Katzenernährung

Fischöl für Katzen: Gesunde Nahrungsergänzung?

Fischöl kann für Katzen eine sinnvolle Nahrungsergänzung sein, die unseren geliebten Stubentigern dabei hilft, wichtige Fette aufzunehmen. Besonders die enthaltenen essenziellen Omega-3-Fettsäuren unterstützen viele Prozesse im Körper und können von Katzen nicht selbst produziert werden.

Öle und Fette - und somit auch Fischöl - leisten einen essenziellen Beitrag für die gesunde Katzenernährung – Shutterstock / irinaorel

Öle und Fette - und somit auch Fischöl - leisten einen essenziellen Beitrag für die gesunde Katzenernährung – Shutterstock / irinaorel

Öle und Fette sind in der Katzenernährung wichtig und können in geringen Mengen bei Bedarf dem Essen beigemengt werden. Fischöl können Sie im Fachhandel und in der Apotheke erwerben und zum Katzenfutter geben – wichtig ist die richtige Dosierung, denn ein Zuviel an Fischöl kann unschöne Folgen haben. Generell gilt: Halten Sie im Zweifel mit dem Tierarzt Rücksprache über die Ernährung Ihrer Katze.

Darum ist Fischöl für Katzen so gesund

Fischöl enthält langkettige Omega-3-Fettsäuren, DHA und EPA. Diese kommen beispielsweise in Lachs, Hering, Makrelen, Forellen und Sardinen vor. Da der Katzenorganismus die Fettsäuren nicht selber herstellen kann, müssen sie zugeführt werden. Sie haben wichtige Funktionen im Aufbau der Zellmembran, unterstützen bei Erkrankungen vieler Organe wie Leber, Nieren oder der Haut und wirken sich darüber hinaus positiv auf Gehirn, Nervenzellen, Hormonhaushalt und Immunsystem aus.

Auch der Bewegungsapparat von Katzen kann von Fischöl und den essenziellen Fettsäuren profitieren, da das Öl entzündungshemmende Wirkung haben soll, das Gewebe der Gelenke schützen und zum Beispiel bei Arthritis Steifheit und Schmerzen linden kann. Da Fischöl ein leicht blutverdünnender Effekt zukommt, wird die Gefahr von arterieller Verstopfung reduziert und das Herz entlastet. Ein sichtbarer Vorteil der ausreichenden Versorgung mit Fischöl ist gesunde Haut und schönes, glänzendes Katzenfell.

Ist Fischöl in Katzenfutter enthalten?

Mittlerweile werben viele Fertigfutterhersteller mit enthaltenem Fischöl in ihren Produkten. Leider ist in den meisten Fällen jedoch nur ein sehr geringer Anteil beigesetzt, der nicht ausreicht. Hinzu kommt die Schwierigkeit, dass nicht immer nachvollziehbar ist, welche Qualität das zugesetzte Fischöl hat, ob es rein oder mit anderen Zusatzstoffen vermengt ist. Wenn Sie selbst Fischöl kaufen, achten Sie daher darauf, dass es rein und von höchster Qualität ist.

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Fischöl für Katzen füttern: Die richtige Dosierung

Die Dosierung des Fischöls richtet sich nach Empfehlung des Herstellers. Pro Tag können Sie in der Regel zwei Milliliter pro zehn Kilogramm Körpergewicht füttern. Da Katzen selten zehn Kilogramm wiegen, genügt meist ein Viertel Teelöffel Fischöl pro Tag, bei kleinen Katzen auch weniger.

Ein Zuviel an Öl kann negative Folgen für die Gesundheit Ihrer Fellnase haben. Mögliche Symptome einer Überdosierung sind zum Beispiel Durchfall und andere Magen-Darm-Probleme. Sollte Ihre Katze häufiger Magen-Darm-Schwierigkeiten haben, geben Sie zunächst nur sehr wenig Fischöl ins Katzenfutter und erhöhen Sie die Dosis langsam – so kann sich der Organismus an die Nahrungsergänzung gewöhnen.

Wichtig: Da Fischöl blutverdünnende Wirkung zugeschrieben wird, sollten Sie Freigängern eher etwas weniger Öl ins Futter mischen, da diese ein erhöhtes Risiko haben, sich draußen zu verletzen und sich zum Beispiel im Kampf mit Artgenossen oder an Dornen blutende Wunden zuziehen. Ist das Blut verdünnt, erschwert dies die Wundheilung, sodass aus einem scheinbar harmlosen Kratzer eine ernsthafte Infektion hervorgehen kann. Auch sollten Sie Ihrer Katze kein Fischöl geben, wenn diese blutverdünnende oder entzündungshemmende Medikamente nimmt, da Fischöl diese Wirkungen verstärkt.

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