Trainingsmethoden

Targettraining mit Katzen: So funktioniert es

Nicht nur Hunden, auch Katzen kann Targettraining großen Spaß machen. Dabei geht es darum, dass Ihre Katze einen bestimmten Gegenstand berührt und ihm folgt. So können Sie Ihre Fellnase beispielsweise in ihre Transportbox lotsen. Wie das Targettraining funktioniert, verraten die folgenden Tipps.

Beim Targettraining stupst Ihre Katze mit der Nase einen bestimmten Gegenstand an – Shutterstock / pyrozhenka

Beim Targettraining stupst Ihre Katze mit der Nase einen bestimmten Gegenstand an – Shutterstock / pyrozhenka

Katzen kann man keine Tricks beibringen, weil sie ohnehin nur das tun, wozu sie Lust haben? Das ist so nicht richtig. Schließlich lässt sich die Lust, Tricks zu lernen, bei den Samtpfoten wecken – zum Beispiel mit Targettraining.

Was ist Targettraining eigentlich?

Der Begriff "Target" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Ziel", etwa eine Zielscheibe beim Dart-Spiel. Das Targettraining ist vor allem bei Hunden oder Seelöwen im Zoo bekannt, funktioniert aber auch bei Katzen. Dabei halten Sie einen bestimmten Gegenstand hoch, den Ihr Haustier berühren soll. Gelingt dies, belohnen Sie Ihre Fellnase, um das Verhalten zu verstärken.

Am besten geeignet ist ein sogenannter Targetstab, der mit einer Kugel an der Spitze ausgestattet ist. Sie können aber auch einen Kochlöffel als Target benutzen. Hauptsache, der Stab ist stabil, das Ziel klar zu erkennen und die Spitze abgerundet. Sonst könnte Ihre Katze sich daran verletzen. Da Katzen Unbekanntes gern neugierig beschnuppern, bietet es sich an, Ihrer Samtpfote beizubringen, das Target mit der Nase anzustupsen.

Targettraining mit Katzen – 1. Schritt: Clickern

Wie aber bewegen Sie Ihre Katze dazu, das Target zu berühren? Dafür brauchen Sie neben dem Targetstab noch einen Clicker und Leckerlis. Jedes Mal, wenn Ihre Katze die Spitze des Stabs mit der Nase beschnuppert, clickern Sie und geben ihr ein Leckerchen. Sollte Ihre Katze zur besonders vorsichtigen Sorte gehören und sich nicht an den Stab herantrauen, fangen Sie etwas kleiner an. Dann clickern und belohnen Sie Ihre Miez, sobald sie sich in Richtung Targetstab bewegt oder ihn anschaut.

Achtung! Clickern Sie nicht versehentlich bei unerwünschtem Verhalten. Wenn Ihre Katze zum Beispiel in den Targetstab hineinbeißt oder mit der Pfote danach greift, belohnen Sie das nicht. Halten Sie den Targetstab nach jedem gelungenen und belohnten Nasenstupser wieder von Ihrer Katze weg. Sonst ist das Signal für sie zu unklar und sie weiß nicht genau, welches Verhalten belohnt wurde.

Sie möchten wissen, wie Sie Ihrer Katze Clickertraining beibringen können? Dann lesen Sie dazu unseren Ratgeber "Clickertraining mit Katzen: Tipps für den Einstieg".

Clickertraining für Katzen: Spielerische Erziehung Ansehen

2. Schritt: Gewünschtes Verhalten beim Targettraining verstärken

Ihr Salonlöwe stupst fleißig mit seiner Schnute an den Targetstab? Dann können Sie allmählich den Schwierigkeitsgrad erhöhen und das Verhalten verstärken. Zum Beispiel gibt es die Belohnung und den Click nur noch, wenn Ihr Stubentiger den Stab längere Zeit berührt. Oder Sie halten den Stab weiter weg, höher oder niedriger und belohnen dann jeden Nasenstupser.

3. Schritt: Targettraining variieren und Katze Tricks beibringen

Das einfache Targettraining klappt schon wie am Schnürchen? Dann können Sie noch weitergehen und Ihrer Samtpfote Tricks mithilfe des Targetstabs beibringen. Zwingen Sie Ihre Fellnase zu nichts, schließlich soll sie ja Spaß am Training haben. Ihre Miez lernt durch den Targetstab zum Beispiel spielend leicht "Männchen machen", das Springen durch einen Reifen oder das Drehen um die eigene Achse. Sie können sie mit dem Targetstab auch dazu bewegen, auf den Kratzbaum oder von der Couch herunter zu springen oder in ihre Transportbox zu gehen.

Im folgenden Video sehen Sie noch einmal die wichtigsten Tipps zum Targettraining mit Katzen zusammengefasst:

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