Freigänger

Freigänger: Wie lange bleiben Katzen weg?

Die Vorstellung, dass der Liebling von einem seiner Streifzüge nicht nach Hause zurückkehrt, bereitet so manchem Katzenbesitzer Sorgen. "Wie lange bleiben Katzen weg?", fragen sie sich dann. Welche Zeitspannen normal sind und wie Sie Freigänger dazu erziehen, abends heimzukommen, erfahren Sie hier.

Routinierte Freigänger kehren täglich in ihr Zuhause zurück – Bild: Shutterstock / Elena Eliachevitch

Routinierte Freigänger kehren täglich in ihr Zuhause zurück – Bild: Shutterstock / Elena Eliachevitch

Sie haben Ihre Katze am Morgen aus dem Haus gelassen, doch abends ist der Stubentiger immer noch nicht von seinem Erkundungsgang zurückgekehrt. Mit jedem Blick auf die Uhr werden die Sorgen größer. Warum bleibt der Freigänger so lange weg? Ist ihm womöglich etwas zugestoßen?

Wie lange Katzen wegbleiben, hängt letztendlich von unterschiedlichen und individuellen Faktoren ab. Vielleicht hat Ihre Katze einfach ihren ganz eigenen Kopf und kommt und geht, wann sie will. Dann können Sie versuchen, sie so zu trainieren, dass sie jeden Tag zu einer festen Zeit oder auf ein bestimmtes Signal hin nach Hause kommt.

Wie lange können Katzen wegbleiben?

Ob Ihre Katze 2, 3 oder 4 Tage weg bleibt, oder jeden Abend zurück nach Hause kommt, ist zunächst einmal eine Frage der Gewohnheit. Manche Fellnasen gehen sogar nur für ein paar Stunden raus und wollen dann wieder hineingelassen werden. Sofern Ihre Samtpfote ihrem gewohnten Rhythmus treu bleibt, ist in der Regel alles in Ordnung.

Es gibt allerdings einige Faktoren, die zu längeren Ausflügen im Freien führen. So können unkastrierte Kater auf Brautschau mühelos mehrere Kilometer weit von ihrem Zuhause weit weg gehen und bleiben dann auch entsprechend lange fort – teilweise 1 bis 2 Wochen.

Auch unkastrierte Katzen, die rollig sind, bleiben länger weg als nicht fortpflanzungsfähige Artgenossen. Sie machen sich währenddessen auf die Suche nach einem paarungsbereiten, potenten Kater.

Die Dauer der Streifzüge Ihrer Katze hängt zudem von der Jahreszeit ab. Im Frühling und Sommer gibt es für die Mini-Tiger mehr Beute und andere interessante Dinge zu entdecken, sodass sie länger wegbleiben. Im Herbst und Winter hingegen treibt sie das ungemütliche Wetter oft schneller zurück in ihr warmes Zuhause und die Ausflüge werden kürzer.

Wenn Ihre Katze noch nicht allzu lange bei Ihnen wohnt, können Sie nicht die Uhr danach stellen, wann sie zurückkommt. Womöglich bleibt Ihre Katze in der Anfangszeit lange weg, weil es noch so viel zu erkunden gibt in der neuen Umgebung.

Nach einer Weile kennt sie sich in ihrem Revier besser aus, weiß, dass sie bei Ihnen leckeres Futter bekommt und gut versorgt wird – und kommt dann in regelmäßigen Abständen nach Hause.

Freigang nach dem Umzug: Das müssen Sie beachten Ansehen

Warum bleiben Katzen tagelang weg? Mögliche Gründe

Wenn Ihre Katze länger wegbleibt, als Sie es gewohnt sind, fragen Sie sich bestimmt: “Meine Katze ist weg. Wann kommt sie wieder?” Hat sich die Samtpfote auch nach mehreren Tagen noch nicht wieder eingefunden, versuchen Sie trotzdem, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Überlegen Sie, ob Ihren sonst zuverlässigen Freigänger womöglich etwas daran hindert, nach Hause zurückzukehren. Mögliche Gründe für das lange Wegbleiben könnten sein:

● Der Freigänger wurde aus seinem Revier vertrieben und traut sich nun nicht zurück.

● Ihre Katze wurde versehentlich oder mit Absicht eingesperrt.

● Ihre Katze wurde eingefangen.

● Ihr Freigänger hat sich verletzt und kann aus eigener Kraft nicht nach Hause zurückkehren.

● Ihre Katze hat ihr Revier verlassen und findet nun trotz gutem Orientierungssinn nicht zurück.

In manchen Fällen kann es auch vorkommen, dass sich Ihre Katze ein neues Zuhause gesucht hat. Welche Gründe dahinter stecken können, lesen Sie in folgendem Ratgeber:

Warum suchen sich Katzen ein neues Zuhause? Ansehen

Ihre Freigänger-Katze ist weg? Das können Sie tun

Eine Sache vorweg: Lassen Sie Ihre Katze chippen und registrieren. Auf diese Weise steigen Ihre Chancen, Ihr Haustier wiederzufinden, falls es nicht von alleine zurück nach Hause findet.

Weitere Maßnahmen, um den Freigänger wiederzufinden, können sein:

● Katze suchen, rufen und anlocken

● Umgebung absuchen, insbesondere nach möglichen Verstecken und Fallen

● Nachbarn befragen

● Aushänge in der Nachbarschaft und beim Tierarzt

● Tierschutzvereine und Tierheime informieren

● Inserate in Tageszeitungen und im Internet

Noch mehr Tipps, was Sie tun können, wenn Ihre Katze entlaufen ist, erfahren Sie in folgendem Ratgeber:

Katze entlaufen: Was Sie tun können, um sie zu finden Ansehen

Wie Sie Ihrer Katze beibringen, abends nach Hause zu kommen

Idealerweise bleibt Ihre Katze aber gar nicht erst so lange weg, dass Sie anfangen, sich Sorgen zu machen. Der wichtigste Tipp: Lassen Sie Ihre Katze kastrieren. So hat sie einen Grund weniger, sich weit weg von zu Hause zu entfernen und tagelang, wenn nicht sogar mehrere Wochen, weg zu bleiben. Und Sie verhindern damit unerwünschten Nachwuchs.

Ansonsten können Sie Ihren Freigänger aber auch so trainieren, dass er auf Ihre Rufe hört und täglich zu einer regelmäßigen Uhrzeit wieder zu Hause erscheint. Bringen Sie Ihrem Stubentiger beispielsweise seinen Namen als Signal bei, heimzukommen.

Weitere Tipps:

● Rufen Sie das Tier immer zur gleichen Zeit wieder ins Haus, damit sich eine Routine ergibt.

● Belohnen Sie Ihre Katze mit Streicheleinheiten und einer Leckerei, die sie besonders gerne frisst, wenn sie auf Ihre Rufe reagiert und auf Kommando nach Hause kommt.

● Lassen Sie die Katze nur durch eine Tür des Hauses nach draußen. Am besten wählen Sie eine Tür zum Garten, nicht zur Straße heraus. Beim Weg nach drinnen stehen Ihrer Katze dagegen alle Türen offen.

● Geben Sie Ihrer Katze nicht zu viel Futter, bevor Sie sie aus dem Haus lassen. Wird sie hungrig, wird sie in der Regel den Heimweg antreten.

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