Parasiten

Warum man Katzen entwurmen sollte

"Warum soll ich meine Katzen entwurmen lassen, auch wenn noch keine Symptome auf einen Wurmbefall hindeuten?" Diese Frage sorgt unter Katzenhaltern regelmäßig für heiße Diskussionen. Während Befürworter der regelmäßigen Wurmkur auf die Gesundheitsrisiken für die Tiere bei einem Wurmbefall verweisen, sorgen sich Kritiker häufig über mögliche Nebenwirkungen der Entwurmung. Warum diese dennoch empfehlenswert ist, erfahren Sie hier.

Die Katzen entwurmen zu müssen, ist aufgrund der Nebenwirkungen weder bei den Haltern noch den Tieren sonderlich beliebt, ein massiver Wurmbefall kann jedoch weitaus schlimmere Folgen haben - Shutterstock / Stokket

Die Katzen entwurmen zu müssen, ist aufgrund der Nebenwirkungen weder bei den Haltern noch den Tieren sonderlich beliebt, ein massiver Wurmbefall kann jedoch weitaus schlimmere Folgen haben - Shutterstock / Stokket

Zahlreiche Tierhalter würden wohl gerne darauf verzichten, ihre Katzen entwurmen zu müssen. Schließlich geht die Wurmkur für die geliebten Samtpfoten nicht selten mit Magen-Darm-Beschwerden und Durchfall einher. Sogenannte Spot-on-Präparate, die auf die Haut der Katze aufgetragen werden, verursachen bei manchen Stubentigern zudem Hautirritationen und Juckreiz. Ernsthafte Schäden fügt die Entwurmung den Katzen allerdings nicht zu – ein massiver Wurmbefall hingegen kann für die Fellnasen folgenschwere Konsequenzen mit sich bringen. Deshalb sollte trotz Unannehmlichkeiten regelmäßig zur Wurmkur gegriffen werden.

Warum Wurmkuren? Mögliche Folgen eines Befalls

Generell gilt: Je massiver ein Wurmbefall ist und je länger er unbehandelt anhält, desto größer sind die Risiken für dauerhafte gesundheitliche Schäden. So ernähren sich die Würmer zunächst nur vom Blut der Katzen und schwächen das Immunsystem, was sich zunächst in ständiger Erschöpfung und ähnlichen Symptomen äußert. Diese Stufe kann meist lediglich für sehr junge und alte Tiere problematisch werden.

Hält die Wurminfektion allerdings ungebremst an, kann der Magen- und Darm-Trakt geschädigt werden, was zu ständigem Erbrechen und Durchfall führt. Im schlimmsten Falle kann ein solcher Befall im Tod des Stubentigers gipfeln. Wer nun denkt, eine regelmäßige Kotuntersuchung beim Tierarzt könne die Wurmkur vollkommen ersetzen, irrt sich gewaltig. Denn diese Untersuchung kann die Parasiten erst nachweisen, wenn die Würmer Eier legen, die dann im Kot zu finden sind. Bis dahin ist der Wurmbefall schon gefährlich weit fortgeschritten. Einzig eine regelmäßige Wurmkur kann die kleinen Blutsauger in allen Entwicklungsstufen bekämpfen.

Grundregeln für eine gesunde Katze Ansehen

Katzen entwurmen zum Schutze des Menschen

Ein Verzicht auf die Wurmkur gefährdet jedoch nicht nur das Tier, sondern auch den Menschen, denn manche Erreger können vom Haustier auf den Halter übertragen werden. Dieser kann infolgedessen ebenfalls unter diversen Erkrankungen leiden. Um dies zu vermeiden, sollten Halter nicht nur ihre Katzen entwurmen, sondern sich zudem mehrmals am Tag gründlich die Hände waschen. Vor allem nach dem Säubern des Katzenklos gilt es, auf die Hygiene zu achten. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu Einmal-Handschuhen.

Reine Wohnungskatzen bilden keine Ausnahme

Am häufigsten sind Katzen, die viel draußen unterwegs sind, durch Wurminfektionen betroffen. Allerdings sollten sich auch Besitzer reiner Wohnungskatzen nicht darauf verlassen, dass ihre Vierbeiner vor einem Befall sicher sind. Haken- und Spulwürmer können beispielsweise schon über die Muttermilch übertragen werden, andere Würmer gelangen wiederum über die Sohlen von Straßenschuhen ins Haus. Aus diesem Grund sollten Sie auch Katzen entwurmen lassen, die keine Freigänger sind.

Ursachen für Wurmbefall bei Katzen Ansehen

Wie wirkt eine Wurmkur?

Wurmkuren töten in der Regel nur bereits vorhandene Parasiten ab. Sie bieten keinen dauerhaften Schutz, denn ihre Wirkung klingt bereits nach 24 Stunden wieder ab. Bei der Wurmkur geht es somit vor allem darum, eine Vermehrung der Würmer zu unterbinden, nicht darum, eine Katze völlig frei von Parasiten zu halten. Demnach ist der Schutz für das Tier höher, je öfter eine Wurmkur durchgeführt wird. Der Katze ein- bis zweimal jährlich oder gar nur bei akutem Bedarf eine Spritze geben zu lassen, reicht somit kaum aus.

Womit und wie oft Katzen entwurmen?

Wer trotzdem nicht ständig für eine Wurmkur zum Tierarzt fahren möchte, kann verschiedene Präparate zur Entwurmung ausprobieren. Die Möglichkeiten reichen von Pasten über Tabletten bis hin zu Spot-on-Tinkturen, die allesamt selbst verabreicht werden können. Wie gut diese jeweils von der Katze angenommen und verkraftet werden, ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Holen Sie sich dazu am besten im Voraus einen Rat bei ihrem Tierarzt ein.

Auch bei der Frage, wie oft genau man Katzen entwurmen sollte, gehen die Meinungen auseinander. Die generelle Empfehlung lautet jedoch, die pelzigen Schützlinge mindestens viermal im Jahr im Abstand von jeweils drei Monaten einer Wurmkur zu unterziehen. Freigänger sowie Katzen, die gerne Beutetiere jagen oder häufig den Kontakt zu Artgenossen pflegen, sollten sogar monatlich entwurmt werden, da bei ihnen die Infektionen deutlich häufiger auftreten. Leben Kinder mit im Katzenhaushalt, empfiehlt sich ebenfalls eine monatliche Entwurmung. Bei reinen Wohnungskatzen genügt es hingegen für gewöhnlich, wenn Sie sie alle sechs Monate entwurmen.

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