Tiere und Menschen

Katzenphobie: Therapie gegen Ailurophobie

Katzen sind liebenswerte und niedliche Tiere – zumindest in den Augen vieler Menschen. Wer allerdings unter einer Katzenphobie leidet, dem macht die Gegenwart von Samtpfoten Angst. Hier erfahren Sie mehr über das Thema Ailurophobie und wie man die Angststörung behandelt.

Wer seine Angst vor Katzen überwinden will, nähert sich den Fellnasen am besten langsam an – Shutterstock / Sinisa Botas

Wer seine Angst vor Katzen überwinden will, nähert sich den Fellnasen am besten langsam an – Shutterstock / Sinisa Botas

Weltweit soll es rund 15 Millionen Menschen geben, die an Ailurophobie leiden. Auch einige Größen der Weltgeschichte hatten angeblich Angst vor Katzen, darunter Alexander der Große, Napoleon Bonaparte oder auch Gaius Julius Cäsar und Dschingis Khan. Für die Betroffenen ist die Phobie mitunter sehr belastend, etwa weil sie den Umgang mit Freunden, die eine Katze haben, erschwert oder es zu furchtsamen Begegnungen in der Öffentlichkeit kommen kann.

Was ist Ailurophobie und wie äußert sie sich?

Ailurophobie lautet der Fachbegriff für die Angst vor Katzen, die sich allgemein auf Vertreter der Tierart oder aber auf Exemplare mit bestimmten Merkmalen wie etwa einer gewissen Fellfarbe oder einem speziellen Fellmuster beziehen kann. Mit einer bloßen Abneigung beziehungsweise Antipathie gegenüber Katzen hat das allerdings wenig zu tun. Wer unter der Phobie leidet, bekommt Angst, sobald er Katzen in seiner Umgebung wahrnimmt. Diese Angst kann sich bis zur Panikattacke steigern. Typische Symptome sind Schwitzen, Zittern, Schwindelgefühl und Herzrasen. Bei einer besonders schweren Katzenphobie kann es auch zu Ohnmachtsanfällen kommen.

Was sind die Ursachen von Katzenphobie?

Erklärungsansätze für die Angststörung gibt es viele. Als mögliche Ursachen werden beispielsweise Aberglaube, traumatische Erlebnisse oder auch Triebstörungen in Betracht gezogen, wenn auch Letzteres noch unter den Bereich Theorie fällt. Häufigste Ursache sind vermutlich traumatische Erlebnisse, vorwiegend aus der Kindheit. Wurde jemand in Kindestagen beispielsweise von einer Katze erschreckt oder angegriffen, kann sich dies in manchen Fällen in einer solch tiefsitzenden Angst widerspiegeln.

Der Zoologe und Verhaltensforscher Desmond Morris vermutet, dass die Angststörung bei einigen Menschen auf einen unterdrückten Sexualtrieb oder auch auf die Angst vor dem weiblichen Geschlecht zurückgeführt werden könnte. Katzen werden schließlich oft mit dem Weiblichen in Verbindung gebracht.

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Katzenphobie behandeln: Wie sieht die Therapie aus?

Wie die meisten Phobien lässt sich auch die Ailurophobie behandeln. Mithilfe eines Therapeuten können Sie die entsprechende Therapie besprechen und angehen. Dieser wird zunächst die Ursachen erforschen, da es wichtig sein kann, zu wissen, warum die Angst vor Katzen besteht. Die erfolgversprechendste Behandlung ist die Desensibilisierung. Dabei geht es darum, die unter Ailurophobie leidende Person nach und nach immer intensiverem Kontakt mit Katzen auszusetzen. Das Motto: Wer sich schrittweise seiner Angst stellt, überwindet sie irgendwann, idealerweise sogar restlos.

Eine Desensibilisierung bei einer Katzenphobie kann zum Beispiel so aussehen, dass zunächst Katzenbilder angesehen werden, dann ein Tier in sicherem Abstand betrachtet wird und man sich im nächsten Schritt im selben Raum mit der Samtpfote befindet, und diese später sogar streichelt und versorgt. Eine solche Therapie kann Wochen und auch Monate dauern, da mitunter sehr behutsam vorgegangen werden muss. Sollten Sie unter der Angststörung leiden und Hilfe suchen, sprechen Sie Ihren Arzt oder einen Therapeuten darauf an.

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