrmuscheln. Doch auch die Nase kann betroffen sein. Unabhängig von der Sonneneinstrahlung kann ein Plattenepithelkarzinom aber auch im Maul der Katze auftauchen.

Auch der Basalzelltumor gehört zu den Hautkrebsarten. Neben den allgemeinen Symptomen können hier noch vergrößerte Lymphknoten und Knötchen auf der Haut zu erkennen sein. Ein klar abgegrenzter Knubbel unter der Haut kann ein Warnzeichen für ein Fibrosarkom sein – ebenfalls eine Hautkrebserkrankung. Kleine Knötchen am Bauch können auf ein Mammakarzinom – auf Brustkrebs – hindeuten. Oft schwellen die Gliedmaßen an und die Katze hat große Schmerzen, wenn sie versucht, sich zu bewegen.

Bei diesen 5 Anzeichen muss Ihre Katze sofort zum Tierarzt Ansehen

Verdacht auf einen Tumor bei Katzen? Diagnose beim Tierarzt einholen

Sollte Ihnen etwas seltsam bei Ihrer Katze vorkommen, gehen Sie auf jeden Fall zum Tierarzt. Vor allem, wenn Ihre Katze durch eine chronische Erkrankung ein geschwächtes Immunsystem hat oder älter als acht Jahre alt ist, lohnt sich außerdem ein regelmäßiger Gesundheits-Check beim Tierarzt. Denn egal, um welche Krebsart es sich handelt, die Tumore haben bei ohnehin geschwächten Tieren leichteres Spiel.

Ihr Tierarzt wird Ihre Katze gründlich abtasten, ihren allgemeinen Gesundheitszustand überprüfen und gegebenenfalls mit einer Blutuntersuchung oder Ultraschalluntersuchung nach möglichen Tumoren forschen. Erzählen Sie ihm während Ihres Besuchs auch unbedingt von Verhaltensänderungen und anderen möglichen Symptomen Ihrer Katze.

Krebs bei Katzen behandeln: Das kann Ihr Tierarzt tun

Ist der Tumor bei Katzen klar umgrenzt, hat noch nicht metastasiert oder zu viel gesundes Gewebe angegriffen, genügt eine Operation. Der Tumor wird dann großzügig herausgeschnitten. Haben die Krebszellen schon gestreut oder ist der Tumor zu groß, um herausoperiert zu werden, kommen noch eine Chemotherapie und Strahlentherapie in Betracht. Die Chemotherapie besteht aus Medikamenten, die die Krebszellen angreifen.

Leider können die Medikamente auch gesunde Zellen in Mitleidenschaft ziehen, daher kommt es hierbei zu teils starken Nebenwirkungen. Ihr Tierarzt wird daher genau abwägen, ob die positive Wirkung die Nebenwirkungen wert ist. Bei der Strahlentherapie werden die Tumore gezielt bestrahlt und damit zerstört. Die Strahlentherapie kann sehr große Tumore jedoch auch soweit verkleinern, dass sie operiert werden können.

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