Tierschutz

Zugelaufene Katze füttern: Was Sie beachten sollten

Bevor Sie eine zugelaufene Katze regelmäßig füttern, ist es wichtig, herauszufinden, ob die Samtpfote wirklich kein Zuhause hat. Nur dann sollten Sie ihr nämlich etwas zu fressen geben.

Eine zugelaufene Katze sollten Sie nur unter bestimmten Bedingungen füttern – Bild: Shutterstock / Hasloo Group Production Studio

Eine zugelaufene Katze sollten Sie nur unter bestimmten Bedingungen füttern – Bild: Shutterstock / Hasloo Group Production Studio

Viele Stubentiger machen bei ihrem Freigang weite Ausflüge und verweilen dabei auch mal länger an einem Ort – besonders natürlich, wenn sie dort etwas zu essen bekommen. Da es zu Recht nicht immer im Interesse des Katzenbesitzers ist, dass sein Haustier woanders frisst, sollten Sie vorsichtig damit sein, fremde Katzen zu füttern.

Zugelaufene Katze füttern: Ja oder Nein?

Beobachten Sie in letzter Zeit eine scheinbar herrenlose Katze, die durch Ihren Garten streift, muss es sich nicht um einen Streuner handeln. Es ist gut möglich, dass die Fellnase neu in der Nachbarschaft ist und nur einen Ausflug macht, danach aber in ihr Zuhause zurückkehrt. Bei folgenden Anzeichen brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen und sollten die Katze nicht füttern, um Ärger mit oder Kummer bei den Nachbarn zu vermeiden:

● Wohlgenährte Erscheinung

● Seidiges Fell

● Munteres Auftreten

● Keine Verletzungen

Bei diesen Warnzeichen braucht die Katze Hilfe:

● Unterernährung

● Stumpfes, struppiges Fell

● Geschwächte Erscheinung

● Verletzungen oder Entzündungen

● Starker Parasitenbefall, zum Beispiel Zecken

In diesem Fall ist es gut, die Katze zu füttern. Wenn die Katze dünn und hilfsbedürftig aussieht, sollten Sie dem zugelaufenen Tier natürlich helfen. Sie können die Streunerin füttern, damit sie wieder zu Kräften kommt. Auf diese Weise fasst sie womöglich Vertrauen zu Ihnen, sodass Sie ihr weiterhelfen können. Allerdings dürfen Sie die Samtpfote nicht einfach adoptieren und sollten vorher sichergehen, ob sie nicht doch einen Besitzer hat, der sie vermisst.

Beim Tierarzt untersuchen lassen

Warten Sie nicht zu lange mit der Suche nach dem Besitzer des Fundtieres. Eine Katze, deren Besitzer Sie einfach nicht finden können, und die geschwächt und kränklich aussieht, sollten Sie einem Tierarzt vorstellen. Der kontrolliert sie nicht nur auf Parasitenbefall, Verletzungen und Krankheiten, sondern kann Ihnen auch Fütterungsempfehlungen mitgeben.

Zudem kann der Tierarzt überprüfen, ob Ihre zugelaufene Katze womöglich gechipt ist. Wenn ja, ist klar, dass sie bereits eine Familie hat, und die Besitzer freuen sich, ihre Fellnase zurückzubekommen. Ist die Katze weder gechipt noch tätowiert, melden Sie den Fund beim Tierheim und hängen Sie in Ihrer Nachbarschaft Zettel mit einem Foto Ihrer Findelkatze auf. Bis sich ein möglicher Besitzer meldet, kann das Tier bei Ihnen zur Pflege bleiben. Hat sich nach einem halben Jahr immer noch niemand gemeldet, können Sie die Katze in der Regel dauerhaft behalten.

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Zugelaufene Katze: Mit kleinen Portionen füttern

Wenn Sie eine zugelaufene Katze, die verwahrlost aussieht und eindeutig großen Hunger hat, füttern wollen, sollten Sie sie nicht mit zu viel Futter überfordern. Gerade, wenn sie lange nichts gegessen haben, neigen Katzen zum ungesunden Schlingen. Geben Sie ihr lieber mehrere kleine Portionen mit ein bisschen Abstand zueinander, sodass sich der kleine Streuner wieder an die regelmäßige Futteraufnahme gewöhnen kann.

Probieren Sie vorsichtig, wie viel und welches Katzenfutter ihr Findelkätzchen verträgt und gewöhnen Sie es langsam an zwei bis fünf kleine Portionen gesunden Futters täglich. Sperren Sie ihre zugelaufene Katze nicht ein, vor allem nicht, wenn es sich um ein weibliches Tier handelt, das vielleicht irgendwo Junge versteckt haben könnte.

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