Tierpsychologie

Ist Ihre Katze glücklich? Daran erkennen Sie es

Sie möchten wissen, ob Ihre Katze glücklich ist und sich bei Ihnen zu Hause rundum wohlfühlt? Dann achten Sie darauf, ob Ihre Samtpfote entspannt und neugierig wirkt. Was das im Detail bedeutet und welche untrüglichen Zeichen für Wohlbefinden Stubentiger für gewöhnlich äußern, erfahren Sie hier.

"Schnurr, ist das schön!", scheint diese glückliche Tabby-Katze zu denken – Shutterstock / Syda Productions

"Schnurr, ist das schön!", scheint diese glückliche Tabby-Katze zu denken – Shutterstock / Syda Productions

Natürlich hat jede Katze auch ihren individuellen Charakter – einige Fellnasen drücken ihre Glückseligkeit etwas subtiler aus als andere. Im Wesentlichen aber lässt sich an der Laut- und Körpersprache sowie am Verhalten gut erkennen, ob Ihre Katze glücklich ist oder ob ihr etwas fehlt.

Achtung! Kommt Ihnen etwas seltsam vor oder ändert Ihre Katze plötzlich ihre Gewohnheiten, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass etwas nicht stimmt. Lassen Sie das in diesem Fall vorsichtshalber von Ihrem Tierarzt abklären.

Schnurren ist oft ein Zeichen von Katzenglück

Wenn Katzen schnurren, sind sie glücklich, heißt es. Das stimmt zwar nicht ausnahmslos, aber meistens. Behalten Sie stets den Kontext im Auge. Wenn Ihre Katze schnurrt, während sie entspannt neben Ihnen auf dem Sofa döst und sich von Ihnen den Kopf kraulen lässt, fühlt sie sich rundum wohl. Wirkt sie geschwächt, ängstlich, unsicher oder gestresst, kann das Schnurren hingegen der Versuch sein, sich selbst zu beruhigen. Ein Tierarztbesuch empfiehlt sich dann.

Glückliche Katzen "unterhalten" sich gern

Ihre Katze "plaudert" gern mit Ihnen? Das ist ein gutes Zeichen. Vor allem zarte Maunzer in höheren Tonlagen, fröhliche Gurrlaute und freundliches Zirpen dienen Ihrer Miez dazu, ihr Wohlbefinden auszudrücken. In der Regel möchte Ihre Fellnase Sie damit zwar auf etwas aufmerksam machen – "Ich habe Hunger", "Lass mich raus" oder "Beachte mich!" –, aber es zeigt auch, dass sie Ihnen voll und ganz vertraut. Sie weiß ganz genau, dass Sie alles dafür tun, damit Ihre Samtpfote glücklich ist.

Grollende, dunkle Knurrlaute hingegen sind meist als Drohung zu verstehen. Ihre Katze fühlt sich bedroht oder unwohl. Prüfen Sie nach, woran das liegen könnte. Bedenken Sie außerdem, dass nicht jede Katze eine "Plaudertasche" ist. Wenn Ihre Miez eher still und zurückhaltend ist, zeigt sie ihr Glück eben mehr durch ihr Verhalten und ihre Körpersprache.

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Entspannte Körpersprache als Zeichen von Wohlbefinden

Entspannte Katzen sind glückliche Katzen. Ob Ihre Katze entspannt ist, können Sie am besten an ihrer Körpersprache erkennen. Achten Sie zum Beispiel auf die Schwanzstellungen: Ist der Katzenschwanz hoch erhoben und kerzengerade, ist sie freundlich gestimmt und zufrieden. Vibriert der Schwanz dabei ein wenig, ist das ebenfalls ein gutes Zeichen. In der Regel freut sich Ihr Salonlöwe dann besonders, Sie zu sehen. Ist der Schwanz hoch erhoben, aber die Spitze leicht abgeknickt, ist Ihre Fellnase zwar freundlich, aber auch ein bisschen verunsichert. Verhalten Sie sich ruhig, sodass die Katze merkt, dass Sie harmlos sind – dann fasst sie Zutrauen.

Schlafpositionen glücklicher Katzen

Die Liegepositionen Ihrer Katze können ebenfalls Aufschluss darüber geben, ob sie glücklich ist. Sitzt sie zum Beispiel da wie ein Laib Kastenbrot mit eingeklappten Pfoten, ist sie gerade sehr entspannt und mit sich und der Welt im Reinen. Beobachtet sie dann auch noch mit halbgeschlossenen Augen ihre Umgebung oder blinzelt langsam, ist alles in Ordnung. Aufgestellte, leicht nach vorne gedrehte Ohren, sind ein weiteres Zeichen für Entspannung.

Schläft sie gern auf dem Rücken und streckt alle Viere von sich, äußert sie damit großes Vertrauen. Sie zeigt dabei ihren Bauch, ihre verwundbarste Stelle, und weiß, dass sie sicher und geborgen ist. Doch Vorsicht: Auf dem Rücken liegend befinden sich Katzen auch in einer optimalen Verteidigungsposition, falls sie sich bedroht oder gestört fühlen. Widerstehen Sie lieber der Versuchung, ihr das Bäuchlein zu kraulen. Oder seien Sie besonders aufmerksam, ob Ihre Katze irritiert auf die Streicheleinheiten reagiert – und hören Sie rechtzeitig auf.

Treteln als Ausdruck von Glückseligkeit

Wenn Ihre Miez mit den Pfoten ihre Lieblingsdecke oder Ihren Bauch durchknetet, zeigt sie, dass sie glücklich ist. Dieser sogenannte Milchtritt, auch "Treteln" genannt, ist bei Katzen von Geburt an in ihrem Instinkt einprogrammiert. Katzenbabys kneten den Bauch ihrer Mama durch, wenn sie säugen, um die Milchproduktion anzuregen. Erwachsene Katzen behalten sich diesen Instinkt und treteln, wenn sie sich so geborgen fühlen, wie als Babys bei ihrer Mutter.

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Glückliche Salonlöwen frönen der Fellpflege

Kann Ihre Katze ungestört ihrem artgerechten Verhalten nachgehen, macht sie das glücklich. Ein wichtiger Bestandteil davon ist ihre Fellpflege. Zufriedene Stubentiger putzen sich und ihre tierischen (manchmal auch menschlichen) Mitbewohner regelmäßig. Ihr Fell wirkt sauber, glänzend und gepflegt. Das zeigt nicht nur, dass Ihr Haustier seine Fellpflege im Griff hat, sondern auch, dass es gesund ist und alle Nährstoffe bekommt, die es braucht.

Ein stumpfes Fell kann auf Mangelernährung hindeuten und Verfilzungen sind ein mögliches Symptom für Krankheiten oder Stress. Doch auch extremes Putzverhalten, bei der sich die Katze das Fell kahl schleckt oder sogar ihre Haut in Mitleidenschaft zieht, ist ein Fall für den Tierarzt.

Gesunder Appetit? Dann ist Ihre Katze glücklich

Eine glückliche Katze hat einen gesunden Appetit. Das heißt, sie frisst weder zu viel noch zu wenig. Sowohl Übergewicht als auch Untergewicht sollten Sie vom Tierarzt abklären lassen. Grund zur Sorge besteht zudem, wenn Ihre Katze ihr Fressverhalten plötzlich ändert – also auf einmal Futter verweigert oder von heute auf morgen anfängt zu schlingen.

Übergewicht oder ein gesteigerter Appetit müssen nicht zwingend ein Krankheitssymptom sein. Möglich ist auch, dass sich Ihre Katze langweilt. Dennoch sollten Sie vorsichtshalber eine mögliche organische Ursache ausschließen. Danach können Sie ausprobieren, ob Ihre Katze wieder zu gesundem Fressverhalten zurückfindet, wenn Sie öfter mit ihr spielen und/oder – bei einer Einzelkatze – ihr einen Artgenossen zur Seite stellen.

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Fröhliche Samtpfoten sind verspielt und neugierig

Katzen sind zwar sehr vorsichtige Tiere, doch wenn sie sich rundum wohl fühlen und sie keine Gefahr befürchten, zeigen sie ihre neugierige und verspielte Seite. Vor allem junge Katzen spielen und toben gern, doch auch im Alter lassen sich die Fellnasen ab und zu für ein Spielchen begeistern. Wenn Ihre Samtpfote darüber hinaus gern alles erkundet, Ihre Einkaufstüten inspiziert oder von ihrem Lieblingsplatz aus das Treiben um sie herum beobachtet, ist das ein Zeichen für Glück.

Sollte Ihre Katze ab und zu, in neuen Situationen oder wenn Besuch kommt, zurückhaltend oder besonders vorsichtig reagieren, ist das allerdings vollkommen normal. Nur, wenn sich ihr Verhalten ändert, ohne dass es dafür einen offensichtlichen Grund gibt, ist zur Sicherheit ein Tierarztbesuch ratsam.

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