Freigänger

Maine Coon und andere Rassekatzen als Freigänger halten: Geht das?

Jede Katze liebt es, als Freigänger durch die Natur zu streifen, doch ist dies nicht ganz ungefährlich. Für die Maine Coon und andere Rassekatzen kommt neben den üblichen Risiken wie Autounfälle oder Vergiftungen noch hinzu, dass sie gestohlen werden könnten. Was also tun?

Diese wunderschöne Maine-Coon-Katze fühlt sich im Garten richtig wohl – Shutterstock / Mitrofanov Alexander

Diese wunderschöne Maine-Coon-Katze fühlt sich im Garten richtig wohl – Shutterstock / Mitrofanov Alexander

Die Maine Coon sieht mit ihrem langen, weichen Fell, dem schön geschwungenen Profil und dem imposanten Körperbau einfach prächtig aus. Auch Bengalkatzen, Britisch Kurzhaar, Ragdoll und andere Rassekatzen sind meist auf den ersten Blick als solche erkennbar.

Das kann leider Katzendiebe auf den Plan rufen, die die schöne Rassekatze entführen und an ahnungslose Menschen weiterverkaufen. Aber darf man die Maine Coon und andere Rassekatzen deswegen gar nicht als Freigänger halten?

Bengalkatze, Maine Coon, BKH und Co.: Was spricht für Freigang?

Maine-Coon-Katzen werden sehr groß und benötigen viel Platz. Auch die Britisch Kurzhaar gehört nicht gerade zu den kleinen Rassen. Die Bengalkatze wiederum hat durch ihre wilden Wurzeln einen extrem hohen Bewegungsdrang und ist besonders abenteuerlustig. Wohnungshaltung alleine wird ihnen da schnell zu langweilig.

Wenn die Fellknäuel auch nach draußen dürfen, kann man ihnen leichter ausreichend Platz und Beschäftigung bieten, damit sie sich wohlfühlen. Zudem lieben die neugierigen Katzen es, wenn sie im Garten nach Mäusen jagen und die Natur genießen können.

Grundsätzlich lässt sich eine Freigänger-Katze leichter auslasten als eine reine Wohnungskatze. Auf ihren Streifzügen gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Daher ist es für alle Katzen ein großes Vergnügen, wenn sie sich als Freigänger austoben dürfen – unabhängig davon, ob es sich um eine Rassekatze oder Hauskatze handelt.

Waldkatzenrassen: Maine Coon, Norwegische Waldkatze, ... Ansehen

Welche Gefahren lauern auf Freigänger-Rassekatzen?

Auf Katzen, die ungesicherten Freigang haben, lauern grundsätzlich Gefahren, die für Wohnungskatzen nicht gelten. Ob Rassekatze oder nicht, der Straßenverkehr ist für alle Samtpfoten eine große Gefahr, da sie überfahren oder verletzt werden können.

Vor allem junge oder unerfahrene Stubentiger können die Geschwindigkeit der Autos nicht richtig einschätzen. Besonders in der Stadt sowie in der Nähe viel befahrener Straßen ist das Risiko für einen Unfall hoch.

Überdies kann es passieren, dass die Mieze sich vergiftet – manche Hunde- und Katzenhasser legen gezielt Giftköder aus, doch auch Rattengift kann tödlich enden.

Weitere mögliche Gefahren in der großen weiten Welt für Freigänger sind beispielsweise Bahngleise, wütende Nachbarn, die keine Katzen mögen, oder auch Swimmingpools, in die Katzen hineinfallen und darin ertrinken können.

Das Besondere an Rassekatzen ist, dass sie sich optisch meist deutlich von Hauskatzen ohne Stammbaum unterscheiden. So laufen sie verstärkt Gefahr, gestohlen, entführt und weiterverkauft zu werden. Allerdings sind die anderen Risiken, denen alle Freigänger-Katzen ausgesetzt sind, weit wahrscheinlicher als der Katzendiebstahl.

Welche Katzenrassen fühlen sich in der Wohnung wohl? Ansehen

Maine Coon und andere Rassekatzen sicher und artgerecht halten

Zum Glück gibt es jedoch nicht nur die Möglichkeiten der reinen Wohnungshaltung und des unkontrollierten Freigangs, sondern noch Kompromiss-Lösungen. Wichtig ist, dass die Maine Coon und andere Rassekatzen genug Beschäftigung und Platz haben. Solange dies gegeben ist, fühlen sie sich auch in der Wohnung wohl.

Große, robuste Kratzbäume sind für große Katzenrassen wie der Maine Coon, der Britisch Kurzhaar oder der Ragdoll sehr wichtig. Auch für die abenteuerlustige Bengalkatze ist ein stabiler, vielseitiger Kratzbaum unverzichtbar.

Abwechslungsreiches Spielzeug und ein Artgenosse sind ebenfalls ratsam, damit Ihre Rassekatze sich nicht langweilt, wenn Sie nicht daheim sind und sie alleine ist.

Balkon oder Terrasse als Katzenspielplatz gestalten

Damit Ihre Katze im sicheren Rahmen frische Luft schnuppern kann, lässt sich beispielsweise der Balkon mit einem Katzennetz sichern.

Wer keinen Balkon, aber eine Terrasse hat, kann diese zu einem Gehege mit Katzenspielplatz und Klettermöglichkeiten umbauen.

Gassi gehen mit der Katze statt unbegrenzter Freigang

Die Maine Coon und auch viele andere Katzen sind in der Regel sehr schlau und lernen gern dazu. Daher können Sie ausprobieren, Ihrer Samtpfote das Spazierengehen an der Leine beizubringen.

Tipp: Lesen Sie dazu unseren Ratgeber "Katzengeschirr: Mit dem Stubentiger Gassi gehen?" – dort finden Sie Hinweise, ob und wie Sie Ihrer Katze beibringen können, an der Leine zu laufen.

Die Maine-Coon-Katze Maya in dem Video zeigt, wie toll sie schon an der Leine gehen kann:

Gesicherter Freigang für Rassekatzen im Garten

Schließlich besteht noch die Möglichkeit, den Garten ausbruchsicher einzuzäunen und draußen mit Ihrer Maine Coon oder anderen Rassekatzen unter Aufsicht zu spielen.

Dann kann Ihre Fellnase die Vorzüge des Freigänger-Lebens genießen, ohne den Gefahren ausgesetzt zu sein.

Tipp: Im Ratgeber "Gesicherter Freigang für die Katze im Garten" finden Sie dazu spannende Gestaltungsideen.

Ein Beispiel für gesicherten Freigang im Garten sehen Sie in diesem Video:

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