Erziehungstipps

Katzenerziehung: Clickern bei Verhaltensauffälligkeiten

Durch das Clickern können Sie Ihrer Katze nicht nur Tricks beibringen, die Methode eignet sich auch, um Verhaltensauffälligkeiten entgegenzuwirken. Wichtig sind dabei Geduld und positive Konditionierung.

Clickern kann das Verhalten einer Katze beeinflussen – Bild: Shutterstock / strenghtofframeITA

Clickern kann das Verhalten einer Katze beeinflussen – Bild: Shutterstock / strenghtofframeITA

Bestimmte Verhaltensauffälligkeiten lassen sich tatsächlich "wegclickern". Schließlich lernt die Katze beim Clickertraining durch pawlowsche Konditionierung neue Verhaltensweisen wie Männchen machen, das Kommando "Sitz" oder Pfötchen geben. Genauso kann durch die Kombination aus Kommando, Reiz und Belohnung aber auch falsches Verhalten abtrainiert beziehungsweise durch korrektes Verhalten ersetzt werden.

Clickertraining gegen Langeweile

Gerade unterforderte Katzen können durch Clickertraining lernen, ihr Verhalten in positive Bahnen zu lenken. Hat sich die Katze aus Langeweile angewöhnt, am Sofa zu kratzen, Gardinen zu zerfetzen oder anderweitig für Unfrieden zu sorgen, hilft es manchmal, sie durch Tricks und „Denksportaufgaben“ zu fordern. Bringen Sie der gelangweilten Samtpfote zum Beispiel mittels Clickertrainig Kunststücke wie Pfötchen geben bei, bedeutet das, dass Sie sich intensiv mit der Katze beschäftigen und sie dadurch fordern. Langweilt sich die Katze nicht mehr, wird sie auch weniger ungewünschtes Störverhalten zeigen.

Verhaltensauffälligkeiten abtrainieren

Zeigt Ihre Katze starke Verhaltensauffälligkeiten, sollten Sie je nach Schwere der Symptome zuerst einen Tierarzt konsultieren. Aggressionen, Schreckhaftigkeit oder Unsauberkeit können auch Anzeichen für Krankheiten sein. Leidet die Katze unter schweren Verhaltensstörungen, wird Sie der Arzt gegebenenfalls an einen Tiertherapeuten verweisen. In leichteren Fällen lassen sich derartige Verhaltensweisen jedoch auch daheim abtrainieren. Hier bietet sich das Clickertraining an.

Wenn Sie die Katze durch Clicks und Leckerli jeweils dafür belohnen, das „richtige“ Verhalten zu zeigen, führt das oft schnell zum Erfolg. So kann eine schreckhafte Katze zum Beispiel lernen, eine Transportbox zu benutzen oder sich leichter anfassen zu lassen. Ob sich das Training jedoch auch für Ihren Stubentiger als korrigierende Maßnahme der Katzenerziehung eignet, ist vom Charakter des Tieres und seiner Lernwilligkeit abhängig. Im Zweifelsfall muss hier also von Fall zu Fall individuell entschieden werden.

Clickertraining für Katzen: Spielerische Erziehung Ansehen

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